Bachelorarbeit, 2021
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Definition von Unterrichtsstörungen
2.1 Definition nach Rainer Winkel (1976)
2.2 Definition nach Karlheinz Biller (1989)
2.3 Definition nach Felicitas Thiel (1976)
2.4 Vergleich der vorgestellten Definitionen
3. Störungsverursacher und Arten von Unterrichtsstörungen
3.1 Aktive Störungen des Unterrichts
3.2 Passive Störungen des Unterrichts
3.3 Die schülerperspektivischen Störungen nach Lohmann
3.3.1 Erste Erscheinungsform – Verbales Störverhalten nach Lohmann
3.3.2 Zweite Erscheinungsform – Mangelnder Lerneifer nach Lohmann
3.3.3 Dritte Erscheinungsform – Motorische Unruhe nach Lohmann
3.3.4 Vierte Erscheinungsform – Aggressives Verhalten nach Lohmann
3.4 Erscheinungsformen nach Keller
3.4.1 Erste Erscheinungsform – Akustische Störungen nach Keller
3.4.2 Zweite Erscheinungsform – Motorische Störungen nach Keller
3.4.3 Dritte Erscheinungsform – Aggressionen nach Keller
3.4.4 Vierte Erscheinungsform – Geistige Abwesenheit nach Keller
3.4.5 Fünfte Erscheinungsform – Verweigerung nach Keller
3.4.6 Sechste Erscheinungsform – Verstöße gegen die Hausordnung nach Keller
3.5 Zusammenfassung
4. Die Lehrkraft als Verursacher & Externe Störungen
4.1 Die Lehrkraft als Störungsverursacher
4.1.1 Nicht aggressives Lehrerverhalten nach Wettstein und Scherzinger
4.1.2 Erste Kategorie – Unterrichtsvorbereitung und Pünktlichkeit nach Wettstein und Scherzinger
4.1.3 Zweite Kategorie – Gehalt des Unterrichts nach Wettstein und Scherzinger
4.1.4 Dritte Kategorie – Überblick und Regeln nach Wettstein und Scherzinger
4.1.5 Vierte Kategorie – Umgang mit Schülerinnen und Schülern nach Wettstein und Scherzinger
4.1.6 Fünfte Kategorie – Umgang mit Unterrichtsstörungen nach Wettstein und Scherzinger
4.2 Aggressives Lehrerverhalten – Nach Wettstein und Scherzinger
4.3 Externe Störungen
4.3.1 Erste Kategorie – Akustische Störungen
4.3.2 Zweite Kategorie – Technische Störungen
4.3.3 Dritte Kategorie – Meteorologische Störungen
4.3.4 Vierte Kategorie – Olfaktorische Störungen
4.3.5 Fünfte Kategorie – Personenbedingte Störungen
4.4 Zusammenfassung Externe Störungen
5. Zusammenfassung – Unterrichtsstörungen im Präsenzunterricht
5.1 Relevanz des digitalen Unterrichts und Ausblick
5.2 Hypothese
6. Methodische Grundlagen
6.1 Semi-Strukturiertes Experteninterview als Datenerhebungsmethode
6.1.1 Auswahl der Gesprächspartner:innen
6.1.2 Entwicklung des Fragebogens
6.1.3 Qualitative und Quantitative Aspekte der Fragenauswahl
6.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring als Auswertungsmethode des Interviews
7. Anwendung der Methodik
7.1 Auswertung des semi-strukturierten Interviews mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
7.2 Erste Oberkategorie – Definition von Unterrichtsstörungen
7.2.1 Beschreibung
7.2.2 Interpretation
7.3 Zweite Oberkategorie – Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen im digitalen Unterricht
7.3.1 Beschreibung
7.4 Erste Subkategorie – Technische Störungen
7.4.1 Beschreibung
7.4.2 Interpretation
7.5 Zweite Subkategorie – Unzureichendes Equipment, schlechte räumliche Gegebenheiten und mangelndes Verständnis der Schüler:innen
7.5.1 Beschreibung
7.5.2 Interpretation
7.6 Dritte Subkategorie – Geräuschkulisse
7.6.1 Beschreibung
7.6.2 Interpretation
7.7 Vierte Subkategorie – Unterlassene Unterrichtsbeteiligung
7.7.1 Beschreibung
7.7.2 Interpretation
7.8 Fünfte Subkategorie – Unbewusstes oder bewusstes, aktives Verhalten
7.8.1 Beschreibung
7.8.2 Interpretation
7.9 Dritte Oberkategorie – Verursacher der Unterrichtsstörungen
7.9.1 Beschreibung
7.10 Subkategorie – Die Lehrkraft, Die Schülerschaft, Externe Störungen
7.10.1 Beschreibung
7.10.2 Interpretation
7.11 Limitationen der Untersuchung
8. Fazit und Relevanz für Forschung und Praxis
Die Arbeit untersucht, inwiefern sich Unterrichtsstörungen im digitalen Unterricht von solchen im Präsenzunterricht unterscheiden. Ziel ist es, durch Experteninterviews Erkenntnisse über Erscheinungsformen und Verursacher im digitalen Raum zu gewinnen, um die pädagogische Handlungsfähigkeit in virtuellen Lernumgebungen zu verbessern.
