Examensarbeit, 2021
50 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Übersicht
2 Emotionen & Lernen
2.1 Emotionen
2.1.1 Bedeutung von Emotionen
2.1.2 Entstehung von Emotionen
2.1.3 Neuronale Betrachtung von Emotionen
2.1.4 Emotionstheorien
2.1.5 Emotionsregulation
2.1.6 Emotionen im schulischen Kontext
2.2 Lernen
2.2.1 Wie lernt ein Mensch?
2.2.2 Selbstreguliertes Lernen (SRL)
2.2.3 Lernstrategien
2.2.4 Der Einfluss von Emotionen auf das Lernen
2.2.5 Lernen unter COVID-19: Studie der Universität Wien
3 Forschungsfragen
4 Empirische Untersuchung
4.1 Methode
4.2 Instrumente
4.3 Resultate
4.3.1 Freude
4.3.2 Langeweile durch Unterforderung
4.3.3 Langeweile durch Überforderung
5 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Situation des häuslichen Lernens während der Corona-Pandemie und den dabei auftretenden Emotionen Freude und Langeweile bei Schülerinnen und Schülern. Ziel ist es, Einflussfaktoren zu identifizieren, die zur emotionalen Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen im Distanz-Unterricht beitragen und Lernerfolge unterstützen können.
2.1.1 Bedeutung von Emotionen
Emotionen sind alltäglich, allgegenwärtig und weltumfassend, sie sind ein essentieller Bestandteil eines jeden Lebens und spielen in den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens eine wichtige Rolle. Vaitl (2006) beschreibt Emotionen als Handlungsdispositionen, die eng mit unserem Verhalten verknüpft sind und mitbestimmen in welcher Weise wir handeln. Er führt diese These noch weiter und benennt Emotionen als Frühwarnsysteme, die, wenn sie fehlen, bedrohliche Zustände ebenso wie soziale Komplikationen zur Folge haben können (vgl. Arnold 2001, Vaitl 2006). Rost (2005) wirbt für eine Differenzierung der beiden Begriffe Emotionen und Gefühle, die häufig miteinander gleichgesetzt werden. So beschreibt er, dass Emotionen und Gefühle einem großen Wortfeld angehören.
Zimmer (1984) bringt in die Differenzierung zwischen Gefühl und Emotion also den zeitlichen Aspekt mit ein, indem er beschreibt, dass eine Emotion ein länger anhaltender Zustand, ein lang anhaltendes Gefühl ist. Alfons Hamm (2006) hingegen beschreibt Emotionen als Reaktionsmuster, welche durch spezifische Objekte, unabhängig davon ob diese real oder imaginiert sind, ausgelöst werden. Gemeinhin werden Emotionen als Gefühle erlebt. Sie werden jedoch nicht nur erlebt, sie werden gewöhnlich ebenso von charakteristischen Ausdrucksphänomenen wie um Beispiel der Mimik, Gestik oder auch der Lokalisation begleitet.
Nach Alfons Hamm (2006) lassen sich Emotionen weiterführend als Handlungsdispositionen verstehen, welche einer bestimmten Handlung Priorität einräumen und das aktuelle Verhalten oder auch mentale Prozesse des Organismus unterbrechen. Diese handlungsbasierte Funktion von Emotionen beinhaltetet nicht nur eine generelle, unspezifische Aktivierung des Organismus sondern auch eine spezifische Erregungsveränderung, welche den Körper für ein spezifisches Verhalten wie beispielsweise auf einen Angriff, Erbrechen, Flucht etc. vorbereitet.
1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Untersuchung des häuslichen Lernens während der COVID-19-Pandemie und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Forschungsfokus auf Freude und Langeweile.
2 Emotionen & Lernen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Emotionen und Lernen dargelegt, insbesondere deren Entstehung, Theorien, die Rolle des selbstregulierten Lernens und die Auswirkungen von Emotionen auf den schulischen Erfolg.
3 Forschungsfragen: Die Forschungsfragen werden auf Basis der theoretischen Erkenntnisse formuliert und zielen auf den Zusammenhang zwischen persönlichen Prädiktoren, Lernumgebung, Unterstützung und dem emotionalen Erleben ab.
4 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der Datenerhebung an 5. Klassen sowie die verwendeten Messinstrumente und präsentiert die statistischen Ergebnisse der Regressionen.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, in den Kontext der theoretischen Annahmen eingeordnet und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Lernsituationen im Distanz-Unterricht abgeleitet.
Häusliches Lernen, Distanz-Unterricht, Emotionen, Freude, Langeweile, Selbstreguliertes Lernen, SRL, Lernstrategien, Kognitive Strategien, Lernumgebung, Schülerwohlbefinden, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, Corona-Pandemie, Bildungsforschung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des häuslichen Lernens während der Corona-Pandemie auf die Emotionen Freude und Langeweile bei Schülerinnen und Schülern im Distanz-Unterricht.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen von Emotionen, das Konzept des selbstregulierten Lernens (SRL), verschiedene Lernstrategien sowie die Gestaltung der Lernumgebung und deren Einfluss auf das emotionale Wohlbefinden.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen Aspekten wie selbstreguliertem Lernen, eingesetzten Lernstrategien, Lernumgebung sowie wahrgenommener Unterstützung und dem Erleben von Freude und Langeweile bei den Lernenden besteht.
Es wurde eine empirische Untersuchung mit 79 Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse durchgeführt, bei der Daten mittels eines Online-Fragebogens erhoben und mittels multipler linearer Regressionen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende Literaturrecherche zu Emotions- und Lerntheorien, die methodische Darlegung der Studie, eine Zusammenfassung der Ergebnisse der empirischen Erhebung sowie eine abschließende Diskussion der Befunde.
Zentrale Begriffe sind häusliches Lernen, Distanz-Unterricht, selbstreguliertes Lernen, Emotionen, Freude, Langeweile, Lernstrategien und Schülerwohlbefinden.
Die Untersuchung differenziert zwischen Langeweile durch Unterforderung und Langeweile durch Überforderung, da diese unterschiedliche Auslöser haben und daher getrennt voneinander betrachtet werden müssen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Unterstützung durch Eltern insbesondere Langeweile durch Unterforderung verringern kann, während Unterstützung durch Lehrkräfte signifikant Langeweile durch Überforderung reduzieren kann.
Ja, die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine positive Einschätzung der Lernumgebung sowie ein hohes Maß an selbstreguliertem Lernen die erlebte Freude im Distanz-Unterricht positiv vorhersagen können.
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