Examensarbeit, 2008
79 Seiten, Note: 2,5
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
A. Das Hörverstehen im Sprachlernprozess
1. Die Rolle von Wissen und Können im Hörverstehen
1.1. Die Komponenten der Sprachverarbeitung
2. Der Prozess der Sprachverarbeitung beim Hören
2.1. Bottom- up und Top- down- Prozesse
2.2. Die Rolle des Inferierens
2.3. Die Rolle des deklarativen und prozeduralen Sprachwissens im Sprachverarbeitungsprozess
3. Die Probleme beim Hörverstehen in der Fremdsprache
3.1. Die Wichtigkeit des Lernprozesses
3.2. Besondere Probleme des Fremdsprachenlernenden
3.3. Lernprobleme von Sprachenlerner versus Muttersprachler
3.4. Kurze Zusammenfassung der Hörverstehensprobleme
4. Das Hörverstehen in der Fremdsprache üben
4.1. Gezielter Aufbau des Hörverstehens
4.2. Hörverstehensstrategien
4.2.1. Unterrichtsprinzipien zum Hörverstehen
4.2.2. Diskussion verschiedener Hörstrategien
4.2.2.1. Strategien, die das Hörverstehen vorbereiten
4.2.2.2. Strategien, die den Hörprozess erleichtern
4.2.2.3. Strategien, die helfen, das Gehörte zu verarbeiten
4.2.2.4. Strategien, die helfen, das Gehörte zu behalten
4.2.3. Die Arbeit mit Hörverstehensaufgaben
4.2.4. Die Überprüfung und Bewertung von Hörverstehensleistungen im Fremdsprachenunterricht
B. Medien im Sprachlernprozess
1. Der Medienbegriff
1.1. Medienpädagogik
2. Medienarten und deren Verwendung
2.1. Klassifikation von Medien
2.2. Mediennutzung für Lehr- und Lernprozesse
2.3. Neue Medien im Hörverstehen
2.3.1. Internet und Softwareprogramme
2.3.2. Neuste Hörverstehensmedien
2.4. Medieneinsatz im Unterricht
2.4.1. Medienauswahl für den Unterricht
2.4.1.1. Lerntheoretische Didaktik
2.5. Vor- und Nachteile von Medieneinsatz im Unterricht
C. Themenbezogene Lehrwerksanalyse und Kritik- Vorüberlegungen zu Analyse
1. Ein Überblick
2. Theoretische Vorüberlegungen zur Analyse der Lehrwerke
2.1. Auswahl der Untersuchungskriterien
3. Kurze Darstellung der ausgewählten Lehrwerke
3.1. Découvertes
3.2. Réalités
3.3. Passages
D. Themenspezifische Analyse ausgewählter Französischlehrwerke
1. Lehrwerk Découvertes
1.1. Aufbau des Schülerbuchs
1.2. Einsatz von Hörverstehensmedien
2. Lehrwerk Réalités
2.1. Aufbau des Schülerbuchs
2.2. Einsatz von Hörverstehensmedien
3. Lehrwerk Passages
3.1. Aufbau des Schülerbuchs
3.2. Einsatz von Hörverstehensmedien
4. Ausblick
E. Résumé
Die Arbeit untersucht den Einsatz mediengestützter Verfahren zur Schulung des Hörverstehens im Französischunterricht. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Sprachverarbeitung beim Hören mit der praktischen Umsetzung und Analyse aktueller Lehrwerke zu verknüpfen, um effektive Strategien für den Unterricht abzuleiten.
2.1. Bottom- up und Top- down- Prozesse
Laut Bertelsmann versteht man unter bottom- up und top- down- Prozessen zwei entgegen gesetzte Vorgehensweisen, die in verschiedenen Sinnzusammenhängen verwendet werden. Grundsätzlich werden damit zwei komplementäre Herangehensweisen an Problemstellungen bezeichnet, die entweder von allgemeinen Ansätzen auf spezielle Lösungen kommt (top down) oder umgekehrt (Vgl. Bertelsmann, S. 347). Schließt man diesen Grundsatz auf die Sprachverarbeitung, so kann man sagen, dass jede Sprachverarbeitung ein Prozess ist, der gleichzeitig von oben nach unten (top- down) und von unten nach oben (bottom- up) abläuft. Entscheidend ist, dass beim top- down-Prozess die Richtung der Sprachverarbeitung durch das vom Sprachverarbeiter bereitgestellte Wissen bestimmt wird (konzeptgeleitet/ concept- driven) und beim bottom- up-Prozess die Richtung des Verarbeitung durch die eingehende Stimuli (datengeleitet/ data- driven) bestimmt wird. Eine Sprachverarbeitung ist immer zugleich datengeleitet und konzeptgeleitet und wird durch das prozederale Sprachwissen gesteuert.
