Examensarbeit, 2021
81 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
1. Mobbing als aktuelles, gesamtgesellschaftliches Problem
2. Informationen über Mobbing
2.1. Erkennungsmerkmale Mobbing
2.1.1. Allgemeine Definition
2.1.2. Verschiedene Rollenzuschreibungen
2.1.3. Phasen des Mobbings
2.1.4. Erscheinungs- und Interaktionsformen des Mobbings
2.1.5. Abgrenzung von anderen Erscheinungsformen
2.2. Aktuelle Zahlen und Entwicklungstendenzen
2.2.1. Häufigkeit des Auftretens von Mobbing
2.2.2. Abhängigkeit der Verbreitung von Mobbing von verschiedenen Schularten
2.2.3. Aktuelle Entwicklungstendenzen
3. Interventionsmöglichkeiten gegen Mobbing
3.1. Grundlagen der Vorgehensweise gegen Mobbing
3.1.1. Definition der Begriffe „Prävention“ und „Intervention“
3.1.2. Voraussetzung für eine erfolgreiche Intervention
3.1.3. Arbeitsgrundlagen der Interventionskonzepte
3.1.4. Ziele der Intervention gegen Mobbing
3.2. Allgemeine Vorgehensweisen gegen Mobbing
3.2.1. Leitgedanken für eine wirkungsvolle Intervention
3.2.2. Maßnahmen auf einzelnen Handlungsebenen
3.2.3. Maßnahmen gegen Cybermobbing
3.2.4. Allgemeine Handlungsstrategie: In zehn Schritten gegen Mobbing
3.3. Anerkannte Interventionskonzepte
3.3.1. Das Anti-Bullying-Interventionsprogramm nach Dan Ake Olweus
3.3.2. Der No-Blame-Approach von Barbara Maines und George Robinson
3.3.3. Die Farsta-Methode von Mustafa Jannan und Walter Taglieber
3.3.4. Das Gegen-Gewalt-Konzept von Mustafa Jannan
3.3.5. Konzeptioneller und formaler Vergleich der Interventionsprogramme
3.3.6. Evaluationsstudien zu den Konzepten
3.3.7. Bewertungskriterien für die Anwendung an Realschulen
3.4. Rechtlicher Aspekt der Intervention gegen Mobbing
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen Mobbing an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der Realschule wissenschaftlich zu durchdringen. Im Zentrum steht die Untersuchung und der kritische Vergleich verschiedener Interventionsmöglichkeiten, um Lehrkräften fundierte Handlungsstrategien an die Hand zu geben.
Die Explorationsphase
Im ersten Schritt testen die Mobbing-Akteure, welcher Schüler sich als geeignetes Opfer erweist. Sie suchen regelrecht nach einem Unterlegenen. Die Übergriffe richten sich zunächst gegen verschiedene Kinder, deren Wirkung wird abgewartet. Dabei bevorzugen die Akteure diejenigen, die sich nur schwer zur Wehr setzen können, von anderen keine Unterstützung erfahren und sich leicht provozieren lassen. Anschließend wählen sie den Schüler als Opfer aus, bei dem sie den geringsten Widerstand erfahren (vgl. Alsaker 2003, S. 32). Der spätere Mobbingbetroffene wird in dieser Phase von den Mitschülern noch neutral behandelt. Die Beweggründe des Akteurs für die Angriffe scheinen hier noch nicht eindeutig. Eine Studie von Boulton und Underwood (vgl. Schäfer & Korn 2004, S. 3) bestätigte diese Hypothese: Fast die Hälfte der befragten Sechstklässler gaben an, das Drangsalieren anderer nicht verstehen zu können. Lediglich ein Fünftel konnte die Übergriffe nachvollziehen. In dieser Anlaufphase des Mobbingprozesses sind präventive Maßnahmen wirksam und können das tatsächliche Mobbing stoppen.
1. Mobbing als aktuelles, gesamtgesellschaftliches Problem: Einführung in das Thema Mobbing als schwerwiegendes Phänomen an Schulen, veranschaulicht durch historische Bedeutung, aktuelle Studien und mediale Relevanz.
2. Informationen über Mobbing: Umfassende Darstellung der Definitionen, Rollenbilder, Phasenmodelle und Interaktionsformen, sowie Abgrenzung zu Aggression und Gewalt nebst aktueller Daten zur Mobbingverbreitung.
3. Interventionsmöglichkeiten gegen Mobbing: Analyse der theoretischen Grundlagen für Interventionen, allgemeiner Strategien auf verschiedenen Handlungsebenen und detaillierter Vergleich vier anerkannter Konzepte hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit an Realschulen.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit einer individuellen, schulspezifischen Mobbing-Intervention und Appell an die gesamte Schulgemeinschaft für ein verantwortungsbewusstes Handeln.
Mobbing, Bullying, Intervention, Realschule, Prävention, Schulgemeinschaft, Anti-Bullying-Programm, No-Blame-Approach, Farsta-Methode, Gegen-Gewalt-Konzept, Rollenverständnis, Cybermobbing, Lehrkraft, Schüler, Interventionsstrategie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Mobbing an Schulen, mit einem spezifischen Fokus auf der Realschule und den Möglichkeiten für Lehrkräfte, gezielt dagegen zu intervenieren.
Behandelt werden Definitionen, Rollenkonzepte, Phasenabläufe, aktuelle Statistiken, rechtliche Aspekte sowie eine detaillierte Gegenüberstellung verschiedener Interventionsmethoden.
Ziel ist es, Interventionsprogramme zu vergleichen und ihre spezifische Eignung für das System Realschule zu prüfen, um Lehrkräfte bei der Auflösung von Mobbingsituationen zu unterstützen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, bei der bestehende Ansätze, Studien und Interventionsprogramme kritisch gegenübergestellt und evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische fundierte Klärung des Phänomens Mobbing und die detaillierte Darstellung und Analyse von Interventionsprogrammen wie dem No-Blame-Approach oder der Farsta-Methode.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mobbing, Intervention, Realschule, Prävention, Schulgemeinschaft und verschiedene spezifische Interventionskonzepte wie das Anti-Bullying-Programm von Olweus.
Ein eigenes Kapitel sowie ein Exkurs widmen sich der Verlagerung von Konflikten ins Netz, den Besonderheiten digitaler Angriffe und den damit verbundenen Herausforderungen für Schulen.
Die Konzepte werden unter anderem nach ihrer Implementationsqualität, notwendigen Qualifikationen des Personals, der Einbindung von Eltern und der Förderung sozialer Kompetenzen bewertet.
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