Masterarbeit, 2021
157 Seiten, Note: 1,3
I. Theoretischer Teil
1 Einleitung
2 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung
2.1 Definition ganzheitliche Entwicklung
2.2 Schülerschaft mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung
2.3 Handlungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen im FsgE
3 Der Schulgarten
3.1 Zum Begriff des Schulgartens
3.2 Entstehungsgeschichte des Schulgartens
3.3 Schulgarten im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.3.1 Der Begriff der Nachhaltigkeit und seine historische Entwicklung
3.3.2 Von der Umweltpolitik zur Leitidee einer Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.3.3 Der Einfluss von Schulgartenarbeit auf den Erwerb der Gestaltungskompetenz im Sinne der BNE
3.3.4 Bildung für nachhaltige Entwicklung im FsgE
3.4 Die Bedeutung von Naturerfahrungen im Rahmen der Schulgartenarbeit
3.5 Die Bedeutung von Schulgartenarbeit für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung
4 Interessensentwicklung
4.1 Bedeutung des Begriffs Interesse
4.2 Entstehung und Bedeutsamkeit von Interesse/ Theorien von Interessensentwicklung
4.2.1 Situationales Interesse
4.2.2 Individuelles Interesse
4.2.3 Der Einfluss von ‚Tätigkeiten‘ auf die Interessensentwicklung
4.3 Interessensentwicklung im Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung
4.4 In wie weit bietet der Schulgarten Möglichkeiten der Interessenentwicklung für SuS im Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung?
II. Empirischer Teil
5 Forschungsdesigne
5.1 Darstellung und Begründung der leitfadengestützten Experteninterviews
5.2 Auswahl der Expertinnen und Experten
5.3 Der Leitfaden des Experteninterviews
5.4 Datenerhebung
5.5 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5.5.1 Erstellung eines Kategoriensystems
5.5.2 Ergebnisdarstellung
6 Diskussion
7 Fazit und Ausblick
9 Interviewleitfaden und Transkripte
10 Kategoriensystem
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern Schulgartenarbeit als Teilbereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen positiven Einfluss auf die Interessensentwicklung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz ausüben kann. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welchen Einfluss hat die Schulgartenarbeit im Rahmen der BNE auf die Interessensentwicklung von SuS mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung?“
3.1 Zum Begriff des Schulgartens
Um Lernen zu ermöglichen, bietet nicht nur der Klassenraum, sondern auch das außen gelegene Schulgelände zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung. „Ein traditionelles Element des Schulgeländes stellen die Schulgärten dar, deren Lernchancen vielfach in der Literatur beschrieben sind“ (BENKOWITZ et al. 2011, 15f.). Da sich der Garten außerhalb des Schulgebäudes lokalisieren lässt, handelt es sich dabei um einen außerschulischen Lernort (ebd.).
Der Begriff des Schulgartens ist nicht klar in der Fachliteratur definiert (ALISCH 2008, 12). Er wird „heute nicht mehr ausschließlich für ein abgrenzendes Areal mit Nutz-bzw. Arbeitsgarten verwendet, sondern bezieht das naturnah gestaltete Schulgelände mit ein“ (BENKOWITZ et al. 2011, 15f.). Hierzu können beispielsweise auch Streuobstwiesen, Waldstücke, ein Teich oder Bach, aber auch Klettermöglichkeiten in Form von Steinen oder Felsen oder ein Barfußpfad gehören. Die Funktionsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von Unterricht in der Natur bis hin zu sinnlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten. „Dies verdeutlicht auch die Fächerübergreifende Bedeutung des Schulgartens“ (ebd.).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Entfremdung von Naturerfahrungen bei Kindern und stellt den Schulgarten als kompensatorisches Medium zur Interessensförderung vor.
2 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung: Dieses Kapitel definiert den Personenkreis aus medizinischer, psychologischer, soziologischer sowie pädagogischer Perspektive und beleuchtet die Heterogenität der Schülerschaft.
3 Der Schulgarten: Hier wird der historische Kontext von Schulgärten sowie deren Funktion im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Lernort praxisorientierter Erfahrungen analysiert.
4 Interessensentwicklung: Das Kapitel erläutert theoretische Konzepte der Interessensentwicklung (situational vs. individuell) und deren Anwendung auf den Personenkreis geistig behinderter Lernender.
5 Forschungsdesigne: Diese Sektion beschreibt die qualitative Forschungsmethode mittels leitfadengestützter Experteninterviews und die Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring.
6 Diskussion: Die Ergebnisse aus den Experteninterviews werden kritisch reflektiert und in den theoretischen Kontext der Interessens- und Naturerfahrungsforschung eingeordnet.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und betont, dass Schulgartenarbeit ein hohes Potenzial für die Interessensentwicklung bietet, sofern die Aktivitäten an das individuelle Leistungsniveau angepasst sind.
Schulgarten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Geistige Behinderung, Interessensentwicklung, Naturerfahrung, Förderbedarf ganzheitliche Entwicklung, Qualitative Forschung, Experteninterview, Handlungsorientierter Unterricht, Nachhaltigkeit, Gestaltungskompetenz, Inklusion, Sonderpädagogik, Schüleraktivitäten, Lernort
Die Arbeit untersucht den pädagogischen Einfluss von Schulgartenarbeit auf Schüler mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Die Hauptfelder umfassen die Definition von ganzheitlicher Entwicklung, die Theorie der Interessensentwicklung, das BNE-Konzept und die empirische Untersuchung mittels Experteninterviews.
Ziel ist es zu belegen, inwiefern gezielte Schulgartenarbeit zur Interessensentwicklung und zur Ausbildung der Gestaltungskompetenz bei diesen Schülerinnen und Schülern beitragen kann.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten Interviews mit vier Lehrkräften aus Förderschulen in Rheinland-Pfalz basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition der Schülerschaft und des Schulgartens sowie einen empirischen Teil zur Auswertung der Interviews nach Mayring.
Wichtige Begriffe sind Schulgarten, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Interessensentwicklung, Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung und qualitative Inhaltsanalyse.
Der Schulgarten bietet unmittelbare, basale und multisensorische Naturerfahrungen, die den Lernstand der heterogenen Schülerschaft individuell berücksichtigen können.
Die Rolle der Lehrkraft ist entscheidend, da sie einerseits organisatorische Aufgaben übernimmt und andererseits die Tätigkeiten pädagogisch anpassen muss, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden.
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