Masterarbeit, 2018
110 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Entwicklungstendenzen beruflicher Bildung
2.1 Renaissance des Lernens in der Arbeit
2.2 Arbeits(-prozess)orientierte Wende
2.3 Handlungskompetenz – Das übergeordnete Bildungsziel
2.3.1 (Handlungs-)Kompetenzbegriff
2.3.2 Kompetenzentwicklung und ihre methodisch-didaktische Unterstützung
3. Der Arbeitsprozessbezug in der beruflichen Bildung
3.1 Instrumente der berufswissenschaftlichen Qualifikationsforschung für die Arbeitsprozessanalyse
3.2 Der Arbeitsprozess als analytische Kategorie
3.3 Arbeitsbezogenes Lernen - Arbeitsgebundenes, arbeitsverbundenes und arbeitsorientiertes Lernen
3.4 Aufgabenbezogene Lernformen
4. Forschungsfrage und methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsfrage
4.2 Methodisches Vorgehen
4.2.1 Durchführung des Literatur-Reviews
4.2.2 Auswahl der Analysekriterien
5. Arbeitsbezogene Lernformen
5.1 Arbeitsprozessbezogenes Lernen am Lernort Betrieb
5.1.1 Organisation, Rahmenbedingungen und Zuständigkeit
5.1.2 Kompetenzmodell für die betriebliche Ausbildung
5.1.3 Arbeiten und Lernanlässe in der Arbeit
5.1.4 Lerntheoretischer Hintergrund des Lernens in der Arbeit
5.1.5 Kompetenzentwicklung am Lernort Betrieb
5.1.6 Arbeits- und Lernaufgaben als arbeitsbezogene Lernform
5.1.7 Arbeitsplatzbezogene betriebliche Lernorganisation
5.2 Arbeitsprozessbezogene Didaktik am Lernort Berufskolleg
5.2.1 Rahmenbedingungen und Bildungsgangarbeit
5.2.2 Kompetenzmodell für die berufsschulische Ausbildung
5.2.3 Das Lernfeldkonzept und die arbeitsprozessorientierte Didaktik
5.2.4 Lerntheoretischer Hintergrund
5.2.5 Kompetenzentwicklung in der Berufsschule
5.2.6 Lern- und Arbeitsaufgaben
5.2.7 Berufsschulbezogene Lernorganisation
6. Ergebnis und Fazit
6.1 Ergebnisdarstellung
6.2 Ergebnisanalyse und -auswertung
6.3 Ausblick und Fazit
Die Masterarbeit befasst sich mit der zunehmenden Bedeutung arbeitsprozessbezogener Didaktik im Dualen System. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede didaktischer Ansätze an den Lernorten Betrieb und Berufsschule zu erforschen, um handlungsorientierte Qualifizierungsmaßnahmen effektiver zu gestalten und die Entwicklung umfassender Handlungskompetenz zu fördern.
3.2 Der Arbeitsprozess als analytische Kategorie
Berufliches Handeln im Betrieb hat das Ziel der Bewältigung einer betrieblichen Arbeitsaufgabe (z.B. Kundenauftrag) und der Erstellung eines Arbeitsergebnisses (vgl. Becker, 2013, S. 3). Der Arbeitsprozess dient „als ein analytisches Hilfsmittel zur Erfassung, inhaltlichen Konkretisierung, Beschreibung und Gestaltung beruflicher Facharbeit" (Howe, Hägele & Knutzen, 2010, S. 91). Der Arbeitsprozess verleiht arbeitsprozessbezogenen Lernformen die nötige Struktur und inhaltliche Orientierung (vgl. Abbildung 3).
Dabei stellt die Bewältigung des Arbeitens im Arbeitsprozess eine „vollständige Arbeitshandlung (Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten)“ (Howe, Hägele & Knutzen, 2010, 91f) dar. Die vollständige Arbeitshandlung kann gekürzt in einem Dreischritt aus Planen – Durchführen – Reflexion in jedem Teilprozess eines Arbeitsprozesses durchlaufen werden (vgl. Schröder, 2009b, S. 224). Ein Arbeitsprozess ist dabei aus der Perspektive des Subjekts (des Facharbeiters) zu sehen und nicht aus der Perspektive des Betriebs (vgl. Becker, 2013, S. 3). Die Schritte der vollständigen Arbeitshandlung werden dementsprechend alle von demselben Facharbeiter durchlaufen (vgl. ebd., S. 3). „Dies hat entscheidende Bedeutung für den herzustellenden Zusammenhang zwischen Arbeitsprozess und Arbeitsprozesswissen“ (Becker, 2008, S. 8). Arbeitsprozesse sind damit nur dann bildungswirksam, wenn der Facharbeiter den kompletten Arbeitsprozess durchläuft. Becker (2013) unterscheidet somit subjektive bzw. berufliche Arbeitsprozesse von betrieblichen Arbeitsprozessen (vgl. Becker, 2013, S. 3). Arbeitsprozesse sind auch von Geschäftsprozessen zu unterscheiden, welche das unternehmerische Handeln darstellen (vgl. Becker, 2008, S. 7). Ein Arbeitsprozess bzw. die Facharbeit kann aus Sicht des Subjekts in den Dimensionen der Ausgangssituation, des Handlungsgegenstandes, der Anforderungen an die Facharbeit, der Werkzeuge, Methoden und Arbeitsorganisation und der Arbeitsergebnisse analysiert werden.
