Magisterarbeit, 2002
101 Seiten, Note: 1,0
1 VORWORT
2 EINLEITUNG
2.1 Thema und Rahmen
2.2 Relevanz
2.3 Ziele
2.4 Ausführung
3 AHL AL-KITÀB UND DAS SCHLACHTEN
3.1 Der Begriff „Ahl al-KitÁb“ im islamischen Recht
3.2 Ahl al-KitÁb: Ein nachislamischer Begriff
3.3 Ahl al-KitÁb: Ein vorislamischer Begriff
3.4 Ahl al-KitÁb: Der Weg zum Rechtsbegriff
3.5 Ahl al-KitÁb: Die begrifflichen Grenzen
3.5.1 Religiöse Denkstruktur
3.5.2 Ethnische Denkstruktur
3.5.3 Abblockende Denkstruktur
3.5.4 Gesellschaftliche Denkstruktur
3.6 Das Schlachten im islamischen Recht
3.7 Das Schlachten und die Schlachtformen
3.7.1 Die förmliche Schlachtung
3.7.1.1 Åabh
3.7.1.2 NaÎr
3.7.2 Die formlose Schlachtung
3.8 Das Schlachtinstrument
3.9 Während des Schlachtvorgangs: Die Tasmiya
3.10 Die modernen Schlachtverfahren
3.10.1 Betäubung der Tiere
3.10.1.1 Mechanische Betäubung:
3.10.1.2 Elektrische Betäubung:
3.10.1.3 Betäubung mit Gas:
3.10.2 Tötung der Tiere durch Entblutung
3.11 Das Schlachttier der Ahl al-KitÁb
4 DIE NORMATIVEN HEILIGEN TEXTE (pl. NuÒÙÒ)
4.1 Koran
4.2 ÍadÐ×
5 DIE VIER SUNNITISCHEN RECHTSSCHULEN
5.1 Die malikitische Rechtsschule
5.2 Die hanafitische Rechtsschule
5.3 Die schafitische Rechtsschule
5.4 Die hanbalitische Rechtsschule
6 BEWERTUNG
6.1 Rechtsmethodologische Bewertung
6.1.1 Verbotene Nahrungen
6.1.2 Verbot der Jagdbeute
6.1.3 Erwerb auf dem religiös illegitimen Weg
6.1.4 Die Religionsangehörigkeit der Eltern und die Abstammungsfrage
6.1.5 Behauptung des Grundsatzes des Verbotes
6.1.6 Aufgestellte Schlachtbedingungen
6.1.7 Problematik der Tasmiya
6.1.8 Anrufung eines anderen außer Gott
6.2 Sozio-psyhische und sozio-ekonomische Bewertung
6.2.1 Beachtung des Umfeldes
6.2.2 Sozio-psychischer Einfluss
6.2.3 Sozio-ökonomischer Einfluss
6.3 Bewahrung der Rechtsgrundlagen
6.4 Reales Modell
7 RESULTAT
Die vorliegende Arbeit untersucht das Schlachttier der Ahl al-Kitāb (Leute des Buches) im Kontext des klassisch-islamischen Rechts. Das primäre Ziel ist es, die Rechtsmeinungen innerhalb der vier sunnitischen Rechtsschulen zu analysieren, um zu klären, ob das klassische islamische Recht Möglichkeiten für ein konstruktives Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in einer modernen Gesellschaft bietet.
3.5.1 Religiöse Denkstruktur
Diese stützt die ratio-legis des Rechtsstatuts auf die Religion bzw. den Glauben der Ahl al-KitÁb und auf ihren heiligen Büchern auf, denen nach der muslimischen Auffassung eine Offenbarung zugrunde liegt. Dieser Linie folgend heißt es, dass der Wurzel der Religion (aÒl ad-dÐn) bei den Ahl al-KitÁb der Monotheismus und ihre heiligen Bücher sind ursprünglich Offenbarungsbücher. Die nachträglich im Laufe der Geschichte in Folge der Entstellung und Verfälschung (taÎrÐf) dazugekommenen polytheistischen Elemente können dies nicht ändern. Das entgegengesetzte Statut al-MušrikÙn hätten eine Religion, die voll von purem Polytheismus sei und keine monotheistische Wurzel aufzuweisen habe, geschweige denn ein heiliges Buch, das auf göttliche Offenbarung basiere, so die Verfechter dieser Denkstruktur.
