Bachelorarbeit, 2021
104 Seiten, Note: 1,3
1. Die Relevanz des Schreibens
2. Schreiben in der Grundschule
2.1 Schreibentwicklung von Schülerinnen und Schülern
2.2 Kreatives Schreiben und dessen Bedeutung für die Schreibentwicklung
2.3 Kompetenzerwartungen in den deutschen Bildungsstandards und im Lehrplan des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Bereich „Schreiben“
2.4 Heutiger Forschungsstand
3. Die Schreibwerkstatt als Methode des Kreativen Schreibens
4. Schreibmotivation und die kindliche Kreativität
4.1 (Schreib-)Motivation in der Grundschule
4.2 (Kindliche) Kreativität
5. Empirische Analyse der Schreibwerkstatt in der Grundschule
5.1 Studienteilnehmer
5.2 Aufbau und Durchführung der Schreibwerkstatt
5.3 Vorstellung der Evaluationsmethoden
5.4 Auswertung der Fragebögen
5.5 Auswertung der Beobachtungen
5.6 Auswertung der Schülertexte
5.7 Limitationen der Studie
6. Zusammenfassung der Studie
7. Literaturverzeichnis
8. Abbildungen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Implementierung einer Schreibwerkstatt als Methode des Kreativen Schreibens die Schreibmotivation von Schülerinnen und Schülern in der vierten Jahrgangsstufe positiv beeinflussen und fördern kann.
3. Die Schreibwerkstatt als Methode des Kreativen Schreibens
In den vorangegangenen Kapiteln wurde die hohe Relevanz des Kreativen Schreibens für die Schreibentwicklung und -motivation gezeigt. Nun stellt sich die Frage: Wie lassen sich die Anforderungen des Kreativen Schreibens in den Regelunterricht eingliedern?
Im folgenden Kapitel soll die Methode der Schreibwerkstatt als eine Umsetzungs-möglichkeit des Kreativen Schreibens im Schulunterricht näher erläutert werden.
„Methoden erschließen Themen und Sachverhalte und helfen Probleme zu lösen. Daher erleichtert [die] Methodenkompetenz Lehrern und Schülern das Unterrichten und Lernen, ja macht dieses konkret“ (Böttcher 2013b: 22).
Auf diese Weise definiert Böttcher eine unterrichtliche Methode und betont, dass es vielfältige Methoden für das Planen, Formulieren und Überarbeiten von Texten benötigt (vgl. Böttcher 2013b: 22). Schreibmethoden fördern und stärken die Schreibmotivation und können manchen SuS beim Verfassen eigener Texte die sog. „Angst vor dem leeren Blatt“ nehmen (vgl. Böttcher 2013b: 22). Dabei lassen sich fast alle Methoden, welche sich für das Kreative Schreiben eignen, für jedes Schreiberalter verwenden, sodass sie oft universell einsetzbar sind (vgl. Böttcher 2013b: 22). Diese Methoden sollen durch ihre Ungewöhnlichkeit, Faszination, Fantasie und Stimulation eine erwartungsvolle und neugierige Schreibhaltung bei den SuS hervorrufen (vgl. Böttcher 2013b: 22). So sollen möglichst ganzheitliche, sinnhafte und individuelle Lernerfahrungen geboten werden, sodass ein Abtauchen in andere Wirklichkeiten und Perspektiven ermöglicht wird (vgl. Böttcher 2013b: 22). Schreibmethoden unterstützen das kooperative Lernen und begünstigen ein positives Lernklima (vgl. Böttcher 2013b: 23). Die Methoden bieten ideale Lernchancen für alle SuS, da jeder auf seinem Fähigkeitslevel schreiben kann und alle geschriebenen Texte gleich viel wert sind, egal von wem sie geschrieben wurden. Jeder Schüler und jede Schülerin kann den eigenen Schreibprozess und das Schreibprodukt individuell bestimmen, sodass eine innere Differenzierung möglich wird (vgl. Böttcher 2013b: 23).
1. Die Relevanz des Schreibens: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung der Schrift für das persönliche und berufliche Leben und beleuchtet die aktuelle Problematik sinkender Schreibmotivation bei Schülerinnen und Schülern.
2. Schreiben in der Grundschule: Es werden Grundlagen der Schreibkompetenz, der Schriftspracherwerb sowie spezifische Schreibentwicklungsmodelle (u.a. von Bereiter, Böttcher und Becker-Mrotzek) vorgestellt.
3. Die Schreibwerkstatt als Methode des Kreativen Schreibens: Das Kapitel definiert die Schreibwerkstatt als pädagogisches Konzept, das den Schreibprozess, die individuelle Förderung und die Schreibfreude ins Zentrum stellt.
4. Schreibmotivation und die kindliche Kreativität: Theoretische Hintergründe zur Motivation, insbesondere im Hinblick auf intrinsische Faktoren, werden mit Aspekten der Kreativitätsentwicklung verknüpft.
5. Empirische Analyse der Schreibwerkstatt in der Grundschule: Dieses zentrale Kapitel dokumentiert die durchgeführte Längsschnittstudie, deren Evaluationsmethoden (Fragebögen, Beobachtungen, Auswertung der Schülertexte) sowie die erzielten Ergebnisse.
6. Zusammenfassung der Studie: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung werden zusammengeführt und mit den theoretischen Ausgangspunkten der Arbeit reflektiert.
Schreibmotivation, Kreatives Schreiben, Schreibwerkstatt, Grundschule, Schreibentwicklung, Schreibkompetenz, Intrinsische Motivation, Kreativität, Schülerorientierung, Schreibprozess, Quantitative Studie, Schreibanlässe, Methodenkompetenz, Schreibfreude, Längsschnittstudie.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Schreibmotivation von Grundschulkindern in der vierten Klasse durch den Einsatz der Schreibwerkstatt als Methode des Kreativen Schreibens.
Die zentralen Felder sind Schreibentwicklung im Grundschulalter, die didaktische Einordnung von Kreativem Schreiben sowie die empirische Untersuchung von Motivationsfaktoren beim Schreiben.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, ob durch eine gezielt aufgebaute Schreibwerkstatt die Schreibmotivation der Kinder der vierten Jahrgangsstufe gesteigert werden kann.
Es handelt sich um eine quantitative Längsschnittstudie, die Daten durch strukturierte Fragebögen (Vorher-Nachher-Vergleich), wöchentliche Beobachtungen und die Analyse von Schülertexten erhebt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Schreibkompetenz und Schreibwerkstätten, die Darstellung der Motivationstheorie sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten aus zwei vierten Klassen.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Schreibmotivation, Kreatives Schreiben, Schreibwerkstatt, Schreibentwicklung und empirische Grundschulforschung definieren.
Im Gegensatz zum Frontalunterricht ermöglicht die Schreibwerkstatt den Kindern selbstbestimmtes, zeitlich flexibles Arbeiten an eigenen Geschichten, wobei der Fokus auf dem Schreibprozess und nicht auf der Bewertung des Produkts liegt.
Die Pandemie stellte eine Limitation dar, da sie durch Schulschließungen, Abstandsregeln und Unterrichtsausfälle die Zeitressourcen für die Schreibwerkstatt und die Möglichkeiten des kooperativen Schreibens signifikant einschränkte.
Es konnte festgestellt werden, dass sich die extrinsische Motivation zu Beginn der Studie (z.B. durch Materialverbrauch) mit zunehmender Dauer in eine intrinsische Schreibmotivation wandelte, was sich in längeren und inhaltlich eigenständigeren Texten manifestierte.
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