Die Lehrkraft als Störungsverursacher
Dass auch eine Lehrkraft den Unterricht stören kann, erscheint zunächst fremd, da dem Lehrpersonal die Rolle des Vorbildes zugesprochen wird (Bär, 2015, 10). Im Folgenden wird jedoch aufgezeigt, dass auch der Lehrkörper für eine Unterbrechung der Lernatmosphäre verantwortlich sein kann. Der nächste Abschnitt orientiert sich an dem Werk „Unterrichtsstörungen verstehen und wirksam vorbeugen“, veröffentlicht im Jahr 2018 von Alexander Wettstein und Marion Scherzinger. Der Autor und die Autorin unterteilen von der Lehrkraft verursachte Unterrichtsstörungen in aggressive und nicht aggressive Formen (Scherzinger & Wettstein, 2018, 25-26).
1. Einleitung: Stellt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit dar, motiviert durch den durch die Pandemie forcierten Wechsel zum digitalen Unterricht.
2. Definition von Unterrichtsstörungen: Vergleicht verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Unterrichtsstörungen und erörtert deren Anwendbarkeit.
3. Störungsverursacher und Arten von Unterrichtsstörungen: Klassifiziert Unterrichtsstörungen in aktiv/passiv und stellt Modelle von Lohmann und Keller vor.
4. Die Lehrkraft als Verursacher & Externe Störungen: Erweitert die Störungsperspektive um die Rolle der Lehrkraft sowie äußere, nicht schülerzentrierte Einflussfaktoren.
5. Zusammenfassung – Unterrichtsstörungen im Präsenzunterricht: Fasst die Erkenntnisse des Präsenzunterrichts zusammen und leitet auf das digitale Umfeld über.
6. Methodische Grundlagen: Beschreibt die Wahl des leitfadengestützten Experteninterviews und die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
7. Anwendung der Methodik: Analysiert und interpretiert die Ergebnisse der Experteninterviews in Bezug auf Definitionen, Störungsformen und Verursacher im digitalen Raum.
8. Fazit und Relevanz für Forschung und Praxis: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Implikationen für die pädagogische Theorie und Praxis ab.
Unterrichtsstörungen, Digitaler Unterricht, Präsenzunterricht, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehr-Lern-Situation, Störungsverursacher, Technisches Equipment, Lernatmosphäre, Klassenführung, Homeschooling, Schülerverhalten, Fernunterricht, Pädagogik, Disziplinmanagement.
Die Arbeit untersucht die Unterschiede zwischen Unterrichtsstörungen im digitalen Raum im Vergleich zum klassischen Präsenzunterricht an Schulen.
Neben der Definition von Unterrichtsstörungen werden Kategorisierungen von Störverhalten, verschiedene Verursachergruppen und die Besonderheiten des digitalen Lernumfeldes thematisiert.
Das Ziel ist es, durch Experteninterviews mit Lehrkräften herauszufinden, welche spezifischen Störarten im digitalen Unterricht auftreten und wie diese sich von Störungen im Präsenzunterricht abgrenzen.
Die Autor verwendet semi-strukturierte Experteninterviews, deren Ergebnisse anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen und Klassifizierungen (Lohmann, Keller, etc.) dargelegt als auch die empirische Anwendung durch die Expertenbefragung zur Identifikation von Störungen im digitalen Unterricht.
Die Arbeit verknüpft etablierte erziehungswissenschaftliche Theorien zum Disziplinmanagement mit den neuen Herausforderungen, die durch die kurzfristige Digitalisierung während der Corona-Pandemie entstanden sind.
Technische Probleme, wie Netzwerkinstabilitäten oder der Umgang mit neuen Softwares, wurden von den befragten Lehrkräften als eine der häufigsten und schwerwiegendsten Störursachen im digitalen Unterricht identifiziert.
Die Arbeit thematisiert das Phänomen der „Scheinanwesenheit“, bei der Schüler:innen zwar in den Tools als online angezeigt werden, sich aber tatsächlich nicht vor dem Gerät befinden oder nicht reagieren.
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