Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Forschungsfragen und Zielstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
2.1 Homeschooling
2.2 Distanzunterricht
3 Theoretischer Hintergrund/Forschungsstand und Datenlage
3.1 Chronik der weltweiten Corona-Pandemie
3.2 Corona-Pandemie in Deutschland
3.3 Datenlage in Deutschland
3.4 Maßnahmen in Deutschland
3.5 Theoretische Modelle
3.5.1 Definition Stress
3.5.2 Das transaktionale Modell nach Lazarus
3.5.3 Modell der Salutogenese
3.5.4 Wohlbefinden nach WHO
3.5.4.1 Subjektives Wohlbefinden
3.5.4.2 Objektives Wohlbefinden
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Quantitative und Qualitative Methode
4.1.1 Quantitative Methode
4.1.2 Qualitative Methode
4.2 Ausgewählte quantitative Methode
4.2.1 Schriftliche Befragung
4.2.2 Online-Befragung
4.3 Messinstrument der Erhebung
4.4 Auswahl der Stichprobe
4.5 Durchführung der Befragung
4.6 Methode der Datenauswertung
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisse zu ausgewählten Parametern
5.2 Ergebnisse zu Unterschieden der Skalenmerkmale im Vergleich
5.3 Zusammenhang zwischen ausgewählten Skalenmerkmale
6 Diskussion und Interpretation
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ, wie sich die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen, insbesondere das Homeschooling, auf das psychische Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern an Schulen in Sachsen-Anhalt auswirkten.
3.5.2 Das transaktionale Modell nach Lazarus
Das Transaktionsmodell (Stress als Interaktion) betrachtet und charakterisiert die Bedeutsamkeit mit Folgen von psychosozialen Stressoren auf Grundlage der jeweiligen individuellen und gemeinschaftlichen Bewältigungsoptionen. Daraus können sich verschiedene praktische Anregungen für Prävention, Behandlung und Rehabilitation ergeben. In der gegenwärtigen Form verknüpft die Perspektive der Stressanpassung biomedizinische, psychosomatische, verhaltensbezogene, soziologische Erklärungen von Wohlbefinden und Krankheit. Psychologische Modelle konzentrieren sich darauf, welche Reize als Stressoren wahrgenommen und wie sie behandelt werden. Die Perspektive des psychischen Stresses unterstreicht die Bedeutung der kognitiven Beurteilung einer Stresssituation. Stress ist durch die Verbindung zwischen Menschen und seiner Umgebung charakterisiert. Dies bedeutet für ein Individuum, dass es etwas in seiner Umwelt als wichtig für sein Wohlbefinden bewertet, beansprucht, fordert und sie zum Durchhalten zwingt. Je mehr die Bewältigungsstrategien der Person aufgebraucht oder sogar überfordert ist, desto größer ist die Anspannung. Aufgrund dieser gegenseitigen Beeinflussung von Anstrengung und Wirkungen wird Lazarus psychologisches Modell der Stressbehandlung als "transaktional" bezeichnet. Wenn eine Person, die sich der Situation gegenübersieht, die Sachlage irgendwie als schwierig empfindet und nicht sofort weiß, wie sie damit umgehen soll, kann jeder Umstand eine Belastung darstellen (Lazarus, 1984). Bezogen auf das Homeschooling bedeutet es, dass Stresssituationen entstehen können, hinsichtlich großer Umfänge der zu bearbeitenden Schulaufgaben aber auch das selbstständige Erlernen neuer Unterrichtsthemen ebenfalls in Form schriftlicher Aufgabenstellungen von unterschiedlichen Lehrkräften, digital versandt. Das kann dazu führen, dass die Schüler/-innen aufgrund der großen Fülle an Aufgaben schnell überfordert sind und nicht damit umzugehen wissen. Das führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu hohen Belastungen mit Frustration auch unter dem Aspekt, dass einige Aufgaben zu terminierten Zeiten an die Lehrkräfte digital zurückgesandt werden müssen oder letztendlich nicht bearbeitet wurden. Das entscheidende Kriterium, um zu wissen, ob ein Stimulus oder eine Situation als Belastung erlebt wird, ist die persönliche Unsicherheit über die möglichen Anpassungsmöglichkeiten (Lazarus, 1984). Dennoch bleiben alle Maßnahmen zur Förderung von Anpassungsmöglichkeiten und sozialer Unterstützung für die Gesundheitsförderung von wesentlicher Bedeutung (BZgA, 2018).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Ausnahmesituation der Corona-Pandemie ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen des Homeschooling auf das Wohlbefinden der Schüler zu untersuchen.