VORWORT: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Ernährung im islamischen Glauben und die daraus resultierenden, oft heftigen Diskussionen im religiösen Recht.
EINLEITUNG: Es wird die Forschungsfrage aufgeworfen, wie sich das Verbot von verbotenen Lebensmitteln mit der Erlaubnis des Essens der Ahl al-Kitāb vereinbaren lässt.
AHL AL-KITÀB UND DAS SCHLACHTEN: Definition und historische Herleitung der Begriffe sowie ein Einblick in die Schlachtriten und moderne Schlachtverfahren.
DIE NORMATIVEN HEILIGEN TEXTE (pl. NuÒÙÒ): Untersuchung der Koranverse und Hadithe, die das Fundament für die Rechtsurteile bilden.
DIE VIER SUNNITISCHEN RECHTSSCHULEN: Detaillierte Darstellung der Rechtsansichten von Malikiten, Hanafiten, Schafiiten und Hanbaliten bezüglich des Verzehrs von Schlachttieren der Ahl al-Kitāb.
BEWERTUNG: Eine kritische Analyse der rechtsmethodologischen, sozio-psychischen und sozio-ökonomischen Faktoren, die die Rechtsmeinungen geprägt haben.
RESULTAT: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Darlegung, wie diese für ein Modell des friedlichen Zusammenlebens in der modernen Welt genutzt werden können.
Ahl al-Kitāb, Islamisches Recht, Schlachttier, Schlachten, Tasmiya, Rechtsschulen, Koran, Hadith, Halal, Haram, Rechtsmethodologie, Koexistenz, Religion, Fleischprodukte, Rechtstradition.
Die Arbeit untersucht, unter welchen religiös-rechtlichen Bedingungen Muslime Fleischprodukte verzehren dürfen, die von den sogenannten Ahl al-Kitāb (Juden und Christen) stammen.
Die Themen umfassen die Definition der Ahl al-Kitāb, die islamischen Vorschriften für das Schlachten und die damit verbundenen rituellen Anforderungen wie die Tasmiya.
Das Hauptziel ist zu erforschen, ob das klassische islamische Recht Spielräume bietet, die Fleisch von Nicht-Muslimen für Muslime in einer modernen, multireligiösen Gesellschaft unter bestimmten Umständen als erlaubt definieren.
Der Autor nutzt eine rechtsgeschichtliche und -methodologische Analyse, indem er Originalwerke der vier sunnitischen Rechtsschulen systematisch auswertet und vergleicht.
Im Hauptteil werden die Ansichten der vier Rechtsschulen zu spezifischen Schlachtbedingungen, wie der Abstammung des Schächters oder der Bedeutung der Tasmiya, im Detail gegenübergestellt.
Begriffe wie Ahl al-Kitāb, Schlachten, Rechtsmethodologie und Koexistenz sind essenziell, da sie die Schnittstelle zwischen klassischer Theologie und moderner Lebenswirklichkeit bilden.
Die Frage, ob die Nennung des Namens Gottes zwingend auch vom nicht-muslimischen Schlachter gefordert werden muss, ist ein zentraler Streitpunkt, der über die Erlaubtheit des Fleisches entscheidet.
Der Autor weist darauf hin, dass wirtschaftliche Interessen von Moscheevereinen und Schlachthöfen häufig dazu führen, dass eher restriktive Rechtsmeinungen vermittelt werden, um die eigene Kundschaft zu binden und Sicherheit zu suggerieren.
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