Examensarbeit, 2001
140 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. GELDANLAGE IN INVESTMENTFONDS AUS DER PERSPEKTIVE DES PRIVATEN ANLEGERS
2.1 GRUNDZÜGE DES INVESTMENTGESCHÄFTS
2.1.1 Das Investmentprinzip
2.1.2 Fondstypen
2.1.3 Die Entwicklung des Investmentsparens
2.2 ENTSCHEIDUNGSTHEORETISCHE ASPEKTE DER GELDANLAGE
2.2.1 Grundstruktur einer Entscheidung
2.2.2 Zielbildung
2.2.2.1 Interne Faktoren der Zielbildung
2.2.2.2 Externe Faktoren der Zielbildung
2.2.3 Entscheidung als Prozess
2.3 ERFÜLLUNG MONETÄRER GELDANLAGEZIELE DURCH EIN INVESTMENT IN FONDS
2.3.1 Rentabilität
2.3.2 Sicherheit
2.3.3 Liquidität
2.3.4 Bequemlichkeit
2.4 ANLEGERMENTALITÄT IM WANDEL
3. DIE PRIVATE GELDANLAGEENTSCHEIDUNG IM KONTEXT DER KAPITAL UND MACHTAKKUMULATION DURCH INVESTMENTFONDS
3.1 VORGEHENSWEISE
3.2 ANNAHMEN
3.3 "KETTE DER ÖKONOMISCHEN RATIONALITÄT“
3.3.1 Der Anleger
3.3.2 Die vermittelnde Instanz
3.3.3 Investmentfonds
3.3.4 Der Analyst
3.3.5 Der Firmenvorstand / Die Unternehmen
4. PROBLEMFELDER UND KONSEQUENZEN EINER ÖKONOMISCHEN RATIONALITÄT
4.1 ÖKONOMISCHE RATIONALITÄT
4.2 GESELLSCHAFTLICHER STELLENWERT DER ÖKONOMISCHEN RATIONALITÄT
4.3 KONSEQUENZEN EINER BETONUNG DER ÖKONOMISCHEN RATIONALITÄT
4.3.1 Ökologische Aspekte
4.3.2 Soziale Aspekte
4.3.3 Kulturelle Aspekte
4.3.4 Strukturelle Aspekte
5. DENKBARE LÖSUNGSANSÄTZE
5.1 TRANSPARENZSTEIGERUNG DURCH VERBESSERUNG DER INFORMATIONSSITUATION
5.2 ÄNDERUNG IN DER ZIELHIERARCHIE DER ANLEGER
6. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit analysiert die zunehmende Bedeutung von Investmentfonds für Privatanleger und untersucht deren Rolle im Kontext der Kapital- und Machtakkumulation. Das primäre Ziel ist es, die "Kette der ökonomischen Rationalität" offenzulegen, die zu negativen sozialen, ökologischen und kulturellen Konsequenzen führt, und alternative Lösungsansätze für eine transparentere, ethisch reflektierte Geldanlage zu entwickeln.
2.1.1 Das Investmentprinzip
Der Grundgedanke der Investmentfonds ist einfach: Die Investment- oder Kapitalanlagegesellschaft bündelt das Geld der Anleger zu einem Sondervermögen oder Fonds. Dieses Kapital wird von der Investmentgesellschaft nach dem Prinzip der Risikostreuung in viele Einzelanlagen aufgeteilt: z.B. Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Beteiligungen oder Immobilien. Die Mischung richtet sich nach der zu Grunde liegenden Anlagepolitik des Fonds und kann die gesamte Risikopalette abdecken: von konservativen Formen, wie z.B. Geldmarktfonds, bis hin zu den risikofreudigen Möglichkeiten der Optionsscheinfonds.
Für die Verwahrung des Sondervermögens und die Verwaltung der Anteilsscheine ist nicht die Investmentgesellschaft, sondern ein anderes Kreditinsitut, die Depotbank, zuständig.
