Masterarbeit, 2022
78 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition Lernort
2.1 Lernort Schule
2.2 Außerschulische Lernorte
2.2.1 Außerschulische Lernorte ohne Bildungsangebote
2.2.2 Außerschulische Lernorte mit Bildungsangeboten
2.3 Lernort Museum - Aufgaben
2.4. Außerschulische Lernorte im Kerncurriculum
3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
3.1 Vorbereitung
3.2 Durchführung
3.3 Nachbereitung
4. Potenziale und Herausforderungen außerschulischer Lernorte
4.1 Chancen
4.1.1 Primärerfahrungen
4.1.2 Lebensnähe
4.1.3 Lernen mit allen Sinnen
4.1.4 Fächerübergreifendes Lernen
4.1.5 Sozialkompetenz
4.1.6 Problemlösendes Aufbauen
4.2 Herausforderungen
4.2.1 Organisatorische Herausforderungen
4.2.2 Leistungsbeurteilung
4.2.3 Kognitive Überforderung
4.2.4 Sozialkompetenz
4.2.5 Fehlendes Engagement
5. Empirische Forschung
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Auswertung und Interpretation der Expert:inneninterviews (Chancen)
5.2.1 Sozialkompetenz
5.2.2 Fächerübergreifendes Lernen
5.2.3 Originale Begegnung
5.2.4 Lebensnähe
5.2.5 Lernen mit allen Sinnen
5.3 Auswertung und Interpretation der Expert:inneninterviews
5.3.1 Zeitmangel
5.3.2 Organisatorische Herausforderungen
5.3.3. Sozialkompetenz
5.3.4 Fehlendes Engagement
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Herausforderungen, die mit der Integration von Museen als außerschulische Lernorte in den traditionellen Schulunterricht verbunden sind, um deren pädagogischen Mehrwert zu evaluieren und die Bedeutung im Rahmen des Kerncurriculums zu bestimmen.
2.2.1 Außerschulische Lernorte ohne Bildungsangebote
Außerschulische Lernorte ohne pädagogisch aufgearbeitetes Bildungsangebot, die im Grunde keine Bildungsfunktion innehaben, sind überall in der Umgebung der Schule und anderswo aufzufinden. Diese sind zumeist in der Natur vorhandene Orte oder zu bestimmten Zwecken gebaute Orte. In der Literatur wird zwischen Orten der Natur, der Arbeitswelt, der Kultur und Orten des gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens unterschieden. Orte der Natur sind unter anderem der Wald, Parks, das Meer, Gebirge, Landschaftsräume u. v. m. Zu Orten der Arbeitswelt gehören neben Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben auch Wasserwerke, die Feuerwehr, die Zeitung, die Post, die Bank und weitere. Theater, Museen, Bibliotheken sowie Konzertsäle stellen Orte der Kultur dar, wobei Museen im Folgenden noch einmal gesondert betrachtet werden, da diese sich auch unter außerschulische Lernorte mit Bildungsangebot einordnen lassen und Gegenstand dieser Arbeit sind. Orte des gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens sind vor allem Vereine und Verbände sowie Gerichte, Gemeinde und kirchliche Einrichtungen sowie das Parlament weiterhin auch Altenheime.
Die Trennung außerschulischer Lernorte in die oben genannten Kategorien ist nicht präzise genug und sollte daher heuristisch verstanden werden, denn neben Orten der Kultur, die über ein pädagogisch aufbereitetes Bildungsangebot verfügen, sind Orte der Natur auch „Arbeitsstätte, gleichzeitig aber auch Freizeit- und Erholungsort sowie kultivierter, dennoch natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere.“ Das heißt, dass diverse außerschulische Lernorte verschiedenen Kategorien zugeordnet werden können und sich überlappen und somit auch fächerübergreifend gearbeitet werden kann.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, Schule durch außerschulische Lernort-Integration zu öffnen, um aktuelleren didaktischen Anforderungen gerecht zu werden.
2. Begriffsdefinition Lernort: Dieses Kapitel definiert Lernorte theoretisch, grenzt den schulischen vom außerschulischen Lernort ab und analysiert die spezifischen Aufgaben von Museen.
3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen: Hier wird der dreischrittige Prozess (Vor-, Durch- und Nachbereitung) als Essenz für den Erfolg eines Besuchs außerschulischer Lernorte beschrieben.
4. Potenziale und Herausforderungen außerschulischer Lernorte: Das Kapitel kontrastiert die pädagogischen Chancen wie Primärerfahrung und Lebensnähe mit den Herausforderungen, insbesondere organisatorischer Art.
5. Empirische Forschung: Dieser Abschnitt wertet die Experten-Interviews qualitativ aus, um theoretische Annahmen durch Praxisberichte zu bestätigen oder zu differenzieren.
6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der hohe didaktische Mehrwert des Museums die organisatorischen, wenn auch nicht marginalen, Herausforderungen rechtfertigt und eine Kooperation fördert.
Außerschulische Lernorte, Museumspädagogik, Schulunterricht, Kerncurriculum, Primärerfahrungen, Lebensnähe, Fächerübergreifendes Lernen, Sozialkompetenz, Handlungsorientierung, Experteninterview, Didaktik, Schulpädagogik, Bildungsauftrag, Kooperation Schule Museum, Qualitatives Forschungsdesign.
Die Arbeit untersucht das Museum als außerschulischen Lernort und analysiert dessen Potenzial, den traditionellen Schulunterricht durch praktische, lebensnahe Erfahrungen zu bereichern und zu öffnen.
Im Fokus stehen die theoretische Definition von Lernorten, die didaktische Planung von Exkursionen, die Analyse der Verankerung dieser Orte im Kerncurriculum sowie die Chancen und Herausforderungen für Lehrkräfte und Museen.
Das Ziel ist es zu klären, welche Chancen und Herausforderungen die Integration des Museums in den Unterricht bietet und ob Museen im aktuellen Kerncurriculum ausreichend Berücksichtigung finden.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsstudie, die auf Literaturanalyse und semistrukturierten Experten-Interviews mit Lehrkräften und Museumsmitarbeitenden basiert.
Der Hauptteil behandelt methodisch-didaktische Vorüberlegungen, die Analyse von Bildungsplänen sowie eine differenzierte Aufarbeitung der Potenziale (z.B. Primärerfahrung) und Herausforderungen (z.B. Zeitmangel, Organisation).
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Außerschulische Lernorte, Museumspädagogik, Didaktik, Handlungsorientiertes Lernen, Bildungsauftrag und Kompetenzerwerb.
Ohne diese didaktische Einbettung läuft der Lernort Gefahr, seinen pädagogischen Wert zu verlieren; nur durch eine gezielte Vor- und Nachbereitung werden Erkenntnisse nachhaltig im Unterricht gesichert und verknüpft.
Die Pandemie erschwerte die Datenerhebung durch Kontaktbeschränkungen und prägte die Herausforderungen im Schulalltag, die von den Interviewpartnern als zusätzliche Hürde für außerschulische Aktivitäten beschrieben wurden.
Experten fordern eine intensivere und kontinuierliche Zusammenarbeit, eine bessere wechselseitige Information über Erwartungen und Angebote sowie eine gemeinsame inhaltliche Vorbereitung der Besuche.
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