Masterarbeit, 2021
74 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Zustand / Problemdarstellung COVID-19
2.1. Einschränkungen während des 2. Lockdowns
2.2. Aktuelle Lage an den Schulen
2.3. Problemstelle Kommunikation
3 Theoretischer Ansatz
3.1 Kommunikation
3.2 Das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun
3.3 Bedeutung des Kommunikationsquadrats für diese Arbeit
3.4 Gütekriterien guter Kommunikation
4 Qualitative Sozialforschung
5 Narrative Interviews
5.1 Darstellung des Begriffs narratives Interview
5.2 Vorgehensweise bei den Interviews
5.3 Auswahl der Stichprobe
5.4 Der Weg zu den Interviews
5.5 Erfahrungen aus den Interviews
6 Ergebnispräsentation
6.1 Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler
6.1.1 Positive Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler
6.1.2 Negative Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler
6.1.3 Meinung der Schülerinnen und Schüler zum Onlineunterricht
6.1.4 Was die Schülerinnen und Schüler noch zu berichten hatten
6.2 Ergebnisse der Lehrkräfte
6.2.1 Positive Erfahrungen der Lehrkräfte
6.2.2 Negative Erfahrungen der Lehrkräfte
6.2.3 Meinung der Lehrkräfte zum Onlineunterricht
6.2.4 Was die Lehrkräfte noch zu berichten hatten
7 Abschluss / Fazit
8 Ausblick
9 Limitation
10 Reflexion der Arbeit – Prozessentwicklung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern an einer Berufsschule in Schleswig-Holstein während der Corona-Pandemie. Ziel ist es, die verwendeten Kommunikationswege zu identifizieren, die damit verbundenen Erfahrungen zu analysieren und Schwachstellen sowie Erfolgsfaktoren aufzuzeigen, um das Verständnis für schulische Kommunikation in Krisenzeiten zu fördern.
3.2 Das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun
Friedemann Schulz von Thun hatte mit mehreren Kollegen/innen das Ziel, unterschiedliche Ansätze der Psychologie zusammenzubringen und ein Modell zu entwickeln, welches die zwischenmenschlichen Kommunikationsprobleme verständlich und nahbar darstellen würde. Nach und nach kristallisierten sich bei der Arbeit daran vier Bereiche heraus, welche die zwischenmenschliche Kommunikation aus vier Blickwinkeln betrachten würden:
1. „Sachaspekt. Wie kann ich Sachverhalte klar und verständlich mitteilen? […]
2. Beziehungsaspekt. Wie behandle ich meinen Mitmenschen durch die Art meiner Kommunikation? Je nachdem, wie ich ihn anspreche, bringe ich zum Ausdruck, was ich von ihm halte; entsprechend fühlt sich der andere entweder akzeptiert und vollwertig behandelt oder aber herabgesetzt, bevormundet, nicht ernst genommen. […]
3. Selbstoffenbarungsaspekt. Wenn einer etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich – dieser Umstand macht jede Nachricht zu einer kleinen Kostprobe der Persönlichkeit, was dem Sender nicht nur in Prüfungen und in der Begegnung mit Psychologen einige Besorgnis verursacht. […]
4. Appellaspekt. Wenn einer etwas von sich gibt, will er in der Regel auch etwas bewirken. Das Problem von Einfluss und Manipulation stellt sich nicht nur in der Werbung und Propaganda, nicht nur in Erziehung und Unterricht, […]“ (Schulz von Thun, 1981, Seite 14-15).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas in der Corona-Pandemie und beschreibt die Zielsetzung der Untersuchung aus der Perspektive des Autors als Student und Lehrkraft.
2 Zustand / Problemdarstellung COVID-19: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Auswirkungen der Pandemie und der Lockdown-Maßnahmen auf das gesellschaftliche Leben und speziell den Schulalltag.
3 Theoretischer Ansatz: Hier werden zentrale Kommunikationstheorien, insbesondere das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun, als theoretisches Fundament der Arbeit eingeführt.
4 Qualitative Sozialforschung: Dieses Kapitel begründet die Wahl des qualitativen Forschungsansatzes und reflektiert ethische Standards in der Sozialforschung.
5 Narrative Interviews: Es erfolgt eine detaillierte methodische Darstellung der narrativen Interviews, von der Planung über die Durchführung bis zur Stichprobenauswahl.
6 Ergebnispräsentation: Dieser Hauptteil analysiert die erhobenen Daten, unterteilt in die Erfahrungen der Schüler sowie der Lehrkräfte, und beleuchtet deren Umgang mit verschiedenen Kommunikationswegen.
7 Abschluss / Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse beider Gruppen zusammen und zieht Lehren aus der Untersuchung für die zukünftige Gestaltung schulischer Kommunikation.
8 Ausblick: Der Ausblick identifiziert weiteren Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich emotionaler Aspekte und der häuslichen Lernumgebung.
9 Limitation: Hier werden die Grenzen der Studie reflektiert, wie etwa die Einschränkungen durch den zweiten Lockdown und die begrenzte Stichprobengröße.
10 Reflexion der Arbeit – Prozessentwicklung: Die Reflexion beschreibt den persönlichen Lernprozess des Autors bei der Durchführung der Studie und die Entwicklung seiner professionellen Kompetenzen.
Kommunikation, Corona-Pandemie, Distanzunterricht, Berufsschule, Kommunikationsquadrat, Schulz von Thun, narratives Interview, digitale Tools, Lehrkräfte, Schüler, Bildung, Online-Unterricht, Krisenkommunikation, Schulentwicklung, empirische Forschung.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Erfahrungen in der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern an einer beruflichen Schule während der Corona-Pandemie.
Im Fokus stehen die veränderten Kommunikationswege durch Distanzunterricht, die Anwendung von Online-Tools sowie die subjektiven Erfahrungen der Beteiligten im Umgang mit diesen neuen Bedingungen.
Ziel ist es, Schwachstellen in der aktuellen schulischen Kommunikation zu identifizieren, positive Ansätze hervorzuheben und durch die Anwendung theoretischer Modelle Lösungsansätze zu formulieren.
Die Arbeit verwendet die qualitative Methode der narrativen Interviews, um tiefe Einblicke in die individuellen Erfahrungen der Lehrkräfte und Schüler zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung mittels des Kommunikationsquadrats sowie eine detaillierte Ergebnispräsentation der Interviews, getrennt nach Schüler- und Lehrererfahrungen.
Die zentralen Charakteristika sind Kommunikation, Distanzunterricht, Corona-Pandemie, das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun und qualitative Sozialforschung.
Es dient dazu, die Komplexität zwischenmenschlicher Botschaften – Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell – in den schulischen Interaktionen während der Krise transparent und analysierbar zu machen.
Der Autor reflektiert, dass die Interviewsituationen im Rahmen der Studie künstlich geschaffen wurden, was besondere Anforderungen an die methodische Steuerung und Neutralität des Interviewers stellte.
Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild: Während digitale Tools als notwendig anerkannt werden, fehlt vielen der direkte soziale Kontakt und das präsenzbasierte Lernen wird als deutlich erfüllender empfunden.
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