Masterarbeit, 2020
83 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung und Vorgehensweise
1.1 Bestimmung der Themenauswahl
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorstellung des Unternehmens – Kurzportrait (anonymisiert)
2. Das Fundament der Organisationsentwicklung
2.1. Ein kurzer historischer Abriss
2.2. Die Entstehungsgeschickte von OE
2.3. OE als Indiz für gesellschaftlichen Wandel
2.4. Organisationsentwicklung und der Unterschied zur klassischen Beratung
2.5. OE-Prinzipien: Einbinden, Verstehen, Gestalten
2.6. Die lernende Organisation
3.1. Anpassungsprozesse und Wertewandel: Next Generation vs. Seniorchef*in
3.2. Psychologische Aspekte bei der Nachfolgeregelung
3.2.1. Aus dem Blickwinkel des/der Seniorchef*in
3.2.2. Aus dem Blickwinkel der Next Gen
3.3. Arbeit 4.0 und neue Technologien
3.4. Innovationsmanagement
4. Gestaltungsansätze für den digitalen Transformationsprozess
4.1. Organisation und Führung 4.0 – Digital Leadership
4.2. Agile Organisation
4.3. Beteiligung der Beschäftigten im Kollektiv
4.3.1. Beteiligungsorientiertes Projektmanagement
4.3.2. Großgruppenkonferenzen
5. Konflikt in Veränderungsprozessen, gerade in Bezug zur Unternehmensübernahme
5.1. Definition von Konflikten
5.1.1. Konflikte in Organisation
5.1.2. Interpunktion von Interaktionsketten
5.1.3. Psychologische Treiber von Konflikten
5.2. Fallbeispiel auf der Interaktionsebene
5.2.1. Die Ausgangssituation
5.2.2. Einordnung des entstandenen Konflikts in die Stufen der Konflikteskalation nach Glasl
5.3. Interventionsmöglichkeiten und mögliche Maßnahmen der OE
5.3.1. Ziele der Intervention
5.3.2. Mögliche Maßnahmen der Intervention
5.3.3. Lösungsvorschlag mit Hilfe der Supervision
6. Beispielhafter Beratungsprozess – Von der Auftragsklärung bis zur Gestaltung
6.1. Auftragsklärung
6.2. Organisationsdiagnose
6.3. Intervention und Gestaltung
6.4. Praktische Anwendung des Point-of-View-Fragebogens
7. Resümee
Die Arbeit untersucht, wie Organisationsentwicklung (OE) genutzt werden kann, um generationenübergreifende Konflikte in Familienunternehmen während einer Unternehmensnachfolge konstruktiv zu bewältigen und den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten.
5.2.1. Die Ausgangssituation
Die beiden Junioren sind vor vielen Monaten bereits in das Familienunternehmen eingestiegen. Die Kommunikation mit den Eltern läuft mal sehr gut, mal weniger gut. Das gesamte Haus ist in verschiedene Flügel unterteilt und die Zimmer in Flügel A sollen renoviert werden.
Die Eltern, inzwischen in einem doch sehr stolzen Alter, stimmen sich mit dem Architekten ab. Es sollen bspw. diverse Kunstdruck von historischen Künstlern neu angeschafft und in den Zimmern aufgehängt werden. Berühmte Künstlernamen wie Claude Monet oder Pierre-Auguste Renoir fallen in diesem Zuge immer wieder. Diejenigen, die etwas von Kunst verstehen können möglicherweise ein Monet gut einordnen. Dennoch sind die beiden Söhne davon wenig begeistert. Ihre Devise ist es, wenn renovieren, dann sollte der gesamte Flügel samt Zimmer modern und zukunftsorientiert gestaltet werden. Bspw. mit Kunstdrucken von Andy Warhol oder etwas ganz Abstraktes. Ein moderner Vintage-Look, schicke Designer-Möbel und helle Farben entsprechen da eher dem Clean-Chic-Konzept der beiden Jungunternehmer. Leider fand zwischen den Eltern und den Söhnen keinerlei Abstimmung ab. Per Zufall, durch ein Gespräch mit dem Architekten, kam einer der Söhne zu den Infos und wurde über die Pläne der Eltern informiert. Es kam zum Konflikt, da sich hier die beiden Parteien nicht einig waren. Im Endeffekt haben die Eltern ihren Kopf durchgesetzt und den Flügel zwar renoviert, jedoch alles im alten, traditionellen Stil. Die Intention der Söhne, mit neuen, modernen Zimmern auch jüngeres Publikum und Familien in das Hotel zu locken, wurde ignoriert.
1. Einleitung und Vorgehensweise: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge, insbesondere durch den Generationenkonflikt und den Digitalisierungsdruck.
