Bachelorarbeit, 2022
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Das pädagogische Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.2.1 Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule
Beutelsbacher Konsens zu BNE-2
3. Außerschulisches Lernen
3.1 Schulisches Lernen versus außerschulisches Lernen
3.2 Außerschulische Lernorte
3.3 Vorteile außerschulischen Lernens
3.4 Risiken außerschulischen Lernens
4. Außerschulische Lernorte zur Förderung von BNE
4.1 Praxisbeispiel: Das Eckenhääner Lädchen
4.1.1 Beschreibung des Lernortes
4.1.2 Chancen und Grenzen des Lernortes in Bezug auf BNE
4.2 Praxisbeispiel: Das inklusive Projekt Fliegende Bauten – Schulen in Arbeit
4.2.1 Beschreibung des Lernortes
4.2.2 Chancen und Grenzen des Lernortes in Bezug auf BNE
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung und den pädagogischen Mehrwert von außerschulischen Lernorten für die Vermittlung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), um zu klären, inwieweit diese Lernorte zur Erreichung der BNE-Ziele beitragen können.
3.1 Schulisches Lernen versus außerschulisches Lernen
Traditionell ist das schulische Lernen auf die Wissensvermittlung von Lehrenden an Schüler*innen, vorrangig auf sprachlicher Ebene, beschränkt gewesen. Neben den mündlichen Vorträgen der Lehrpersonen standen Hefte und Bücher im Mittelpunkt der Wissensvermittlung, das Lernen war nahezu ausschließlich auf kognitive Fähigkeiten ausgelegt. Die Schule gilt lange Zeit als eine Lehranstalt, in der „die für Lernzusammenhänge verwirrend angesehene Vielfalt des Lebens geordnet und intellektuell durchdrungen werden sollte“ (Burk & Schönknecht 2008, 23). Sie wurde somit bewusst als Abgrenzung zum gesellschaftlichen Leben gesehen.
Im Zuge der Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts änderte sich diese Idealvorstellung von Schule und Unterricht, es wurde eine „am Leben und am Kind orientierte Schule gefordert. [...] Ein nur sprachlich orientierter Unterricht, der auf Anschauungen und Erfahrungen verzichtet, wird als Verbalismus kritisiert“ (ebd.). Es wurde gefordert, dass sich die Institution Schule zu öffnen habe, dass die Schüler*innen auch außerhalb des Klassenzimmers unterrichtet werden sollen.
Einer der Vordenker dieses neuen Verständnisses von Bildung und Erziehung war Célestin Freinet (1896-1966), in dessen „Konzept einer emanzipatorischen Arbeitsschule [...] die Erkundung der Lebenswelt [...] eine zentrale Rolle [spielt]“ (ebd., 25). Die Schüler*innen sollen aktiviert werden, ein Prozess des entdeckenden Lernens solle angestoßen werden. Erkundungen außerhalb der Schule sollen zu Eindrücken führen, die später im Unterricht vertiefend thematisiert werden können. Das rein schulische Lernen wird in der Freinet-Pädagogik als „Künstlichkeit der Schule“ (ebd., 26) kritisiert.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Energiekrise und die Notwendigkeit von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als pädagogische Antwort ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Bildung für nachhaltige Entwicklung: Hier werden die historischen Ursprünge des Nachhaltigkeitsbegriffs sowie das pädagogische Konzept der BNE und dessen Einbindung in das schulische Umfeld dargelegt.
3. Außerschulisches Lernen: Das Kapitel kontrastiert schulisches mit außerschulischem Lernen und analysiert dessen Potenzial als Lernumgebung sowie damit verbundene Chancen und Risiken.
4. Außerschulische Lernorte zur Förderung von BNE: In diesem Teil werden zwei konkrete Praxisbeispiele – ein Dorfladen und ein Schulprojekt – in Hinblick auf ihre Eignung zur Förderung von BNE detailliert untersucht.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert Entwicklungsperspektiven außerschulischer Lernorte.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Außerschulische Lernorte, Nachhaltigkeit, Handlungsorientiertes Lernen, Inklusion, Schulprojekt, Lebensweltbezug, Primärerfahrung, Bildungskonzept, Sachunterricht, Umweltschutz, Gestaltungskompetenz, Didaktik, Partizipation.
Die Arbeit untersucht, wie außerschulische Lernorte dazu genutzt werden können, Schülerinnen und Schülern das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) praxisnah und handlungsorientiert zu vermitteln.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, das Konzept der BNE, die Didaktik des außerschulischen Lernens sowie die methodische Einbindung von Praxisprojekten.
Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit das Aufsuchen außerschulischer Lernorte sinnvoll für die Vermittlung von Inhalten der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller pädagogischer Diskurse und einer fallstudienbasierten Analyse ausgewählter Praxisbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung von BNE und außerschulischem Lernen sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion von zwei Praxisbeispielen (Eckenhääner Lädchen und Fliegende Bauten).
Wichtige Begriffe sind BNE, außerschulische Lernorte, Handlungsorientierung, Praxisbeispiele, Nachhaltigkeit und Inklusion.
Das Projekt zeichnet sich durch seinen inklusiven Ansatz aus, bei dem Förderschüler und Regelschüler gemeinsam an einem realen Bauernhof mit Tieren arbeiten, was eine besonders hohe intrinsische Motivation fördert.
Obwohl es kein zertifizierter Lernort ist, bietet der Laden Schülern durch die aktive Mitarbeit Einblicke in nachhaltigen Konsum, lokale Wertschöpfungsketten und soziale Interaktion.
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