Diplomarbeit, 1997
143 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1. Gewalt
2.1.1. Begriffs(er)klärung
2.2. Aggression
2.2.1. Begriffs(er)klärung
2.2.2. Aggressives Verhalten / Aggression / Aggressivität
2.2.3. Aggressionstheorien
2.2.4. Kindliche und jugendliche Aggression
3. Ein Fallbeispiel
4. Erklärungsansätze für Gewalt an Schulen
4.1. Tatort „Schule“ - Erscheinungsformen von Gewalt
4.1.1. Eine Studie über Gewalterfahrungen in Österreich (1995)
4.2. Soziale und gesellschaftliche Bedingungen von Gewalt
4.3. Situative und personale Bedingungen bzw. individuelle Einflüsse von Gewalt
4.3.1. Gewalt und Medienkonsum
4.3.2. Gewalt und Herkunftsfamilie
4.3.3. Gewalt und Gesellschaftliche Strukturen
4.3.3.1. Ursachen und Effekte institutioneller Zwänge und Strukturen
4.3.3.2. Schule als institutionelles Geflecht von Vorschriften und Erlässen
4.3.3.3. Beziehungsverhältnisse
4.3.3.4. Faktoren einer Lehrer-Schüler-Beziehung
4.3.3.5. Schule als Handlungsfeld von Individuen
4.3.3.6. Unterrichtsvorbereitung
4.3.3.7. Hausübungen
4.3.3.8. Leistungsbemessung, -beurteilung
4.4. Gewalt aus Sicht der Schüler
4.5. Risikofaktoren für Gewalt
4.6. Psychische Gewaltprozesse von Gewalttäter und -opfer
5. Maßnahmen der Schule für Gewaltprävention
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Hintergründen und Ursachen von Gewalt und Aggression an Schulen. Das primäre Ziel ist es, diese komplexe Thematik theoretisch zu fundieren, anhand eines Fallbeispiels zu beleuchten und daraus Präventionsmaßnahmen für den schulischen Alltag abzuleiten.
4.3.3.6 Unterrichtsvorbereitung
Laut einer Untersuchung von Maier-Störmer (vgl. MAIER-STÖRMER in WAGNER/BARZ/MAIER-STÖRMER/UTTENDORFER-MAREK/WEIDLE, 1984, S. 134) reicht die Spannbreite des Umfangs der Unterrichtsvorbereitung von gedanklicher Planung („Die Unterrichtsvorbereitung? - die mache ich in Gedanken“) über das Notieren von Notizen („Also so Stichworte aufschreiben oder im Buch Anmerkungen da reinschreiben, je nachdem“) bis zur ausführlichen Planung („Beinahe Tag und Nacht an der Vorbereitung gesessen!“).
Einige Lehrer setzen sich selbst ganz stark unter Druck („Der Unterricht muß vorbereitet werden.“). Die „Institution Schule“ schreibt durch das Schulunterrichtsgesetz die Unterrichtsvorbereitung vor (Unterstreichung von der Verfasserin): „Der Lehrer hat das Recht und die Pflicht, an der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken. Seine Hauptaufgabe ist die dem § 17 entsprechende Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Er hat den Unterricht sorgfältig vorzubereiten“ (SCHULUNTERRICHTSGESETZ, 10. Abschnitt, § 51, Absatz 1).
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch die persönliche Praxiserfahrung der Autorin und die Relevanz der Gewaltproblematik in aktuellen Medienberichten.
2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Definitionen von Gewalt und Aggression auseinander, um eine klare wissenschaftliche Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.
3. Ein Fallbeispiel: Hier wird ein konkretes, medienwirksames Fallbeispiel (ein Schulattentat) analysiert, um Ursachenmodelle exemplarisch zu veranschaulichen.
4. Erklärungsansätze für Gewalt an Schulen: Das zentrale Kapitel untersucht soziologische, situative und schulstrukturelle Bedingungen für die Entstehung von Gewalt im schulischen Kontext.
5. Maßnahmen der Schule für Gewaltprävention: Der Fokus liegt auf praktischen Interventionsmöglichkeiten und präventiven Strategien für Lehrer, Eltern und Schulleitungen.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit komplexer Erklärungsmodelle bei der Auseinandersetzung mit Gewalt.
7. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
Gewalt an Schulen, Aggression, Gewaltprävention, Schulalltag, schulische Rahmenbedingungen, Medienkonsum, Herkunftsfamilie, pädagogische Verantwortung, Konfliktlösung, Institution Schule, strukturelle Gewalt, Lehrkräfte, Schülerschaft, Erziehungswissenschaft, soziale Kompetenz
Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen von Gewalt und Aggression an Schulen, um ein besseres Verständnis für das Phänomen zu entwickeln und fundierte Lösungsansätze zu finden.
Die zentralen Themen umfassen die Begriffsdefinition von Gewalt, die Rolle der Familie, den Einfluss der Medien und die systembedingten Faktoren der Institution Schule.
Das Ziel ist die Analyse der verschiedenen Einflussparameter, die zu gewalttätigem Verhalten führen können, sowie die Herleitung von Präventionsmaßnahmen für den schulischen Alltag.
Die Autorin nutzt eine umfassende Literaturanalyse in Kombination mit einer Einzelfallbetrachtung und reflektiert diese anhand ihrer eigenen Praxiserfahrung als Sekretärin und Vortragende.
Der Hauptteil analysiert detailliert die sozialen, gesellschaftlichen und situativen Bedingungen, die als Risikofaktoren für Gewalt an Schulen fungieren.
Gewalt an Schulen, Aggression, Prävention, Schulkontext, soziale Integration und institutionelle Strukturen.
Die Autorin sieht den Begriff kritisch, da er ihrer Meinung nach durch eine zu weite Auslegung (die "alles" als Gewalt definiert) an Trennschärfe verliert und die wissenschaftliche Analyse erschwert.
Das Fallbeispiel dient als Einstieg in die Ursachenforschung und zeigt auf, dass Gewalttaten in der Schule oft das Resultat eines komplexen Zusammenspiels aus individuellem Druck und systemischen Defiziten sind.
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