Examensarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Altersgerechte Entwicklung und Gesundheit als gesellschaftliche Norm und Leistung
2.1 Das allgemeine Verständnis von Gesundheit
2.2 Altersgerechte Entwicklung und Gesundheit von Kindern aus Sicht der Medizin
2.3 Der Kinderkörper in der Kindheitsforschung
2.3.1 Der gesundheitsrelevante Faktor Ernährung im Spannungsverhältnis von Energie- und Symbolkörper
2.3.2 Die Bedeutung des gesundheitsrelevanten Faktors körperliche Bewegung im Kinderalltag
3. Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
3.1 Ernährung
3.2 Körperliche Bewegung
4. Die Lebenswelt Schule
5. Fragestellung, Methode und Design
5.1 Fragestellung
5.2 Forschungsmethode und Design
6. Ergebnisse und Diskussion
6.1 Der Gesundheitsfaktor Ernährung im Schulalltag
6.2 Der Gesundheitsfaktor Bewegung im Schulalltag
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht pädagogische Möglichkeiten zur Förderung der gesundheitlichen Entwicklung von Grundschulkindern mit besonderem Fokus auf die Faktoren Ernährung und körperliche Aktivität. Basierend auf den Ergebnissen der KiGGS-Studie und sechs Experteninterviews mit Grundschullehrerinnen wird analysiert, wie diese Faktoren im Unterricht und Schulalltag integriert werden können.
2.1 Das allgemeine Verständnis von Gesundheit
Gemessen an den epidemiologischen Routinedaten, wie meldepflichtige Infektionskrankheiten und Kindersterblichkeit, können Kinder in Deutschland weitestgehend als gesund eingestuft werden. Im Sinne dieser „klassischen“ Gesundheitsindikatoren hat sich die gesundheitliche Lage der Kinder sehr günstig entwickelt. Infektionskrankheiten und Kindersterblichkeit sind statistisch kaum noch von Bedeutung. (Vgl. Hurrelmann et al. 2003)
Das allgemeine Verständnis von Gesundheit definiert sich aber nicht allein über statistische Daten von Morbidität, Mortalität und medizinischer Grundversorgung der Bevölkerung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert: Health is „characterized not merely by ’absence of disease or infirmity’ but also by a ‘state of complete physical, moral and social well-being‘”. (WHO 1947/48, S. 4) Im Sinne dieser Definition von Gesundheit sind für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Gesundheitsentwicklung einer Person nicht nur somatische Indikatoren wie Krankheit oder Lebenserwartung von Bedeutung, sondern auch deren subjektives Wohlbefinden: wie sich diese Person fühlt, wie sie mit ihrem Alltag zurechtkommt, wie ihre Kontakte zu anderen Menschen sind. Damit wird die physische Wahrnehmung von Gesundheit um eine psychische und soziale Dimension erweitert. Dieses erweiterte Verständnis von Gesundheit wird auch mit dem Begriff subjektive Gesundheit bzw. subjektives Wohlbefinden beschrieben.
Legt man dieses erweiterte Verständnis von Gesundheit zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Kindern in Deutschland zugrunde, ergibt sich ein anderes Bild. Denn nur auf den ersten Blick erscheinen Kinder als die gesündeste Bevölkerungsgruppe.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung gesundheitlicher Entwicklung bei Kindern und die Rolle von Bildungsinstitutionen bei der Förderung präventiver Maßnahmen.
2. Altersgerechte Entwicklung und Gesundheit als gesellschaftliche Norm und Leistung: Dieses Kapitel erläutert den Wandel des Gesundheitsbegriffs und die medizinischen sowie soziologischen Konstruktionen von „normaler“ kindlicher Entwicklung.
3. Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Es werden die zentralen Ergebnisse der KiGGS-Studie zu Ernährung und körperlicher Aktivität analysiert und in den Kontext von Gesundheitsbeeinträchtigungen gesetzt.
4. Die Lebenswelt Schule: Die Schule wird als wichtiger sozialer Lebensraum betrachtet, in dem neben Wissen auch Kompetenzen zur Lebensbewältigung vermittelt werden.
5. Fragestellung, Methode und Design: Die Autorin präzisiert die Forschungsfragen zur pädagogischen Förderung und beschreibt das Design der qualitativen Experteninterviews.
6. Ergebnisse und Diskussion: Basierend auf den geführten Interviews werden pädagogische Möglichkeiten und Grenzen bei der Umsetzung von Ernährungsprojekten und Bewegungsaktivitäten diskutiert.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der aktuellen schulischen Rahmenbedingungen und unterstreicht die Notwendigkeit einer konsequenteren Integration gesundheitsfördernder Maßnahmen.
Gesundheitsentwicklung, Ernährung, körperliche Aktivität, KiGGS-Studie, Grundschule, pädagogische Möglichkeiten, Gesundheitsförderung, Experteninterviews, Lebenswelt Schule, Bewegungsverhalten, Prävention, Kindheitsforschung, Ernährungsverhalten, Sozialisation.
Die Hausarbeit untersucht, wie Lehrer an Grundschulen die Gesundheitsentwicklung von Kindern, insbesondere durch die Faktoren Ernährung und körperliche Bewegung, unterstützen können.
Die Themen umfassen die Definition von Gesundheit im Kindesalter, moderne Kindheitsforschung, Ergebnisse der KiGGS-Studie sowie die praktische Umsetzung von Gesundheitsförderung im schulischen Kontext.
Ziel ist es, pädagogische Möglichkeiten zu identifizieren, die Grundschullehrer nutzen können, um Ernährung und Bewegung bei Schülern positiv zu beeinflussen und weiterzuentwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form von sechs Experteninterviews mit Grundschullehrerinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der KiGGS-Daten, die Beschreibung der schulischen Lebenswelt sowie die Darstellung und Diskussion der Experteninterviews.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gesundheitsentwicklung, Ernährung, körperliche Aktivität, Grundschule, Prävention, Kindheitsforschung und pädagogische Handlungsmöglichkeiten.
Die Schule ist für Kinder ein langjähriger, zentraler Lebensraum, in dem nicht nur Wissen, sondern auch soziale und verhaltensbezogene Kompetenzen für die Entwicklung und Lebensführung vermittelt werden.
Die Autorin betont, dass eine erfolgreiche Gesundheitsförderung nur in intensiver Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen kann, da diese die entscheidenden Weichen für das tägliche Verhalten der Kinder stellen.
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