Die Rolle von Wissen und Können im Hörverstehen: Dieses Kapitel erläutert die notwendige Differenzierung zwischen deklarativem und prozeduralem Wissen als Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Verarbeitung sprachlicher Mitteilungen.
Der Prozess der Sprachverarbeitung beim Hören: Hier wird der interaktive Charakter der Sprachverarbeitung durch das Zusammenspiel von top-down und bottom-up Prozessen sowie die zentrale Rolle des Inferierens dargestellt.
Die Probleme beim Hörverstehen in der Fremdsprache: Es werden die spezifischen Hürden für Fremdsprachenlerner thematisiert, die sich aus der mangelnden Automatisierung der Dekodierung und der fehlenden Vertrautheit mit der Zielsprache ergeben.
Das Hörverstehen in der Fremdsprache üben: Das Kapitel bietet methodische Anregungen zur systematischen Förderung des Hörverstehens durch verschiedene Strategien und Aufgabenformate.
Medien im Sprachlernprozess: Dieser Abschnitt definiert den Medienbegriff und klassifiziert verschiedene Medienarten hinsichtlich ihrer Eignung für den Lehr- und Lernprozess im Französischunterricht.
Themenbezogene Lehrwerksanalyse und Kritik- Vorüberlegungen zu Analyse: Einleitend wird der theoretische Rahmen für eine qualitative Untersuchung von Französisch-Lehrwerken abgesteckt, um die Einbindung neuer Medien zu bewerten.
Themenspezifische Analyse ausgewählter Französisch-Lehrwerke: Dieses Kapitel führt eine konkrete Analyse der Lehrwerke Découvertes, Réalités und Passages durch, wobei ihr jeweiliger Aufbau und die methodische Integration von Hörverstehensmedien im Fokus stehen.
Hörverstehen, Französischunterricht, Sprachverarbeitung, Fremdsprachenlernen, Medienpädagogik, Lehrwerksanalyse, Top-down-Prozess, Bottom-up-Prozess, Inferieren, Medienkompetenz, Découvertes, Réalités, Passages, Didaktik, Lernstrategien
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Gestaltung des Hörverstehensunterrichts in der Fremdsprache Französisch unter besonderer Berücksichtigung moderner Medien.
Die Schwerpunkte liegen auf kognitiven Prozessen der Sprachverarbeitung, den Problemen beim Fremdsprachenerwerb, dem Medieneinsatz sowie einer vergleichenden Lehrwerksanalyse.
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch den Einsatz geeigneter Strategien und Medien das Hörverstehen der Schüler nachhaltig fördern und unterstützen können.
Die Verfasserin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse, um die Individualität der Lehrwerke und deren Umgang mit Hörverstehensmedien detailliert darzustellen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Wissen, Können, Sprachverarbeitung) erörtert, gefolgt von der praktischen Relevanz des Medieneinsatzes und einer Analyse der Lehrwerke Découvertes, Réalités und Passages.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hörverstehen, Fremdsprachendidaktik, Medieneinsatz, Lehrwerksanalyse und Lernstrategien.
Die Arbeit betont den Wandel der Medienwelt und zeigt auf, dass neue Medien wie das Internet oder Podcasts authentische Hörsituationen schaffen und die Motivation im Unterricht steigern können.
Es zeigt sich, dass alle untersuchten Lehrwerke das Hörverstehen thematisieren, wobei sich Unterschiede in der Qualität und der Integration von Zusatzmaterialien wie CDs oder Übungssoftware ergeben.
Das Lehrwerk "Passages" wird aufgrund seiner moderneren Konzeption von 1998 als besonders interaktiv und gut in den Lernprozess eingebunden bewertet.
Es wird empfohlen, Hörverstehen kontinuierlich und systematisch zu üben und den Schülern beratend Strategien an die Hand zu geben, anstatt nur punktuell mit Hörtexten zu arbeiten.
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