Bachelorarbeit, 2015
117 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Systematische Literaturrecherche
2 Resilienz
2.1 Vorläufer und verwandte Forschungsgebiete
2.1.1 Bindungstheorie
2.1.2 Salutogenese
2.1.3 Coping
2.2 Resilienzforschung
2.2.1 Pioniere der Resilienzforschung
2.2.2 Aktueller Forschungsstand
2.2.3 Resilienzbegriff und Resilienzdebatte
3 Resilienzförderung
3.1 Grundlagen der Resilienzförderung
3.2 Vorschulische Rersilienzförderung
3.2.1 Resilienzförderung in der frühen Kindheit
3.2.2 Resilienzförderung in Kita, Kindergarten und Vorschule
4 Methoden zur Resilienzförderung in der Schule
4.1 Schulischer Bildungsauftrag
4.2 Beispiele resilienzfördernder Methoden in der Schule
4.3 Service-Learning/Lernen-durch-Engagement
4.4 Prävention und Resilienzförderung in Grundschulen – PRiGS
5 Kompetenzen zur Resilienzförderung in der Schule
5.1 Schule als Risiko- oder Schutzfaktor
5.2 Lehrerkompetenzen
5.3 Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs
6 Resümee
Diese Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten der Resilienzförderung im schulischen Kontext mit dem Ziel, Lehrkräfte und Bezugspersonen für die seelische Widerstandskraft von Kindern zu sensibilisieren und geeignete Methoden sowie notwendige Lehrerkompetenzen darzustellen, um resilienzfördernden Unterricht zu gestalten.
2.1.1 Bindungstheorie
Die Bindungstheorie ist für das Thema dieser Arbeit wichtig, weil sie aufzeigt, wie und in welcher Weise eine sichere Eltern-Kind-Bindung entsteht. Eine sichere Eltern-Kind-Bindung gilt als wesentlicher Schutzfaktor für die weitere Entwicklung des Kindes (Fingerle, 2011; Suess, 2007). Für die frühe Kindheit ist eine solche verlässliche Beziehungsstruktur, die von Sicherheit, Unterstützung und der Möglichkeit zur Erkundung der Umwelt geprägt ist, sogar die wesentlichste psychosoziale Ressource für eine positive Entwicklung (Fingerle, 2011).
„Längsschnittuntersuchungen bei [...] Kindern haben gezeigt, dass die frühe sozial-emotionale Bindung des Kindes einen wichtigen Pfeiler für seine soziale und seine Selbstwertentwicklung darstellt“ (Rauh, 2008, S. 181). Sie entsteht durch eine große Anzahl von überwiegend positiven Interaktionen zwischen Eltern und Kind. Die Bindungstheorie zeigt aber auch detailliert die elterlichen Verhaltensweisen, unter denen unsichere Bindungsstrategien vom Kind entwickelt werden. John Bowlby gilt als der Begründer der Bindungstheorie (Bowlby, 1988). In einem von Mary Ainsworth, einer Mitarbeiterin von John Bowlby, entwickelten Test wird unter Laborbedingungen eine klare Abfolge von Trennungs- und Wiedervereinigungs-Sequenzen zwischen Kindern und deren Bindungspersonen (meist der Mütter) inszeniert. Je nach der Qualität der Erfahrungen mit ihrer jeweiligen Bindungsperson entwickeln die Kinder einen von vier Bindungstypen (Bowlby, 2008).
Systematische Literaturrecherche: Beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Literatursuche mittels verschiedener Datenbanken und Suchportale sowie die angewandten Suchstrategien.
Resilienz: Führt in den Begriff der Resilienz ein, beleuchtet verwandte Forschungsgebiete wie Bindungstheorie und Salutogenese und stellt die Entwicklung der Resilienzforschung in verschiedenen Wellen dar.
Resilienzförderung: Erläutert die Grundlagen der Resilienzförderung und beleuchtet präventive Ansätze sowohl in der vorschulischen Phase als auch in Kita und Kindergarten.
Methoden zur Resilienzförderung in der Schule: Analysiert den schulischen Bildungsauftrag und stellt spezifische Methoden wie Service-Learning und das Programm PRiGS vor.
Kompetenzen zur Resilienzförderung in der Schule: Untersucht die Schule als Schutz- oder Risikofaktor und definiert notwendige Lehrerkompetenzen sowie Wege zu deren Erwerb.
Resümee: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die zentralen Forschungsfragen.
Resilienz, Resilienzförderung, Schule, Lehrerkompetenzen, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Service-Learning, Prävention, Bindungstheorie, Coping, Salutogenese, Schulkultur, pädagogisches Handeln.
Die Arbeit befasst sich mit der Resilienz von Kindern im schulischen Kontext und untersucht, wie pädagogisches Handeln und spezifische Maßnahmen dazu beitragen können, die psychische Widerstandskraft zu stärken.
Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Resilienzforschung, präventive Programme in Kita und Schule sowie die Rolle von Lehrerkompetenzen für einen resilienzfördernden Unterricht.
Das Ziel ist die Beantwortung zweier Schlüsselfragen: Welche Methoden zur Resilienzförderung sind in der Schule erfolgreich anwendbar und welche Kompetenzen müssen Lehrer besitzen, um einen solchen Unterricht zu gestalten?
Die Arbeit ist eine literaturbasierte Analyse. Sie basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, die aktuelle Forschungsergebnisse und Studien aus den Bereichen Pädagogik und Psychologie auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verankerung der Resilienz, die Darstellung verschiedener Interventionsprogramme (wie Service-Learning oder PRiGS) sowie die Analyse der Schule als Lernort und der notwendigen Kompetenzen des Lehrpersonals.
Zu den zentralen Begriffen zählen Resilienz, Prävention, schulische Bildungsaufträge, Schutzfaktoren, Lehrerkompetenzen und Service-Learning.
Ein positives, wertschätzendes Schulklima und eine resilienzfördernde Schulkultur fungieren als wichtiger Schutzfaktor, da sie das Zugehörigkeitsgefühl stärken und Kindern die Möglichkeit bieten, soziale Unterstützung zu erfahren.
Die Lehrperson ist durch ihre Beziehungsqualität zur Schülerschaft sowie durch ihr Vorbildverhalten und ihre Fähigkeit zur Gestaltung entwicklungsfördernder Unterrichtsprozesse maßgeblich für die Stärkung der psychischen Widerstandskraft der Kinder verantwortlich.
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