Bachelorarbeit, 2022
25 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ausgewählte Grundlagen der Diversität
2.1 Begriffsdefinition Diversität
2.2 Kategorisierung der Geschlechter
2.3 Ausgrenzung und Gewalt als Folge der Kategorisierung
3. Ziele einer geschlechtsbewussten inklusiven Pädagogik
3.1 Geschlechterbilder überwinden
3.2 Diskriminierung unterbinden in Thüringen
4. Entwicklung einer vielfältigen Schule
4.1 Offene Schulkultur schaffen
4.2 Vielfalt im Unterricht
4.3 Lehrkräfte unterrichten
4.4 Beratung und Unterstützung anbieten
5. Umsetzung einer vielfältigen Sexualpädagogik im Sachunterricht
5.1 Mögliche Ängste und gegenüber dem Unterrichten vielfältiger Sexualpädagogik
5.2 Aktuelle Lehrmittel und Einordnung in den Thüringer Lehrplan Sachunterricht
5.3 Verbesserungsmöglichkeiten für die Umsetzung im Unterricht
6. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, wie geschlechtliche Vielfalt im Thüringer Sachunterricht der Grundschule erfolgreich eingebunden werden kann, um Diskriminierung zu begegnen und ein schülergerechtes, inklusives Lernklima zu schaffen. Die zentrale Forschungsfrage ist, auf welche Weise Unterricht und Schulkultur so gestaltet werden können, dass sie Diversität als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft abbilden.
2.2 Kategorisierung der Geschlechter
Die Alltagstheorie der Binärgeschlechtlichkeit fußt auf drei Überzeugungen. Erstens die Eindeutigkeit einen Mann und eine Frau klar unterscheiden zu können. Des Weiteren die Naturhaftigkeit begründet durch die Tatsache der Biologie sowie die Unveränderbarkeit, welche einen Wechsel zum anderen Geschlecht unmöglich macht. Transgeschlechtliche Menschen werden als Fehler der Natur angesehen.
Die Binärgeschlechtlichkeit existiert zum Unterteilen und dem Kategorisieren von Menschen in Mann und Frau. Da die Biologie nicht so eindeutig wie diese Theorie ist, kommt es zum ‚Dilemma der Kategorisierungen‘. Die Definition von Männern und Frauen sind weltweit unterschiedlich. Somit gibt es keinen universalen Mann und keine universale Frau. Die Binärität verallgemeinert die Geschlechterbilder und vergrößert somit die Verunsicherung und verkleinert die Selbstakzeptanz von Menschen, welche nicht in das binäre Geschlechterbild passen.
Geschlecht und die passenden Geschlechterrollen sind durch kulturelle Konstruktionen entstanden. Kinder müssen die Unterscheidung erst lernen. Die Unterscheidung erfolgt meist nicht anhand von biologischen Tatsachen sondern an subtileren Kriterien wie Kleidung, Körperhaltung und Art des Auftretens, Sprache und Stimmlage oder Art der Beziehungsaufnahme. Das Geschlecht ist also keine Eigenschaft sondern eine aktive Handlung. Man spricht auch von „Doing Gender“.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Sexualpädagogik der Vielfalt dar und grenzt sie von politisch motivierten Vorwürfen der Frühsexualisierung ab.
2. Ausgewählte Grundlagen der Diversität: Hier werden zentrale Begriffe wie Diversität und die Problematik von Geschlechterkategorisierungen sowie deren Auswirkungen in Form von Ausgrenzung und Gewalt diskutiert.
3. Ziele einer geschlechtsbewussten inklusiven Pädagogik: Das Kapitel definiert pädagogische Ziele wie die Überwindung von Geschlechterstereotypen und die Unterbindung von Diskriminierung im schulischen Kontext in Thüringen.
4. Entwicklung einer vielfältigen Schule: Es werden praktische Ansätze zur Gestaltung einer offenen Schulkultur sowie zur Beratung und methodischen Unterrichtsgestaltung erläutert.
5. Umsetzung einer vielfältigen Sexualpädagogik im Sachunterricht: Dieses Kapitel thematisiert Hemmschwellen bei Lehrkräften, analysiert Lehrmittel und gibt Verbesserungsvorschläge für die Umsetzung im Thüringer Schulalltag.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Plädoyer für mehr Offenheit und professionelle Vorbereitung der Lehrkräfte, um die Diskriminierung von LSBTIQ*-Personen im schulischen Umfeld zu reduzieren.
Diversität, Sexualpädagogik, Geschlechtliche Vielfalt, Inklusion, Sachunterricht, LSBTIQ*, Geschlechterbilder, Schulkultur, Doing Gender, Diskriminierung, Frühsexualisierung, Heteronormativität, Lehrerkompetenz, Beratungsstellen, Unterrichtsvorbereitung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration geschlechtlicher Vielfalt im Thüringer Sachunterricht der Grundschule.
Die Schwerpunkte liegen auf Diversität, der Überwindung von Geschlechterrollen, der Prävention von Diskriminierung und der Gestaltung eines inklusiven Schulalltags.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer den Sachunterricht und die Schulkultur so gestalten können, dass sexuelle und geschlechtliche Diversität wertschätzend eingebunden werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews mit Grundschullehrkräften zur aktuellen Situation und persönlichen Vorbehalten bei der Vermittlung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, pädagogische Zielsetzungen, Strategien für die Schulentwicklung und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten samt Lehrmittelanalyse.
Wichtige Begriffe sind Diversität, Inklusion, LSBTIQ*, geschlechtergerechte Sprache, Doing Gender und Sexualpädagogik.
Die Autorin stellt fest, dass geschlechtliche Vielfalt im Thüringer Lehrplan Sachunterricht nicht explizit verankert ist, und fordert eine Erweiterung des Lehrangebots.
Die Offenheit der Lehrperson ist der Schlüssel zur Schaffung eines Vertrauensverhältnisses, in dem Schülerinnen und Schüler auf ihre Fragen allumfassende Antworten erhalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

