Masterarbeit, 2022
110 Seiten, Note: 1
Einleitung
Fragestellung und Zielsetzung
Inhaltliche Bezüge
Methodischer Zugang und Aufbau der Arbeit
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Definition von Mobbing
1.1.1 Cybermobbing
1.2 Mobbing als Prozess
1.3 Ursachen für Mobbing
1.3.1 Gesellschaftliche Bedingungen
1.3.2 Medien
1.3.3 Familiäre Gründe
1.3.4 Die strukturellen Voraussetzungen für Mobbing in der Schule
1.4 Wer sind die Beteiligten im Mobbingprozess?
1.4.1 MobberInnen
1.4.2 Opfer von Mobbing
1.4.2.1 Der Prozess der Viktimisierung
1.4.3 MitschülerInnen
1.4.4 LehrerInnen
1.4.5 Familie
1.5 Unterschiede bei Mobbing
1.5.1 Das Durchschnittsalter im Mobbingprozess
1.5.2 Die Geschlechtsverteilung im Mobbingprozess
1.5.3 Kulturelle Unterschiede, Schulstandort und Schultyp
1.6 Prävention und Intervention bei Mobbing an Schulen
1.6.1 Vier Stufen und Sechs Schritte zur Intervention bei Mobbing unter SchülerInnen
1.6.2 Das ‚No Blame Approach‘-Modell
1.6.3 Intervention bei Mobbing und ihre Grenzen
1.7 Die Mittelschule in Österreich
2. Der aktuelle Stand der Forschung zum Thema Mobbing in der Schule in Österreich
3. Empirische Forschung
3.1 Forschungsgegenstand und Zielsetzung
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Das Leitfadeninterview
3.2.2 Die Interviewvorbereitung
3.2.3 Wahl der InterviewpartnerInnen
3.2.4 Zugang zum Feld
3.2.5 Ablauf der Datenerhebung
3.2.5.1 Durchführung der Interviews
3.2.5.2 Transkription der Interviews
3.2.6 Auswertungsmethode
3.3 Darstellung, Analyse und Interpretation der Ergebnisse
3.3.1 Prävention und Intervention durch Soziales Lernen
3.3.2 Maßnahmen bei Mobbing auf schulischer Ebene
3.3.2.1 BeratungslehrerInnen
3.3.2.2 Vernetzung
3.3.2.2.1 Vernetzung innerhalb des Lehrerkollegiums
3.3.2.2.2 Elternarbeit
3.3.2.2.3 Vernetzung mit Schulsozialarbeit
3.3.2.2.4 Vernetzung mit Schulpsychologie
3.3.2.2.5 Vernetzung mit Jugendamt
3.3.2.2.6 Helferkonferenzen
3.3.2.2.7 Vernetzung mit Polizei und externen AnbieterInnen von Präventionsworkshops
3.3.2.3 Time-Out-Klassen
3.3.2.4 Fortbildung von LehrerInnen in Bezug auf Mobbing
3.3.2.5 Prävention von Cybermobbing
3.3.2.6 Schultyp und Mobbing
3.3.3 Maßnahmen bei Mobbing auf individueller Ebene
3.3.3.1 Abklären der Situation
3.3.3.2 Gespräche mit Mobbingopfer und MobberIn
3.3.3.3 Schnelles Reagieren als Handlungsmaßnahme
3.3.3.4 Übungen für die individuelle Ebene für von Mobbing Betroffene
3.3.3.5 Mobbing-Tagebuch
3.3.3.6 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den individuellen Maßnahmen gegen Mobbing
3.3.4 Maßnahmen bei Mobbing auf Klassenebene
3.3.4.1 Klassenrat
3.3.4.2 Methoden zur Prävention und Intervention von Mobbing auf Klassenebene und zur Stärkung der Klassengemeinschaft
3.3.4.3 Programm Plus
3.3.5 Mangel an Ressourcen
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing im schulischen Kontext mit dem Fokus auf Mittelschulen in Kärnten. Ziel ist es, die in der pädagogischen Praxis angewandten Handlungsstrategien zur Prävention und Intervention zu identifizieren und zu analysieren, um von Mobbing betroffene Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen.
