Masterarbeit, 2020
84 Seiten, Note: 1,7
Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen eines Simulationsspiels auf die Haltung und Einstellung von Lehrkräften gegenüber der Heterogenitätsdimension „Armut“. Im Fokus steht die Frage, ob das Spiel zu einer Veränderung der Sichtweise auf diese Herausforderung im Bildungssystem führt. Die theoretischen Grundlagen der Arbeit basieren auf den Postulaten von Pierre Bourdieu zur Sozialisation und den damit verbundenen Chancenungleichheiten.
Die Masterarbeit beleuchtet die Relevanz der Heterogenitätsdimension „Armut“ im Bildungssystem. Im ersten Kapitel wird der Problemkreis der sozialen Ungleichheit und dessen Einfluss auf das Schulsystem eingeführt. Kapitel 2 beleuchtet die Theorie von Pierre Bourdieu und erläutert die Bedeutung von sozialem und ökonomischem Kapital für die Bildungserfolge von Kindern. Kapitel 3 stellt das Simulationsspiel „Reproduktion sozialer Ungleichheit durch die Schule“ vor und erklärt die Methodik des Experiments. Kapitel 4 beschreibt die Durchführung des Simulationsspiels und die Auswahl der Teilnehmer. Die Ergebnisse des Experiments und die Analyse der erhobenen Daten werden in Kapitel 5 dargestellt. Kapitel 6 befasst sich mit der Diskussion der Ergebnisse, wobei die kritische Betrachtung des Fragebogens und die Herausforderungen für das Hamburger Schulsystem im Vordergrund stehen.
Die Masterarbeit befasst sich mit den Themen soziale Ungleichheit, Heterogenität, Armut, Simulationsspiel, Bildungssystem, Pierre Bourdieu, Sozialisation, Chancenungleichheit, Schule, Sozialpolitik, Regelschullehrer, Sonderpädagogen.
Armut führt oft zu einem Mangel an ökonomischem und kulturellem Kapital, was laut Bourdieu die Chancen auf schulischen Erfolg in einem System, das bürgerliche Werte voraussetzt, mindert.
Das Spiel soll die Reproduktion sozialer Ungleichheit erfahrbar machen. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass eine grundlegende Einstellungsänderung durch ein einmaliges Spiel nur bedingt möglich ist.
Bourdieu postuliert, dass der Habitus und das verfügbare Kapital (sozial, kulturell, ökonomisch) die Position im sozialen Raum und damit auch den Bildungsweg maßgeblich vorbestimmen.
Schule allein kann tiefgreifende soziale Benachteiligungen kaum kompensieren; es bedarf zusätzlicher sozialpolitischer Maßnahmen in den betroffenen Stadtteilen.
Die Arbeit nutzt einen Mix aus quantitativen (Likert-skalierte Fragebögen) und qualitativen Methoden (Gruppendiskussionen), um die Einstellungsänderung der Probanden zu messen.
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