Bachelorarbeit, 2019
91 Seiten, Note: 2,0
1. Forschungsstand und Forschungsinteresse
2. Maria Montessori: Leben und Werk
3. Grundlagen der Montessoripädagogik
3.1. Der geistige Embryo
3.2. Der absorbierende Geist
3.3. Der anthropologische Ansatz
3.4. Die kosmische Theorie
3.5. Die sensiblen Phasen
3.5.1. Phasen von der Geburt bis zum 6. Lebensjahr
3.5.2. Phasen vom 6. Lebensjahr bis zur Pubertät
4. Freiarbeit nach Montessori
4.1. Der Begriff der Freiarbeit und ihre Praxis
4.2. Die Voraussetzungen der Freiarbeit
4.2.1. Die vorbereitete Umgebung
4.2.2. Das Material
4.3. Das Ziel der Freiarbeit
4.3.1. Die Polarisation der Aufmerksamkeit
4.3.2. Normalisierung
5. Der Lehrer nach Montessori
5.1. Die neue Rolle des Lehrers
5.2. Vorbereitung des Lehrers
5.3. Aufgabenbereiche
5.4. Die Ausbildung
6. Forschungsdesign
6.1. Untersuchungsfrage
6.2. Feldzugang
6.3. Untersuchungssample
6.4. Forschungsmethode
6.5. Durchführung
6.5.1. Aufbereitung der Daten
6.6. Auswertungsmethode
7. Ergebnisse der Erhebung
7.1. Praxis und Inhalt der Freiarbeit
7.2. Chancen, welche die Freiarbeit bietet
7.3. Grenzen und Probleme, der Freiarbeit
7.4. Die persönliche Rolle des Montessori-Lehrers im Kontext der Freiarbeit
7.5. Freiheiten und neue Anforderungen des Pädagogen
8. Interpretation der Daten
9. Fazit
Die Arbeit untersucht die Konzeption und Durchführung der Freiarbeit an Montessori-Grundschulen, wobei besonders die subjektive Sichtweise der unterrichtenden Lehrkräfte im Fokus steht. Ziel ist es, die praktische Gestaltung sowie die Herausforderungen und Chancen dieser Lehrmethode aus der Perspektive des pädagogischen Personals zu beleuchten.
3.1. Der geistige Embryo
Ein ganz zentrales und entscheidendes Motiv in der Montessori-Pädagogik stellt der geistige Embryo da. Das gesamte Konzept ihrer Pädagogik leitet sich quasi daraus ab. Das Kind ist mit anderen Worten der geistige Embryo eines erwachsenen Menschen. Christine Hofer vergleicht diesen Zustand mit einem Schwangerschaftsstadium, da auch hier alles nach einem genauem Plan abläuft und auch verfolgt werden kann.39 Entscheidend ist bei der planmäßigen Entwicklung daher auch die Umgebung, welche eine Parallele zur Gebärmutter darstellt.40 Laut Missmahl-Maurer ermöglicht diese Umgebung ihm den aktiven Aufbau seiner eigenen Persönlichkeit.41 Der Mensch unterscheidet sich in Maria Montessoris Theorie von Geburt an deutlich vom Tier. Er hat eine besonders lange Kindheit und ist zu seiner Geburt besonders hilfebedürftig. Fähigkeiten wie etwa das Sprechen oder der aufrechte Gang gilt es erst noch zu erlernen.42 Stein betont dabei auch die Wichtigkeit, der durch die Familie geprägten Umwelt und auch den Austausch mit Menschen allgemein, um die spezifischen Eigenschaften des Menschen, wie etwa Sprache, die Intelligenz oder auch die Willens- und Handlungsfreiheit ausbilden zu können.43 Durch die Ansprache aus der Umwelt wächst der neue Mensch. Er nimmt alles ohne es zu hinterfragen ganzheitlich auf.44
Forschungsstand und Forschungsinteresse: Überblicksartige Darstellung bisheriger Studien zur Montessori-Pädagogik und Begründung des eigenen Forschungsinteresses, das den Lehrer in den Mittelpunkt stellt.
Maria Montessori: Leben und Werk: Biographische Skizzierung der Reformpädagogin Maria Montessori und ihrer prägenden Lebensereignisse als Grundlage für ihr pädagogisches Wirken.
Grundlagen der Montessoripädagogik: Erläuterung zentraler Konzepte wie dem absorbierenden Geist und den sensiblen Phasen, welche das Verständnis für die kindliche Entwicklung schärfen.
Freiarbeit nach Montessori: Definition und Darstellung der Freiarbeit als Herzstück der Montessori-Pädagogik, unter Berücksichtigung von Umgebung, Material und Zielsetzung.
Der Lehrer nach Montessori: Analyse des veränderten Rollenbilds des Lehrers als Begleiter, der durch Beobachtung und Vorbereitung der Umgebung die Selbstständigkeit der Kinder fördert.
Forschungsdesign: Beschreibung der empirischen Untersuchung, des Feldzugangs, des Samples und der Methodik mittels qualitativer Leitfadeninterviews.
Ergebnisse der Erhebung: Systematische Darstellung der Interviews, die Praxis, Chancen, Grenzen und die persönliche Rolle der Lehrkräfte in der Freiarbeit reflektieren.
Interpretation der Daten: Zusammenführende Analyse und Beantwortung der Forschungsfrage durch Abgleich der theoretischen Erkenntnisse mit den praktischen Interview-Ergebnissen.
Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse, welche zeigt, dass das Montessori-Konzept in der Praxis oft als Ergänzung zum Frontalunterricht fungiert.
Montessori-Pädagogik, Freiarbeit, Lehrerrolle, Grundschule, Selbstständigkeit, absorbierender Geist, sensible Phasen, vorbereitete Umgebung, didaktisches Material, Polarisation der Aufmerksamkeit, Normalisierung, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterview, reformpädagogische Praxis.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Unterrichtsmethode der Freiarbeit an Montessori-Grundschulen auseinander und untersucht speziell, wie Montessori-Lehrer diese in der Praxis umsetzen.
Kernbereiche sind die theoretischen Grundlagen der Montessori-Pädagogik, die spezifischen Anforderungen an die Schulumgebung und die Rolle der Lehrkraft als Beobachter und Entwicklungsbegleiter.
Die Forschungsfrage lautet: Wie gestaltet sich die Freiarbeit nach Montessori an der Grundschule in der Praxis und wie ist die persönliche Sicht des Montessori-Lehrers auf diese Unterrichtsmethode?
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten Interviews mit zwei Lehrkräften an einer Montessori-Grundschule basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Montessoris Pädagogik und einen praktischen Teil, der die erhobenen Daten ausarbeitet und interpretiert.
Die wesentlichen Begriffe sind Montessori-Pädagogik, Freiarbeit, Lehrerrolle, Selbstständigkeit, vorbereitete Umgebung und qualitative Inhaltsanalyse.
Ja, in den Interviews wurde deutlich, dass die Lehrkräfte die Freiarbeit oft als Ergänzung zum Frontalunterricht nutzen müssen, da nicht jedes Kind gleichermaßen gut mit der hohen Eigenverantwortung zurechtkommt.
Das Diplom ist für eine fundierte Ausbildung zentral, jedoch zeigte die Untersuchung bei einer Lehrkraft, dass auch Lehrer ohne Diplom in Montessori-Teams arbeiten können, wobei unterschiedliche Schwerpunkte in der Rollenwahrnehmung (z.B. Beobachtung vs. Wissensvermittlung) auftreten können.
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