1.1.1 Cybermobbing
Eine spezielle Form von Mobbing, die sich durch die rasante Weiterentwicklung des Internets und der sozialen Medien in der letzten Zeit entwickelt hat, ist das „Cybermobbing“. Das Handy und das Internet mit den sozialen Medien ist für viele Jugendliche nicht wegzudenken und täglicher Bestandteil ihres Lebens. Cybermobbing oder auch „Cyberbullying“, wie es Teuschel und Heuschen nennen, findet im virtuellen Raum des Internets statt. Social Communities, Foren, Chatrooms und Pinboards bieten dem verletzenden Verhalten Platz. Die Cybermobbing Attacken werden vor allem über Handys verbreitet und sind ähnlich wie Mobbing-Attacken. Der Unterschied zu Mobbing liegt darin, dass der persönliche Kontakt zwischen Täter und Opfer oft nicht stattfindet und die Attacken von der vermeintlichen Anonymität des Opfers geprägt sind. So werden Gerüchte, Verleumdungen, Drohungen, Beleidigungen, Ausgrenzung oder Fotos und Videos vom Opfer verbreitet, die bearbeitet werden und aus dem Kontext gegriffen sein können und die in kürzester Zeit sehr viele weitere Personen erreichen.
Festzustellen ist, dass die Täter beim Cybermobbing aus der näheren Umgebung des Opfers sind, häufig besuchen sie die gleiche Schulklasse. Cybermobbing ist nicht als selbstständiges und neues Phänomen anzusehen, vielmehr ist es eine Art von Mobbing, die zusätzlich ausgeübt wird. Besonderes Augenmerk ist trotzdem darauf zu legen, vor allem, da es durch Gefährlichkeit und Verlockung geprägt ist und in besonders schlimmen Fällen zum Suizid des Opfers führen kann.
1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert Begriffe wie Mobbing und Cybermobbing, beschreibt das Phänomen als Prozess und analysiert Ursachen sowie Rollen der Beteiligten.
2. Der aktuelle Stand der Forschung zum Thema Mobbing in der Schule in Österreich: Dieser Abschnitt bietet einen Einblick in relevante Studien und Statistiken, die das Ausmaß und die Entwicklung von Gewalt und Mobbing im schulischen Raum in Österreich verdeutlichen.
3. Empirische Forschung: Der Hauptteil präsentiert die qualitative Analyse der durchgeführten Experteninterviews mit PädagogInnen, wobei Handlungsstrategien und Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen detailliert dargelegt werden.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und verbindet sie mit der sozialpädagogischen Praxis, während gleichzeitig auf weiteren Forschungsbedarf hingewiesen wird.
Mobbing, Cybermobbing, Schule, Mittelschule, Prävention, Intervention, pädagogische Handlungsmaßnahmen, Sozialpädagogik, SchülerInnen, Lehrkräfte, Vernetzungsarbeit, Klassenrat, Soziales Lernen, Viktimisierung, Schulklima.
Die Arbeit untersucht das verbreitete soziale Phänomen Mobbing im schulischen Kontext, insbesondere an Mittelschulen in Kärnten, und erforscht, wie PädagogInnen damit umgehen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Mobbing, die Aufarbeitung als Prozess, die Analyse der beteiligten Akteure sowie konkrete Maßnahmen der Prävention und Intervention.
Das Hauptziel besteht in der Beantwortung der Forschungsfrage, welche (sozial-)pädagogischen Unterstützungsmaßnahmen PädagogInnen an Mittelschulen anwenden, um betroffenen Jugendlichen zu helfen.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf leitfadenbasierten Experteninterviews mit PädagogInnen (DirektorInnen, Lehrkräften, BeratungslehrerInnen) an Kärntner Mittelschulen, die nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Handlungsbereiche, wie die Prävention durch Soziales Lernen, Maßnahmen auf schulischer, individueller und Klassenebene sowie die Vernetzung mit externen Institutionen.
Mobbing, Cybermobbing, (sozial-)pädagogische Handlungsmaßnahmen, Prävention, Intervention und Vernetzung bilden die Kernkonzepte der Arbeit.
Die Vernetzung mit Partnern wie Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Eltern und dem Jugendamt wird als essenzieller Baustein erfolgreicher Interventionsarbeit hervorgehoben.
Die Untersuchung zeigt, dass Jungen eher direkt und physisch mobben, während Mädchen bevorzugt auf verbaler und sozialer Ebene indirekt agieren, was unterschiedliche pädagogische Ansätze erforderlich macht.
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