2 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe "Homeschooling" und "Distanzunterricht" wissenschaftlich definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Theoretischer Hintergrund/Forschungsstand und Datenlage: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die Chronik der Pandemie und behandelt theoretische Stressmodelle zur Erklärung von Wohlbefinden.
4 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert das Vorgehen bei der quantitativen Datenerhebung, die Auswahl der Stichprobe und die Instrumente zur Messung des Wohlbefindens.
5 Ergebnisse: Hier werden die durch die Umfrage gewonnenen Daten deskriptiv und mittels Korrelationsanalysen im Hinblick auf das Wohlbefinden der Lernenden präsentiert.
6 Diskussion und Interpretation: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den Kontext bestehender psychologischer Theorien gesetzt, um Schlussfolgerungen über das Homeschooling zu ziehen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und empfiehlt, zukünftig hybride Lernmodelle zur Sicherung des Wohlbefindens und der Lernqualität einzusetzen.
Homeschooling, Corona-Pandemie, Wohlbefinden, Schüler, Distanzunterricht, Stressmodell, salutogenese, digitale Medien, Lernverhalten, Online-Lernen, Umfrage, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Sachsen-Anhalt, Lernplattformen.
Die Untersuchung widmet sich der Fragestellung, wie die durch die Corona-Pandemie erzwungenen Schulschließungen und das damit einhergehende Homeschooling das psychische Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern beeinflusst haben.
Zentrale Themen sind das subjektive Empfinden während des Lernens zu Hause, die Rolle der sozialen Unterstützung durch Eltern und Lehrer, die Belastung durch den Arbeitsaufwand sowie die Bedeutung der Kommunikation via digitaler Medien.
Das Ziel ist es, auf Basis einer quantitativen Studie in Sachsen-Anhalt zu belegen, wie spezifische Faktoren des Homeschooling (wie Kommunikation, Arbeitsbelastung und soziale Aspekte) das Wohlbefinden und die Gesundheit der Lernenden kurzfristig beeinflusst haben.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie. Der Autor nutzte einen selbst entwickelten Fragebogen, der von 459 Schülern der 5. bis 12. Klassenstufe ausgefüllt wurde, und wertete die Daten statistisch aus.
Der Hauptteil fundiert auf dem transaktionalen Stressmodell nach Lazarus und dem Modell der Salutogenese nach Antonovsky, um die menschlichen Reaktionen auf die Pandemie-Herausforderungen theoretisch zu erklären.
Charakterisierende Begriffe sind Homeschooling, Wohlbefinden, Stressbewältigung, Online-Lernen, digitale Bildungsmedien sowie die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Krisenzeiten.
Ja, die Studie zeigt, dass Eltern – insbesondere die Mütter – die wichtigste Stütze für die Schüler beim Lernen zu Hause darstellen, wobei eine intakte familiäre Unterstützung das Wohlbefinden maßgeblich stützt.
Die Arbeit identifiziert E-Mail-Kontakt und Lernplattformen als essenzielle Brücken, wobei eine stete Erreichbarkeit und gute Kommunikation das psychische Empfinden der Schüler stabilisieren konnten, während Kontaktmangel zu negativen Gefühlen und Frustration führte.
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