Bachelorarbeit, 2014
102 Seiten, Note: 1,0
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
2 MOTIVATION – MOTIV
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Motivation
2.1.2 Motiv
2.1.3 Leistungsmotivation
2.2 Motivation und Emotion
2.2.1 Flow
2.2.2 Selbstwirksamkeitseinschätzung
2.3 Intrinsische/extrinsische Motivation
2.4 Neugier/Interesse
2.5 Bausteine der Motivationsförderung
2.5.1 Altersgemäße Forderung
2.5.2 Selbstständigkeitserziehung
2.5.3 Konstruktive Kritik
2.5.4 Neugierweckung
2.5.5 Tätigkeitsangebot
2.5.6 Lernspiele
2.5.7 Regelmäßiges Nachdenken
2.6 Resümee
3 THEORIEN ZUR ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSMOTIVATION
3.1 Einleitung
3.2 Die Anfänge des leistungsmotivierten Verhaltens
3.2.1 Die Erkundung und Bekräftigung des eigenen Selbst
3.2.2 Risiken selbstbewertender Reaktionen
3.3 Entwicklung der Leistungsmotivation
3.3.1 Erwartungs-Wert-Modelle der Leistungsmotivation
3.4 Resümee
4 LEISTUNGSMOTIVATION IM SCHULISCHEN KONTEXT
4.1 Einleitung
4.2 Das Leistungsmotiv
4.3 Wünschbarkeit und Realisierbarkeit
4.4 Auswirkung von subjektiver Realisierbarkeit und Wünschbarkeit im schulischen Leistungshandeln
4.4.1 Anstrengung
4.4.2 Angst und Leistungsangst
4.4.3 Die Entwicklung von Prüfungsangst
4.4.4 Hilflosigkeit
4.4.5 Selbstwert
4.5 Attributionen
4.5.1 Externale und internale Attribution
4.6 Hoffen auf Erfolg/ Furcht vor Misserfolg
4.7 Resümee
5 LERNEN
5.1 Einleitung
5.2 Zentrale Lerntheorien
5.2.1 Nicht-assoziatives Lernen
5.2.2 Assoziatives Lernen
5.2.3 Kognitives Lernen
5.2.4 Humanistische Ansätze
5.3 Resümee
6 DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
6.1 Anlass der Untersuchung
6.2 Untersuchungsdesign
6.2.1 Bildung der Cluster
6.2.2 Experteninterview
6.2.3 Auswahl der Interviewpartner
6.2.4 Kurze Beschreibung der Lehrpersonen
Lehrperson 1
Lehrperson 2
Lehrperson 3
6.2.5 Durchführung der Befragung
6.2.6 Transkription der Befragungen
6.2.7 Darstellung der Ergebnisse
6.3 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
6.4 Resümee
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche didaktischen Maßnahmen Lehrpersonen in der Grundschule einsetzen können, um die Leistungsmotivation ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die praktische Anwendung theoretisch fundierter Motivationsmodelle im Schulalltag.
2.2.1 Flow
Laut WINKEL, PETERMANN und PETERMANN bezeichnet der Begriff ‚Flow‘ einen besonderen emotionalen und kognitiven Zustand des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit. Das Konzept ‚Flow‘ wurde erstmals von CSIKSZENTMIHALYI beschrieben. Der Flow-Zustand wird dann erreicht, wenn eine Person sich aktiv und ungestört mit einer Aufgabe beschäftigt und deren Anforderungsniveau mit dem Fähigkeitsniveau übereinstimmt. Sind Kinder in diesem Flow-Zustand weder über-, noch unterfordert und wissen sie genau, was sie zu tun haben, können sie sich vollkommen auf ihre Tätigkeit einlassen. Menschen beschreiben immer wieder, dass die Zeit in diesem Zustand schneller zu vergehen scheint, dass sie hoch konzentriert sind und ablenkende Reize wie zum Beispiel Hunger oder Lärm kaum wahrnehmen.
Da sich der Flow-Zustand positiv auf die Leistungsfähigkeit einer Person auswirkt, sollten Leistungs- und Lernprozesse wenn möglich so gestaltet werden, dass die Schülerinnen und Schüler häufig vom Flow-Erleben profitieren können.
