Bachelorarbeit, 2020
48 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 DER BETREUUNGSVEREIN DESSAU-ROßLAU
2.1 STADT DESSAU-ROßLAU
2.2 VORSTELLUNG DES VEREINS
2.2.1 Mitarbeiter und Arbeitsbereiche
2.2.2 Betreuungszahlen
3 CASE MANAGEMENT
3.1 ENTWICKLUNG
3.2 KONZEPT UND PROZESS
4 BETREUUNGSARBEIT UND QUALITÄT
5 CASE MANAGEMENT IN DER BETREUUNGSPRAXIS
5.1 VOM CASE MANAGEMENT ZUM BETREUUNGSMANAGEMENT
5.2 FALLSTEUERUNG
5.3 KOMPETENZEN DES BETREUERS
5.4 ZUSAMMENFASSUNG PRAXISARBEIT 2
6 DEMENZ
6.1 DAS KRANKHEITSBILD DEMENZ
6.2 ZUSAMMENFASSUNG PRAXISARBEIT 1
6.2.1 Inhalt der Arbeit
6.2.2 Schlussfolgerung der Arbeit
6.2.3 Gewonnene Erkenntnisse für die Betreuungsarbeit
7 BETREUUNGSMANAGEMENT BEI BETREUTEN MIT DEMENZ
7.1 VOM KONZEPT ZUR ANWENDUNG
7.2 WILLE UND WOHL DES DEMENZERKRANKTEN
7.3 BESONDERHEITEN DER FALLARBEIT
7.3.1 Risiken und Gefährdungsmomente
7.3.2 Kommunikation
7.3.3 Die Arbeit des Betreuers
7.4 DIE ROLLE DER ANGEHÖRIGEN
8 ASSESSMENT
9 ARBEITSHILFE FÜR DAS ASSESSMENT
9.1 UNTERSCHEIDUNG NACH VERSORGUNGS- UND BESORGUNGSBEDARF
9.1.1 Besorgungsbedarf
9.1.2 Versorgungsbedarf
9.2 BEDÜRFNISSE DES BETROFFENEN
9.2.1 Selbstverwirklichung
9.2.2 ICH-Bedürfnisse
9.2.3 Soziale Bedürfnisse
9.2.4 Sicherheitsbedürfnisse
9.2.5 Physiologische Bedürfnisse
9.3 EINTEILUNG UNTER ZUHILFENAHME VON PFLEGERISCHEN GESICHTSPUNKTEN
9.4 EINTEILUNG NACH DEM VORBILD DES MDK
9.5 EINTEILUNG NACH EMPFEHLUNGEN VON RODER
9.6 AMPELSYSTEM
9.7 DEFIZITE
9.8 ZUSAMMENFASSUNG
10 ERSTELLUNG DES ASSESSMENTBOGENS
10.1.1 Biografie
10.1.2 Erkrankungen und Diagnostik
10.1.3 Körperlicher Bereich
10.1.4 Kognitiver Bereich
10.1.5 Emotionaler Bereich
10.1.6 Materielles Umfeld
10.1.7 Wünsche und Bedürfnisse
10.1.8 Rehabilitation
10.1.9 Weitere Ressourcen und Stärken
10.1.10 Einschränkungen und Risiken
11 FAZIT
12 AUSBLICK UND EMPFEHLUNGEN
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer strukturierten Arbeitshilfe in Form eines Assessmentbogens, der speziell auf die Bedürfnisse und Problemlagen demenziell erkrankter Betroffener im Rahmen des rechtlichen Betreuungsmanagements zugeschnitten ist, um die Qualität der Betreuungsführung zu professionalisieren.
6.1 Das Krankheitsbild Demenz
Die Demenz ist eine fortschreitende, chronische Erkrankung des Gehirns und durch einen über Monate bis Jahre gekennzeichneten Rückgang kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten, bis hin zum vollständigen Verlust dieser. Zeitgleich ist ein Abbau körperlicher Funktionen und eine Beeinträchtigung der persönlichen Aktivitäten des täglichen Lebens zu beobachten. Eine Heilung z. B. der Alzheimer-Krankheit gibt es bisher nicht.
Man unterscheidet nach Schweregraden eine leichte Demenz, welche im Frühstadium auftritt, eine mittelschwere Demenz, welche im mittleren Stadium zu beobachten ist und eine schwere Demenz im Spätstadium. Je nach Ausprägung und Stadium ist der Betroffene zunehmend auf Hilfe angewiesen. Die zunehmenden kognitiven Einschränkungen bestimmen hauptsächlich das Bild der Erkrankung. Es kommt zu Konzentrationsstörungen, Beeinträchtigung des Urteilsvermögens, Orientierungsproblemen, motorischen Defiziten bis hin zu körperlicher Unfähigkeit mit Bettlägerigkeit und hohem Pflegebedarf, Gedächtnisverlust, sprachlichen, verbalen Defiziten bis hin zur Unfähigkeit zu sprechen. Somit wird langfristig eine kontinuierliche Betreuung und Pflege notwendig.