2. Das Fundament der Organisationsentwicklung: Es werden die theoretischen Grundlagen der OE, ihre Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der lernenden Organisation erörtert.
3.1. Anpassungsprozesse und Wertewandel: Next Generation vs. Seniorchef*in: Das Kapitel behandelt Sozialisationsprozesse im Erwachsenenalter sowie den Wertewandel bei Nachfolgeereignissen.
3.2. Psychologische Aspekte bei der Nachfolgeregelung: Der Fokus liegt auf Ängsten, Machtverlust und unterschiedlichen Erwartungshaltungen zwischen Seniorchef*in und Next Gen.
3.3. Arbeit 4.0 und neue Technologien: Hier wird der Einfluss der Digitalisierung und neuer Technologien auf die Anforderungen an Organisationen und Mitarbeiter erläutert.
3.4. Innovationsmanagement: Das Kapitel definiert Innovationsmanagement als Instrument, um Unternehmen in der VUCA-Welt erfolgreich neu aufzustellen.
4. Gestaltungsansätze für den digitalen Transformationsprozess: Diskutiert werden Leadership 4.0, agile Methoden und die Notwendigkeit der Mitarbeiterbeteiligung.
5. Konflikt in Veränderungsprozessen, gerade in Bezug zur Unternehmensübernahme: Hier werden Konfliktdefinitionen, psychologische Treiber und Eskalationsstufen analysiert sowie Interventionsmöglichkeiten aufgezeigt.
6. Beispielhafter Beratungsprozess – Von der Auftragsklärung bis zur Gestaltung: Es wird ein praktischer Ansatz für OE-Berater inklusive eines eigenen Fragebogens zur Unterstützung des Nachfolgeprozesses vorgestellt.
7. Resümee: Die Autorin fasst zusammen, dass eine erfolgreiche Übergabe ohne Kommunikation und Partizipation kaum gelingen kann und plädiert für einen konstruktiven Umgang mit Veränderungen.
Organisationsentwicklung, Unternehmensnachfolge, Generationenkonflikt, Familienunternehmen, Digitalisierung, Führung 4.0, Change Management, Konfliktmanagement, Supervision, Agilität, Teamentwicklung, Unternehmensführung, Transformationsprozess, Kommunikation, Mitarbeiterbeteiligung.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen bei der Betriebsübergabe in Familienunternehmen und der Frage, wie Organisationsentwicklung dazu beitragen kann, dabei auftretende generationenbedingte Konflikte zu lösen.
Zentrale Themen sind die Unternehmensnachfolge, der Generationenkonflikt, die Auswirkungen der Digitalisierung auf traditionelle Geschäftsmodelle sowie Methoden zur aktiven Gestaltung von Veränderungsprozessen.
Das Ziel ist es, Lösungsansätze zu entwickeln, wie zwischen den Generationen (Seniorchef*in vs. Next Gen) trotz unterschiedlicher Werthaltungen eine konstruktive Zusammenarbeit und erfolgreiche Betriebsübergabe sichergestellt werden kann.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Anwendung systemtheoretischer Modelle auf einen konkreten Fallbeispiel-Kontext sowie die Entwicklung eines eigenen Instruments (Point-of-View-Fragebogen).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Organisationsentwicklung, die Analyse psychologischer Konflikte bei Übergaben, Strategien für den digitalen Wandel und die methodische Planung von Veränderungs- und Beratungsprozessen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Organisationsentwicklung, Generationenkonflikt, Familienunternehmen, Betriebsübergabe, Führung 4.0, Change Management und Konfliktmoderation.
Die Autorin nutzt anonymisierte Daten eines Vier-Generationen-Familienhotels, bei dem ein konkreter Konflikt um die Modernisierung der Zimmer als Basis für die diagnostische Fallbearbeitung dient.
Das von der Autorin entwickelte Instrument soll als Gesprächsgrundlage dienen, um Wunschvorstellungen und Ziele der Nachfolgegeneration strukturiert zu erfassen und einen konstruktiven Dialog mit der älteren Generation zu ermöglichen.
Supervision wird empfohlen, wenn Fronten so verhärtet sind, dass einfache Moderationsgespräche nicht mehr ausreichen, um die emotionalen und organisationalen Dimensionen des Konflikts aufzulösen.
Die Autorin sieht Kommunikation als den wichtigsten Erfolgsfaktor. Miteinander zu reden statt übereinander, Betroffene frühzeitig zu Beteiligten zu machen und Transparenz zu schaffen, ist für sie die grundlegende Voraussetzung jeder erfolgreichen Unternehmensübergabe.
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