CSIKSZENTMIHALYI stellte fest, als er längere Zeit das Verhalten von Künstlern beobachtete, dass einige Maler mit großem Ehrgeiz an der Fertigstellung eines Bildes arbeiteten und sich für nichts anderes interessierten. War ein Bild jedoch fertig, wurde es nicht mehr beachtet und ein neues Projekt in Angriff genommen. Der Anreiz liegt hier ganz klar in der Ausführung der Tätigkeit. Am Verhalten des Malers kann man sehen, dass das Schaffen und die Tätigkeit des Malens das war, was er gesucht hat. In einer großen Interviewstudie versuchte CSIKSZENTMIHALYI herauszufinden, was eine Tätigkeit so anziehend macht, dass man sie immer wieder ausführen möchte.
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die Bedeutung der Lern- und Leistungsmotivation in der Schule sowie Darstellung der Forschungsfrage.
2 MOTIVATION – MOTIV: Definition der Grundbegriffe rund um Motivation, Emotionen und die verschiedenen Bausteine zur Motivationsförderung im Unterricht.
3 THEORIEN ZUR ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSMOTIVATION: Beleuchtung der kindlichen Entwicklung und die Rolle von Wirksamkeitsstreben sowie Selbstbewertung für die Motivationsentwicklung.
4 LEISTUNGSMOTIVATION IM SCHULISCHEN KONTEXT: Diskussion von Leistungsmotiven, Realisierbarkeit und Wünschbarkeit sowie der Einfluss von Angst und Attribution auf das schulische Handeln.
5 LERNEN: Übersicht zentraler Lerntheorien von Konditionierung bis zu humanistischen Ansätzen in Bezug auf deren Relevanz für den Unterricht.
6 DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Vorstellung und Auswertung von Experteninterviews mit drei Lehrpersonen zur Erfassung ihrer praktischen Strategien der Motivationsförderung.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen zur praktischen Umsetzung didaktischer Motivationsmaßnahmen.
Leistungsmotivation, Grundschule, Motivation, Flow-Zustand, Selbstwirksamkeit, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Freiarbeit, konstruktive Kritik, Attribution, Experteninterview, Lernspiele, didaktische Methoden, Neugierweckung, Unterrichtsplanung.
Die Arbeit widmet sich der Identifikation und Analyse didaktischer Maßnahmen, die von Lehrkräften genutzt werden, um die Leistungsmotivation von Grundschulkindern im Unterricht zu steigern.
Die Themen umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation, Theorien der Lernentwicklung, sowie die konkrete Untersuchung der Unterrichtspraxis hinsichtlich Methoden wie Freiarbeit, Feedback und Reflexion.
Ziel ist es, eine empirisch gestützte Antwort auf die Forschungsfrage zu finden, welche didaktischen Maßnahmen im Grundschulalltag tatsächlich zur Förderung und Initialisierung von Leistungsmotivation beitragen.
Die Autorin kombiniert eine Literaturrecherche zu entwicklungspsychologischen und pädagogischen Theorien mit einem qualitativen Forschungsdesign, bestehend aus drei Experteninterviews mit praktizierenden Grundschullehrkräften.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Motivation, Lernen) und den empirischen Teil, in dem die befragten Lehrpersonen zu den Bereichen Neugierweckung, Tätigkeitsangebot sowie konstruktiver Kritik befragt wurden.
Kernbegriffe sind Leistungsmotivation, intrinsische/extrinsische Motivation, Selbstwirksamkeit, Flow, Attribution und didaktische Unterrichtsformen.
Die befragten Lehrpersonen in der Studie betonen einhellig die hohe motivationalen Wirkung von positivem Feedback und Lob, wobei sie jedoch darauf achten, dies sinnvoll mit konstruktiver Kritik und weiteren Unterrichtsformen zu kombinieren.
Sie ist zentral, da die Art der Ursachenzuschreibung bestimmt, ob Kinder bei Misserfolgen motiviert bleiben oder in Hoffnungslosigkeit verfallen; eine internale, variable Attribution (z.B. Anstrengung) ist hierbei förderlicher für die Leistungsmotivation als eine stabile, externale Verschiebung.
Die Freiarbeit stellt ein zentrales Instrument der befragten Lehrkräfte dar, um Selbstständigkeit zu fördern und Schülern die Möglichkeit zu geben, in individuellem Tempo und mit ansprechenden Materialien zu lernen.
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