Mit dem Kauf von Anteilen wird ein Anleger Miteigentümer an dem Sondervermögen. Der Wert eines Anteils – oder auch Zertifikats – ergibt sich aus dem Wert des Sondervermögens in Relation zu der Anzahl der ausgegebenen Anteile. Die Entwicklung des Anteilswertes ist hauptsächlich abhängig von der Entwicklung der im im Fonds gebündelten Anlagen. Angebot und Nachfrage bestimmen hier nicht den Rücknahmewert des Anteils. Dieser wird börsentäglich von der Fondsgesellschaft ermittelt und kann z.B. dem Wirtschaftsteil der Presse entnommen werden.
1. EINLEITUNG: Zusammenfassung der Leitfragen der Arbeit bezüglich der Kapitalakkumulation durch Investmentfonds und der daraus resultierenden Folgen.
2. GELDANLAGE IN INVESTMENTFONDS AUS DER PERSPEKTIVE DES PRIVATEN ANLEGERS: Untersuchung der Attraktivitätsfaktoren von Fonds für Privatanleger unter Einbeziehung entscheidungstheoretischer Aspekte.
3. DIE PRIVATE GELDANLAGEENTSCHEIDUNG IM KONTEXT DER KAPITAL UND MACHTAKKUMULATION DURCH INVESTMENTFONDS: Analyse der "Kette der ökonomischen Rationalität" und des Zusammenspiels der Akteure am Kapitalmarkt.
4. PROBLEMFELDER UND KONSEQUENZEN EINER ÖKONOMISCHEN RATIONALITÄT: Erörterung der negativen Auswirkungen einer einseitig ökonomischen Rationalität auf ökologische, soziale und kulturelle Bereiche.
5. DENKBARE LÖSUNGSANSÄTZE: Darstellung von Strategien zur Transparenzsteigerung und zur Anpassung der Zielhierarchien von Anlegern im Sinne ethischerer Geldanlagen.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die ethische Etablierung des Ziels der Mittelverwendung.
Investmentfonds, ökonomische Rationalität, Kapitalakkumulation, Anlegermentalität, Shareholder Value, Stakeholder Value, Geldanlage, Rentabilität, Sicherheit, Liquidität, Transparenz, Wirtschaftsethik, Mittelverwendung, Portfolio-Theorie, ethische Geldanlage
Die Arbeit untersucht ethische Aspekte der privaten Geldanlage in Investmentfonds und beleuchtet die Prozesse der Kapitalakkumulation im Kapitalmarkt.
Die Themen umfassen Entscheidungstheorie, die Funktionsweise von Investmentfonds, Kapitalmarktmechanismen sowie ethische Fragestellungen der ökologischen und sozialen Verantwortung von Unternehmen.
Ziel ist es, die ökonomische Rationalität, die den Finanzmärkten zugrunde liegt, zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie durch mehr Transparenz eine ethischere Mittelverwendung erreicht werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf betriebswirtschaftlichen, entscheidungstheoretischen und wirtschaftsethischen Ansätzen sowie aktuellen Marktstudien basiert.
Der Hauptteil analysiert die "Kette der ökonomischen Rationalität" – von der Anlageentscheidung des Privatanlegers bis hin zur Strategie der Aktiengesellschaften – und diskutiert deren Folgen für Gesellschaft und Natur.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Investmentfonds, ökonomische Rationalität, Shareholder Value und ethische Geldanlage.
Die Arbeit stellt fest, dass durch technologische und gesellschaftliche Einflüsse ein Wandel hin zu einer stärkeren Renditeorientierung und Risikoaffinität stattgefunden hat, der oft auf unbewussten Heuristiken beruht.
Der Autor schlägt vor, das klassische "magische Dreieck" (Rentabilität, Sicherheit, Liquidität) um Bequemlichkeit und das Ziel "Mittelverwendung" zu erweitern, um ethische Kriterien in die Geldanlage zu integrieren.
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