Bachelorarbeit, 2020
48 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Frage- und Zielstellung
1.3 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition des Faszienbegriffs
2.2 Definition von Beweglichkeit und Stiffness
2.3 Anatomie des oberen Sprunggelenks
2.4 Bisheriger Forschungsstand zu den Effekten der Faszienrolle
3 Methodik
3.1 Ein- und Ausschlusskriterien
3.2 Suchstrategie
3.3 Literaturauswahl
3.4 Literaturbewertung
3.5 Datenentnahme
3.6 Effektstärkenberechnung
3.7 Statistische Auswertung
4 Ergebnisse
4.1 Kritische Bewertung der Studienqualität
4.2 Darstellung und Analyse der eingeschlossenen Studien
4.3 Deskriptive Analyse
4.4 t-Test zwischen Gruppe 1 und 2
4.5 Regressionsanalysen
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation
5.2 Beantwortung der Forschungsfragen
5.3 Limitationen der Arbeit
5.4 Implikationen
Die Arbeit untersucht in Form einer systematischen Übersichtsarbeit die akuten Auswirkungen der Anwendung einer Faszienrolle auf die Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk bei gesunden Menschen. Dabei soll geklärt werden, wie sich die Intervention auf die Dorsalextension sowie die Stiffness der Wadenmuskulatur auswirkt und welche Rolle verschiedene Anwendungsparameter wie Rollkadenz und Rollposition spielen.
1.1 Einführung in das Thema
Die Anwendung der Faszienrolle erreichte für das Jahr 2020 laut der jährlichen Umfrage des Health and Fitness Journals, herausgegeben vom American College of Sports Medicine, in der Kategorie ‚Mobility/Myofascial Devices‘ Platz 23 der populärsten Trends der Fitnessindustrie (Thompson, 2019, S. 17). An dieser Umfrage nahmen 3037 Gesundheits- und Fitnessfachkräfte aus unterschiedlichen Ländern teil. Nach Thompson (2019, S. 17) belegte die Rolle für das Jahr 2019 Platz 14 und gehörte auch in den drei Jahren zuvor zu den 20 beliebtesten Fitnesstrends. Dabei gilt die Faszienrolle als erschwingliches, einfach anzuwendendes und schnell einsetzbares Tool, da sie leicht zu transportieren ist und ohne einen Therapeuten oder eine Therapeutin angewendet werden kann (Wiewelhove et al., 2019, S. 2). Ein bekannter Hersteller einer Faszienrolle ist die Firma Blackroll® mit dem gleichnamigen Produkt. Laut Graumann et al. (2019, S. 4) wurde die Blackroll® ursprünglich zur Selbstmassage im Spitzensport beworben, um die Regeneration zu unterstützen. Später wurde die Faszienrolle auch für das Aufwärmen empfohlen, für die Physiotherapie oder als Trainingstool im funktionellen Training (Graumann et al., 2019, S. 4).
Graumann et al. (2019, S. 50) sehen den Nutzen der Faszienrolle unter anderem im Erhalt bzw. in der Wiederherstellung der Beweglichkeit. Weitere in Aussicht gestellte Wirkungen sind der Abbau von Dysbalancen, die Verbesserung von Körperhaltung und Gleichgewicht sowie der Abbau von Schmerzen (Graumann et al., 2019, S. 5). Dementgegen stehen kritische Positionen wie die des Diplom-Sportingenieurs Christian Baumgart, der in einem Interview potenzielle negative Auswirkungen wie die Unterbrechung des venösen Rückflusses oder das Hervorrufen von Entzündungsprozessen nennt (Ermel, 2017, S. 28). Er kritisiert, „dass die vorliegenden Studienergebnisse nicht immer in beide Richtungen ausreichend diskutiert werden“ (Ermel, 2017, S. 28). Denn auch die wissenschaftliche Forschung befasste sich in den letzten 10 Jahren verstärkt mit dem Thema, vor allem mit der Untersuchung der positiven Auswirkungen der Behandlung der Faszien.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Popularität der Faszienrolle ein, thematisiert den aktuellen Forschungsstand und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die anatomischen und physiologischen Grundlagen erläutert, insbesondere die Definition von Faszien, Beweglichkeit und Stiffness sowie das obere Sprunggelenk.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das systematische Vorgehen zur Literaturrecherche, die Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienwahl sowie die statistischen Verfahren zur Berechnung der Effektstärken.
4 Ergebnisse: Hier werden die zwölf in die Analyse eingeschlossenen Studien detailliert ausgewertet, die methodische Qualität beurteilt und die statistischen Ergebnisse inklusive der Regressionsanalysen präsentiert.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfragen, beleuchtet kritisch die Limitationen der Arbeit und leitet praktische Implikationen für die Anwendung ab.
Faszienrolle, Beweglichkeit, oberes Sprunggelenk, OSG, Dorsalextension, Stiffness, Wadenmuskulatur, systematische Übersichtsarbeit, Effektstärke, Regeneration, sportliche Leistung, Myofascial Release, Foam Rolling, Anwendungsparameter, Evidenz.
Die Arbeit analysiert die akuten Auswirkungen der Anwendung einer Faszienrolle auf die Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk bei gesunden Menschen basierend auf einer systematischen Literaturübersicht.
Die zentralen Felder umfassen die Faszienrollen-Anwendung, die Beweglichkeit (Range of Motion), die Stiffness der Wadenmuskulatur und die methodische Aufarbeitung von sportwissenschaftlichen Interventionsstudien.
Das Ziel ist es, den quantitativ-empirischen Kenntnisstand über die kurzzeitigen Effekte der Faszienrolle auf die Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk durch die Auswertung kontrollierter Interventionsstudien zusammenzufassen und kritisch zu bewerten.
Es wurde eine systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review) durchgeführt, bei der Literaturdatenbanken durchsucht, Studien nach Qualitätskriterien bewertet und Effektstärken statistisch berechnet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der methodischen Suchstrategie, die Auswertung der eingeschlossenen Studien und eine tiefgehende Diskussion der statistischen Befunde.
Wichtige Begriffe sind Faszienrolle, oberes Sprunggelenk (OSG), Dorsalextension, Stiffness, systematischer Review, sportliche Leistung und Regeneration.
Die Analyse deutet darauf hin, dass die Rollposition einen signifikanten Einfluss hat, wobei leichtere Rollpositionen teilweise höhere Effekte zeigen als schwerere Rollpositionen.
Die Wadenmuskulatur ist aufgrund ihrer anatomischen Funktion für die Dorsalextension im Sprunggelenk entscheidend, und ein Bewegungsmangel in diesem Bereich kann das Verletzungsrisiko erhöhen.
Die Regressionsanalysen zeigten keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Rollzeit und der erreichten Effektstärke, was weiteren Forschungsbedarf nahelegt.
Die Anwendung der Faszienrolle an der Wade kann als sinnvolle, leistungsfördernde Alternative zum statischen Dehnen vor sportlichen Aktivitäten dienen, um die Beweglichkeit im Sprunggelenk kurzfristig zu verbessern.
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