Examensarbeit, 2021
142 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen zum Thema Mobbing in der Grundschule
2.1 Zum Begriff Mobbing
2.2 Die Erscheinungsformen im Kontext von Schule
2.3 Abgrenzung Mobbing gegenüber anderen Verhaltensformen
2.4 Entstehungsbedingungen
2.4.1 Personenbezogene Aspekte
2.4.2 Einfluss der Familie
2.4.3 Faktoren des schulischen Umfeldes
2.4.4 Gegebenheiten im Hort
2.5 Folgen von Mobbing
2.6 Möglichkeiten der Prävention und Intervention
3 Mobbingverhalten als Ausdruck unzureichender sozialer Kompetenzen
3.1 Das Konstrukt der sozialen Kompetenz
3.2 Die Bedeutung von Peer-Beziehungen
3.3 Die Förderung sozialer Kompetenzen als Aufgabe der Schule
3.4 Soziale Kompetenzen von mobbinginvolvierten Kindern
4 Erhebungsmethoden
5 Empirische Untersuchung
5.1 Darstellung und Begründung der Forschungsmethode
5.2 Vorbereitung und Durchführung der Interviews
5.2.1 Interviewleitfaden
5.2.2 Bedingungshintergrund der Interviews
5.2.3 Stichprobenbeschreibung
5.3 Aufbereitung und Auswertung der Interviews
5.3.1 Transkriptionsregeln
5.3.2 qualitative Inhaltsanalyse
5.3.3 Das Kategoriensystem des Lehrerin- und Erzieherininterviews mit anschließender Analyse
5.3.4 Das Kategoriensystem des SchülerInneninterviews mit anschließender Analyse
5.4 Zusammenfassung und Interpretation der Interviewergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Auftreten von Mobbing in der frühen Grundschulphase zu untersuchen und dabei sowohl den schulischen als auch den Hortkontext zu berücksichtigen, um Präventionsanforderungen abzuleiten.
2.3 Abgrenzung Mobbing gegenüber anderen Verhaltensformen
Im Alltag ist es nicht immer leicht, Mobbingsituationen zu erkennen, da diese Ähnlichkeiten mit anderen Verhaltensformen aufweisen können. So gibt es Parallelen zum aggressiven Verhalten, indem dieses wie Bullying ebenfalls die Absicht impliziert, der betroffenen Person Schaden zuzufügen oder es zumindest zu versuchen. Allerdings geht Mobbing immer mit einem Machtungleichgewicht und einem wiederholten Handeln einher. So kann es zwar in Verbindung mit einem aggressiven Verhalten auftreten, steht aber nicht in einem unweigerlichen Zusammenhang damit. Folglich werden Handlungen, die andere absichtsvoll schädigen, aber die genannten weiteren Merkmale von Bullying nicht aufweisen, als aggressive Auseinandersetzungen gewertet.
Ähnlich wie aggressives Verhalten wird auch der Begriff Gewalt mit Mobbing oft synonym verwendet. Deren Definition ist dabei vom jeweiligen Kulturkreis abhängig. Die WHO (2003) beschreibt Gewalt als intendierten Gebrauch körperlichen Zwangs oder Macht, die entweder angedroht oder tatsächlich gegenüber sich selbst, einer oder mehrerer Personen umgesetzt wird. Die Definition impliziert ein bestehendes Machtungleichverhältnis zwischen TäterIn und Opfer und umfasst neben tatsächlich umgesetzten, körperlichen Angriffe auch Drohungen. Im Gegensatz zum Mobbing unterscheiden sich gewalttätige Akte aber dadurch, dass sie keiner Wiederholung bedingen und zwischen Personen auftreten können, die in keinem sozialen Verhältnis zueinander stehen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Prävalenz von Mobbing und begründet die Fokussierung der Arbeit auf den Primarbereich sowie die Anwendung qualitativer Interviews zur Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen zum Thema Mobbing in der Grundschule: Dieses Kapitel definiert Mobbing, grenzt es von anderen Verhaltensweisen ab, analysiert Entstehungsbedingungen (personenbezogen, familiär, schulisch, Hort) und erläutert Präventions- sowie Interventionsmöglichkeiten.
3 Mobbingverhalten als Ausdruck unzureichender sozialer Kompetenzen: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Entwicklung sozialer Kompetenzen, Peer-Beziehungen und dem Auftreten von Mobbing untersucht, inklusive spezifischer Rollen bei mobbinginvolvierten Kindern.
4 Erhebungsmethoden: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Verfahren zur Erfassung von Mobbingprozessen, wie Selbstberichte, Interviews und Beobachtungen.
5 Empirische Untersuchung: Kapitel 5 dokumentiert das methodische Vorgehen, die Durchführung der Interviews, die Entwicklung des Kategoriensystems und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die methodischen Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis ab.
Mobbing, Bullying, Grundschule, Hort, soziale Kompetenz, Peer-Beziehungen, Prävention, Intervention, Viktimisierung, Täter-Opfer-Probleme, qualitative Inhaltsanalyse, Grundschulkinder, Konfliktlösung, Schulklima, Erziehung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing an Grundschulen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Anfang der Grundschulzeit und dem Vergleich zwischen Schul- und Hortkontext liegt.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung von Mobbing, die Entstehungsbedingungen im sozialen Umfeld, die Rolle sozialer Kompetenzen und die Möglichkeiten pädagogischer Prävention.
Das Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Mobbing bereits in der frühen Grundschulphase auftritt und welche Anforderungen sich daraus für eine effektive Prävention ergeben.
Es handelt sich um eine empirische Untersuchung mit qualitativer Methodik, bei der problemzentrierte Einzelinterviews mit Lehrkräften, ErzieherInnen und Kindern einer zweiten Klasse durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Klärung der Begriffe und Entstehungsbedingungen sowie einen empirischen Teil, der die konkrete Befragung und die Auswertung der Interviewergebnisse darstellt.
Wichtige Begriffe sind Mobbing, Bullying, soziale Kompetenz, Prävention, Viktimisierung und der Hortkontext als spezifischer Lebensbereich der Kinder.
Mobbing erfordert zwingend eine Wiederholung der Handlungen über einen längeren Zeitraum sowie ein Machtungleichgewicht, bei dem sich das Opfer nicht erfolgreich wehren kann.
Die Untersuchung zeigt, dass der Hort ein wichtiges soziales Setting darstellt, das aufgrund seiner heterogenen oder homogenen Gruppenzusammensetzung das Mobbinggeschehen beeinflussen kann, bisher aber oft nicht gezielt in Präventionskonzepte einbezogen wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

