Masterarbeit, 2020
114 Seiten, Note: 1,3
3 Einleitung
4 Der theoretische Aspekt
4.1 Begriffsbestimmungen
4.1.1 System der Hilfen zur Erziehung
4.1.2 Jugendhilfemaßnahmen
4.1.3 „Systemsprenger_innen“
4.1.4 Jugend und Jugendliche
4.2 Einblicke zur Thematik aus Publikationen
4.2.1 Bilanzen aus Studien zu den HzE
4.2.2 „Systemsprenger_innen“ in der Kinder- und Jugendhilfe
4.2.3 Lebensweltorientierung nach Thiersch
4.2.4 Die Wirkung der HzE in Bezug auf „Systemsprenger_innen“
4.2.5 Ansatzpunkte für Sozialpädagog_innen
5 Der methodische Zugang
5.1 Expert_inneninterview
5.2 Leitfaden
5.3 Hinweise zur Transkription
5.4 Fallauswahl
5.5 Datenanalyse
6 Der empirische Aspekt
6.1 Deduktive Kategorienbildung
6.2 Ergebnisse Interview B1
6.3 Ergebnisse Interview B2
6.4 Ergebnisse Interview B4
6.5 Zusammenführung der Ergebnisse
7 Reflexion der Ergebnisse
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Handlungsleitfaden für Sozialpädagog_innen zu erstellen, der den pädagogischen Fachkräften in der Arbeit mit (scheinbar) besonders schwierigen Jugendlichen Sicherheit vermittelt und aufzeigt, wie eine gelingende Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften und den sogenannten „Systemsprenger_innen“ gestaltet werden kann.
4.1.3 „Systemsprenger_innen“
Oberflächlich definiert sind „Systemsprenger_innen“ die „Schwierigsten“ in einer Jugendhilfemaßnahme. Allerdings ist diese Aussage sehr unspezifisch. Schließlich gibt es laut Baumann immer eine_n Klient_in, der_die im Vergleich zu anderen schwieriger ist. Daher wird nachfolgend spezifischer erklärt, worum es sich bei den sogenannten „Systemsprenger_innen“ handelt. Die vorliegende Arbeit orientiert sich an der nachfolgenden Definition von Baumann (2020).
Baumann definiert „Systemsprenger_innen“ als Kinder und Jugendliche, „bei denen die Erziehungshilfemaßnahme von Seiten der betreuenden Einrichtungen abgebrochen wurde, da das Kind/der Jugendliche auf Grund schwerwiegender Verhaltensstörungen nicht zu betreuen erschien und somit den Rahmen der Erziehungshilfe gesprengt hat“ (Baumann 2020, S. 13). Demnach sind also Kinder und Jugendliche gemeint, die das Kinder- und Jugendhilfesystem auf eine besondere Weise herausfordern. Hilfeansätze – die sich massenhaft bewährt haben – funktionieren zunächst nicht.
3 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der "Systemsprenger_innen" ein und skizziert das Forschungsanliegen sowie den Aufbau der Arbeit.
4 Der theoretische Aspekt: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie das System der Hilfen zur Erziehung und "Systemsprenger_innen" und bettet diese in den Kontext der Lebensweltorientierung ein.
5 Der methodische Zugang: Hier werden die Erhebungsmethode des Expert_inneninterviews, die Fallauswahl und die Vorgehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erläutert.
6 Der empirische Aspekt: Dieses Kapitel stellt die Ergebnisse aus den geführten Interviews dar, kategorisiert diese und führt sie zu einem Gesamtbild zusammen.
7 Reflexion der Ergebnisse: Hier werden die empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Erkenntnissen abgeglichen und diskutiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Arbeit.
Systemsprenger_innen, Hilfen zur Erziehung, Jugendhilfe, Sozialpädagogik, Lebensweltorientierung, Handlungsleitfaden, Expert_inneninterviews, Erziehungsbeistandschaft, Pädagogische Haltung, Beziehungsarbeit, Selbst-Management, Reflexion, Fallanalyse, Jugendhilfekarriere, Qualitätssicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Arbeit mit sogenannten "Systemsprenger_innen", also Jugendlichen, deren Verhalten zu wiederholten Abbrüchen von Jugendhilfemaßnahmen führt.
Die Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Jugendhilfe, die psychologische und soziale Lebenswelt der Jugendlichen sowie die professionelle Haltung und methodische Unterstützung für pädagogische Fachkräfte.
Das Ziel ist die Erstellung eines Handlungsleitfadens, der Sozialpädagog_innen Sicherheit in der Arbeit mit als besonders schwierig geltenden Jugendlichen geben soll.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bestehend aus der Auswertung von Fachpublikationen und der Analyse von leitfadengestützten Expert_inneninterviews mit Sozialpädagog_innen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffs- und Konzeptbestimmungen sowie den empirischen Teil, in dem Erfahrungen aus der beruflichen Praxis analysiert und mit der Literatur in Beziehung gesetzt werden.
Neben dem zentralen Begriff der Systemsprenger_innen sind Begriffe wie Lebensweltorientierung, pädagogische Haltung, Beziehungsgestaltung und Selbst-Management entscheidend.
Die Arbeit diskutiert, dass der Begriff eine Stigmatisierung darstellen kann und schlägt teilweise die alternative Bezeichnung "Systemgesprengte" vor, um die Interaktion zwischen System und Individuum besser abzubilden.
Supervision und kollegiale Beratung werden als essenziell für die Psychohygiene der Fachkräfte angesehen, um Belastungen zu reflektieren und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.
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