1. Einleitung: Definiert die Relevanz arbeitsbezogener Didaktik und legt die Forschungsfrage zur Untersuchung der Lernorte Betrieb und Berufsschule dar.
2. Entwicklungstendenzen beruflicher Bildung: Erläutert den Wandel in der Arbeitswelt zur prozessorientierten Arbeit und die daraus resultierende Notwendigkeit der Handlungskompetenz als Bildungsziel.
3. Der Arbeitsprozessbezug in der beruflichen Bildung: Führt den Arbeitsprozess als analytisches Konzept ein und differenziert verschiedene Lernformen wie arbeitsgebundenes und arbeitsorientiertes Lernen.
4. Forschungsfrage und methodisches Vorgehen: Formuliert die zentrale Forschungsfrage und beschreibt das methodische Vorgehen mittels Literatur-Review und qualitativer Analyse.
5. Arbeitsbezogene Lernformen: Detaillierte Untersuchung der didaktischen Ansätze am Lernort Betrieb (Kapitel 5.1) und Berufskolleg (Kapitel 5.2), insbesondere hinsichtlich Organisation und Lernaufgaben.
6. Ergebnis und Fazit: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse sowie Vergleich der beiden Lernorte, gefolgt von einer Definition der arbeitsprozessbezogenen Didaktik und einem Ausblick auf künftige Herausforderungen.
Arbeitsprozessbezogene Didaktik, Berufliche Handlungskompetenz, Duales System, Arbeits- und Lernaufgaben, Lern- und Arbeitsaufgaben, Arbeitsprozessanalyse, Kompetenzentwicklung, Betriebliches Bildungsmanagement, Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Informelles Lernen, Berufsschule, Betrieb, Kompetenzwerkst@tt, Berufsdidaktik.
Die Arbeit untersucht, wie Arbeitsprozesse in die berufliche Didaktik integriert werden können, um Auszubildende optimal auf die komplexen Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten.
Die Arbeit behandelt die Entwicklungstendenzen beruflicher Bildung, die Systematisierung verschiedener arbeitsbezogener Lernformen und die praktische Umsetzung didaktischer Konzepte in Betrieb und Schule.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der arbeitsprozessbezogenen Ansätze an den Lernorten Betrieb und Berufsschule zu identifizieren, um eine systematisierte Didaktik zu fördern.
Die Arbeit nutzt ein systematisches Literatur-Review und eine vergleichende Analyse bestehender berufspädagogischer Konzepte sowie Instrumente der Qualifikationsforschung.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen zur Kompetenzentwicklung und zum Arbeitsprozessbezug sowie die spezifische Gestaltung von Lern- und Arbeitsaufgaben an beiden Lernorten detailliert analysiert.
Zentrale Begriffe sind Handlungskompetenz, Arbeitsprozessorientierung, Arbeits- und Lernaufgaben sowie die Rolle der Lernbegleiter in Betrieb und Berufsschule.
Es dient dazu, eine stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis zu erreichen, indem nicht mehr fachsystematische Inhalte, sondern berufliche Handlungssituationen als Basis des Unterrichts fungieren.
Sie dient als strukturiertes Hilfsmittel zur Analyse und Beschreibung von Arbeitsprozessen, um die Entwicklung von Lern- und Arbeitsaufgaben methodisch zu unterstützen.
Während im Betrieb reale Arbeitsprozesse und informelles Lernen (oft arbeitsgebunden) im Fokus stehen, setzt die Berufsschule auf arbeitsorientierte Lernsituationen, die eine Simulation der Arbeitswelt ermöglichen.
Sie wandeln sich von Wissensvermittlern zu Lernprozessbegleitern, Moderatoren und Gestaltern von Lernarrangements, die den Lernprozess der Auszubildenden individuell unterstützen.
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