Der Betroffene verändert sich, kognitive Symptome wie Verhaltensauffälligkeiten und Fehlinterpretationen können zu Konflikten und Risiken führen. Verstärkt durch die nicht kognitiven Einschränkungen, im Bereich der Mobilität, wie z. B. Gangstörungen bis hin zur Immobilität, Inkontinenz, Ernährungsstörungen oder aber auch psychotischen Symptomen, wie z. B. Wahn oder Halluzinationen, kommt es zu einem erhöhtem Unfall- und Sturzrisiko.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problemstellung der rechtlichen Betreuung von Menschen mit Demenz und die Notwendigkeit fachlicher Standards durch Case Management.
2 DER BETREUUNGSVEREIN DESSAU-ROßLAU: Vorstellung der demografischen Situation in Dessau-Roßlau und der Arbeitsweise sowie Betreuungszahlen des Vereins.
3 CASE MANAGEMENT: Erläuterung des theoretischen Konzepts des Case Managements, dessen Ursprung und allgemeiner Prozessphasen.
4 BETREUUNGSARBEIT UND QUALITÄT: Diskussion der Anforderungen an ein professionelles Betreuungsmanagement und die Rolle verbindlicher Qualitätsstandards.
5 CASE MANAGEMENT IN DER BETREUUNGSPRAXIS: Adaption der Case-Management-Methode auf die rechtliche Betreuungspraxis und die Rolle des Betreuers.
6 DEMENZ: Beschreibung der medizinischen Grundlagen der Demenz und Zusammenfassung vorangegangener Praxisarbeiten zur Betreuung demenziell Erkrankter.
7 BETREUUNGSMANAGEMENT BEI BETREUTEN MIT DEMENZ: Analyse der Besonderheiten bei der Betreuung demenziell Erkrankter, insbesondere hinsichtlich Wille und Wohl sowie der Rolle der Angehörigen.
8 ASSESSMENT: Definition des Assessment-Prozesses als zentrales Instrument für eine fundierte Fallbearbeitung bei Demenz.
9 ARBEITSHILFE FÜR DAS ASSESSMENT: Detaillierte Herleitung der Inhalte für den Assessmentbogen unter Berücksichtigung von Bedarfen, Bedürfnissen und pflegerischen Aspekten.
10 ERSTELLUNG DES ASSESSMENTBOGENS: Konkrete Strukturierung der Arbeitshilfe zur Erfassung biographischer, medizinischer, kognitiver und sozialer Daten.
11 FAZIT: Resümee der Arbeit und Bestätigung der entwickelten Arbeitshilfe als Beitrag zur Professionalisierung.
12 AUSBLICK UND EMPFEHLUNGEN: Empfehlungen für die praktische Erprobung des Assessmentbogens im BTV Dessau-Roßlau.
Rechtliche Betreuung, Demenz, Betreuungsmanagement, Case Management, Assessment, Arbeitshilfe, pflegende Angehörige, Qualitätssicherung, Hilfeplanung, Demenzerkrankung, Betreuungsverein, Selbstbestimmung, Fallsteuerung, Bedarfsermittlung, Ressourcenerfassung
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Betreuungsmanagements für demenziell erkrankte Klienten durch die Einführung einer strukturierten Assessment-Arbeitshilfe.
Zentrale Themen sind die Anwendung der Case-Management-Methode in der rechtlichen Betreuung, die Besonderheiten des Krankheitsbildes Demenz sowie die Einbindung pflegender Angehöriger.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Assessmentbogens, der Berufsbetreuern hilft, Problem- und Bedarfslagen von Demenzkranken systematisch zu erfassen und zu strukturieren.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Adaption von Case-Management-Theorien auf das Betreuungsrecht sowie die Reflexion eigener praktischer Erfahrungen aus der Betreuungsarbeit.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Case Managements, die spezifischen Anforderungen an die Betreuung von Demenzkranken und leitet daraus die konkreten Dokumentationsinhalte für den Assessmentbogen ab.
Rechtliche Betreuung, Demenz, Betreuungsmanagement, Case Management, Assessment, Arbeitshilfe und Angehörigenarbeit sind die zentralen Begriffe.
Angehörige werden als wesentliche Ressource für den Verbleib des Betroffenen in der Häuslichkeit betrachtet, deren eigene Belastungssituation zwingend in das Assessment einfließen muss.
Da Demenzkranke ihre Bedürfnisse oft nicht mehr selbst äußern können, benötigt der Betreuer ein spezialisiertes Instrument, das über rein medizinische Aspekte hinaus auch Lebenswelt und Ressourcen einbezieht.
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