Examensarbeit, 2008
34 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Darstellung und Begründung des Konzepts
2.1 Wurzeln und Bedeutung des Begriffs Portfolio
2.1.1 Historische Anknüpfung
2.1.2 Theoretische Anknüpfung
2.1.3 Portfolio-Konzepte
2.2 Eigenreflexionsfähigkeit
2.3 Begründungen
2.3.1 Begründung durch die Richtlinien
2.3.2 Begründung durch die Lehrerfunktionen
2.3.3 Begründung für die Wahl des Portfoliokonzepts
3 Pädagogische Bedingungsfeldanalyse
3.1 Bedingungsfeld der Schule
3.2 Bedingungsfeld der Klasse
3.3 Voraussetzungen der Lehrkraft
4 Ziele und Durchführung des Konzepts
4.1 Ziele und Schwerpunkte
4.1.1 Ziele
4.1.2 Schwerpunkte
4.2 Durchführung
4.2.1 Allgemeine Hinweise
4.2.2 Strukturierung und Darstellung des Konzepts
4.3 Verwendete Materialien
5 Evaluation und Reflexion des Konzepts
5.1 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Ziele
5.2 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Schülerinnen und Schüler
5.3 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Lehrerfunktionen
6 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern einer 3. Klasse durch die Durchführung und Evaluation eines Lernentwicklungsportfolios. Es wird untersucht, wie Schüler befähigt werden können, ihren eigenen Lernprozess aktiv wahrzunehmen, zu bewerten und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.
2.1.1 Historische Anknüpfung
Nach Thomas Häcker lassen sich grundlegende Merkmale und Prinzipien des Portfoliokonzepts bereits in der Reformpädagogik ausmachen, die ebenfalls einen Fokus auf das selbstständige Lernen und der Entwicklung, die Kompetenzen und Fortschritte der Lernenden gelegt hat. Er verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf die „Arbeitsmappen“ Fritz Karsens (1885 – 1951), das „olivgrüne Heft“ in der Odenwaldschule (École d´Humanité) und die „Jahresarbeiten“ an Waldorfschulen.
Ulrich Hecker sieht die Wurzeln der Portfolioarbeit zudem bei Johann Heinrich Pestalozzi („Lernen mit Kopf, Herz und Hand“), Martin Wagenschein („Intensität statt straffer Flüchtigkeit“), Célistin Freinet („Den Kindern das Wort geben“) und Erik Erikson („Identität“ und „Werksinn“).
In der US-amerikanischen Portfolioliteratur finden sich hingegen keine historischen Bezüge.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit eines Blickrichtungswechsels bei Grundschulkindern, um sie von einer notenfixierten Einstellung hin zu aktivem, eigenverantwortlichem Lernen zu führen.
2 Theoretische Darstellung und Begründung des Konzepts: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln und Konzepte der Portfolioarbeit, definiert Eigenreflexionsfähigkeit und begründet die Anwendung des Konzepts durch geltende Richtlinien und Lehrerfunktionen.
3 Pädagogische Bedingungsfeldanalyse: Es erfolgt eine Analyse des spezifischen schulischen Umfelds, der Lerngruppe sowie der Voraussetzungen der Lehrkraft für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens.
4 Ziele und Durchführung des Konzepts: Dieses Kapitel definiert die Lernziele, stellt den praktischen Ablauf der 9-teiligen Portfolioeinheiten dar und beschreibt die verwendeten Materialien.
5 Evaluation und Reflexion des Konzepts: Die Ergebnisse werden hinsichtlich der gesetzten Ziele, der Schülerentwicklung und der Lehrerfunktionen kritisch evaluiert.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst den Erfolg bei der Anbahnung der Eigenreflexion zusammen und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Konzepts im Schulalltag.
Lernentwicklungsportfolio, Eigenreflexionsfähigkeit, Grundschule, Selbstkonzept, Leistungsbeurteilung, Kompetenzorientierung, Selbsteinschätzung, Selbststeuerung, Pädagogische Diagnostik, Lernkultur, Reflexion, 3. Klasse, Portfolioarbeit, Lernprozess, Schüleraktivierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung eines Lernentwicklungsportfolios in einer 3. Klasse, um die Eigenreflexionsfähigkeit der Kinder zu fördern.
Die Themen umfassen die theoretische Fundierung von Portfolioarbeit, die Bedeutung der Selbstreflexion, die pädagogische Planung und die praktische Evaluation eines solchen Konzepts.
Das Hauptziel ist die Anbahnung und Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern, damit diese zu aktiven und eigenverantwortlichen Lernern werden.
Es wurde eine praxisorientierte pädagogische Untersuchung durchgeführt, die eine Bedingungsfeldanalyse sowie eine formative Evaluation mittels Beobachtungen, Gesprächen und Fragebögen beinhaltet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Analyse der Rahmenbedingungen, die detaillierte Darstellung der durchgeführten Portfolioeinheiten und die abschließende Evaluation.
Wichtige Begriffe sind Lernentwicklungsportfolio, Eigenreflexionsfähigkeit, Kompetenzorientierung, Selbsteinschätzung und Selbststeuerung.
Viele Kinder fixieren sich zu stark auf Noten. Ein Blickrichtungswechsel ist nötig, damit sie ihre eigene Rolle im individuellen Lernprozess erkennen und Verantwortung für ihren Lernerfolg übernehmen.
Das Portfolio ermöglicht eine selbstbestimmte Leistungsdarstellung statt einer bloßen, punktuellen fremdbestimmten Leistungsfeststellung und fördert die intrinsische Motivation.
Die für die Portfolioarbeit notwendige Eigenreflexionsfähigkeit war bei den Kindern zu Beginn nicht ausgeprägt, da sie mit Methoden wie Selbsteinschätzungsbögen noch nicht vertraut waren.
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