Fachbuch, 2009
31 Seiten
1. KAPITEL DAS ATMUNGSORGAN
Die Duplizität der Luftaufnahme durch Nase und Mund
2. KAPITEL DIE ATEMSTÜTZE
Die richtige Körperhaltung
Die Elastizität der Atmungsmuskulatur
3. KAPITEL DAS STIMMORGAN
1. Respirationsstellung:
2. Phonationsstellung:
3. Flüsterton:
4. Vollverschluss:
5. Vollatmungsstellung:
Der Kehlkopf
Der Ansatz des Stimmlautes: Phonation
Die Weitung des Pharynx
DIE ARTIKULATIONSORGANE
Der Unterkiefer (Mandibula)
Die Lippen (Labia)
Die Zunge (Lingua)
Das Zäpfchen (Uvula)
4. KAPITEL DAS ANSATZROHR
5. KAPITEL DIE VERSTÄRKUNG DES STIMMLAUTES: RESONANZ
Brustresonanz
Kopfresonanz
Indifferenzlage
6. KAPITEL LAUTPHYSIOLOGIE
Vokale
I – Laute
E – Laute
A –Laute
O – Laute
U – Laute
Ö – Laute
Ü – Laute
Diphthonge
EI /AI
AU
EU / ÄU
KONSONANTEN
Explosivlaute (Verschlusslaute, Sprenglaute)
P
B
T
D
K
G
Reibelaute (Engelaute)
F
W
S
Stimmloses (scharfes) S
Stimmhaftes ( weiches) S
SCH
CH (ich-Laut)
CH (ach-Laut)
NASALE
M
N
NG
ÜBRIGE KONSONANTEN
H
L
R
7. KAPITEL AUSSPRACHEREGELN
Die vorliegende Arbeit untersucht die anatomischen und physiologischen Grundlagen der menschlichen Stimme und Artikulation aus der Perspektive eines Sprechlehrers. Das Hauptziel besteht darin, die Zusammenhänge zwischen Atmung, Stimmerzeugung und Lautbildung zu erläutern, um ein Verständnis für eine gesunde und präzise Sprechweise zu schaffen.
Die richtige Körperhaltung
Die Grundvoraussetzung für die richtige Atemführung ist die aufrechte Körperhaltung mit gestreckter Wirbelsäule und waagrecht stehendem Becken. Erfüllt dieses seine natürliche Funktion als „Schale für die Eingeweide“, erübrigt sich ein Einziehen der Bauchdecke, welches die Beweglichkeit und Elastizität der Atmungsmuskulatur blockiert. Dies würde zu Verspannungen im Bereich der Bauchdecke führen und die Atemluft am Einfließen in die Tiefe der Lungen behindern. Die Folge davon wäre eine isolierte Brust- /Schlüsselbeinatmung. Das Gewicht des Brustkorbes, des Schultergürtels und der Arme, das auf der Lunge lastet, würde beim Einatmen deren Entfaltung, beim Ausatmen die Dosierung der Ausatmungsluft zu einem gleichmäßig, kontinuierlich, langsamen Strom verhindern.
Das mühsame Heben des Brustkorbes und Schultergürtels beim Einatmen führt nicht nur zu Verspannungen der Halsmuskulatur, sondern könnte auch durch gewaltsames Einsaugen der Luft, zu Überdehnungen der Lungenbläschen führen und mitunter sogar organische Leiden hervorrufen.
Die starke Muskulatur zu beiden Seiten der Wirbelsäule streckt das Rückgrat vom Kreuzbein bis zum Nackenwirbel und hebt den Oberkörper selbsttragend aus dem Becken heraus. Durch bewusste Zwerchfellatmung mit der organischen Verlagerung des Atemschwerpunktes in das Becken erhält der Körper Kraft und Stabilität. Die Durchlüftung des Brustraumes bei der Intercostalatmung fügt dem Körpergefühl der Stabilität noch die Empfindung der Leichtigkeit hinzu, die sich positiv auf den Ansatz der Laute sowie auf sämtliche Bewegungen des Körpers auswirkt.
1. KAPITEL DAS ATMUNGSORGAN: Beschreibt den Aufbau der Lunge und den Prozess des Gasaustausches sowie die Bedeutung der Nasenatmung.
2. KAPITEL DIE ATEMSTÜTZE: Erläutert die Funktion der Atmungsmuskulatur, insbesondere des Zwerchfells, und die Notwendigkeit einer korrekten Körperhaltung für die Atemführung.
3. KAPITEL DAS STIMMORGAN: Analysiert den Kehlkopf als Instrument der Tonerzeugung, die verschiedenen Stellungen der Stimmritze und die Artikulationsorgane.
4. KAPITEL DAS ANSATZROHR: Beschreibt die verschiedenen Hohlräume oberhalb des Kehlkopfes, die zur Verstärkung und Formung des Schalls dienen.
5. KAPITEL DIE VERSTÄRKUNG DES STIMMLAUTES: RESONANZ: Erklärt die Bedeutung von Brust- und Kopfresonanz sowie die Definition der Indifferenzlage für eine geschmeidige Sprechstimme.
6. KAPITEL LAUTPHYSIOLOGIE: Detaillierte Darstellung der Bildungsweise sämtlicher Vokale, Diphthonge und Konsonanten der deutschen Sprache.
7. KAPITEL AUSSPRACHEREGELN: Führt die normativen Regeln der deutschen Hochlautung für Vokale und Konsonanten auf.
Atemführung, Stimmorgan, Kehlkopf, Artikulation, Resonanz, Vokale, Konsonanten, Sprechtraining, Phonation, Zwerchfellatmung, Lautphysiologie, Indifferenzlage, Ausspracheregeln, Sprechlehrer, Atemstütze
Die Arbeit behandelt die anatomischen und physiologischen Prozesse, die der menschlichen Stimmgebung und Artikulation zugrunde liegen, um eine Basis für professionelles Sprechtraining zu bilden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Atemphysiologie, der Funktionsweise des Kehlkopfes, der Rolle der Resonanzräume sowie einer detaillierten lautphysiologischen Analyse der deutschen Sprache.
Das Ziel ist die Vermittlung von fundiertem Wissen über die körpereigenen Mechanismen der Stimm- und Sprachproduktion, um Sprechern eine bewusste und gesunde Steuerung ihres Instruments zu ermöglichen.
Der Autor wählt einen anatomisch-funktionalen Ansatz, indem er die beteiligten Organe wie Lunge, Kehlkopf und Mundhöhle beschreibt und deren Zusammenspiel bei der Lautformung darlegt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Atmungsapparates, die anatomische Beschreibung des Stimmapparates, die Artikulationsorgane und eine systematische Kategorisierung der Laute und deren Ausspracheregeln.
Begriffe wie Atemstütze, Phonation, Artikulation, Resonanz, Lautphysiologie und Indifferenzlage stehen im Zentrum der fachlichen Ausführungen.
Diese Unterscheidung ist relevant, da sie die Störanfälligkeit der S-Laut-Bildung beeinflusst und das Verständnis für unterschiedliche korrekt erlernte Aussprachevarianten im Spracherwerb fördert.
Das Ansatzrohr ist das System von Hohlräumen oberhalb der Stimmritze (Rachen, Mund- und Nasenhöhle), das zur Entfaltung der Klangfülle und Nuancierung des Primärtones dient.
Die Indifferenzlage stellt die vollklingende, natürliche Mittellage der Stimme dar, in der eine optimale Stimmgebung mit minimalem muskulären Aufwand möglich ist.
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