Examensarbeit, 2008
51 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Grundlagen zur Montessori-Pädagogik
2.1 Ursprung und Entwicklung
2.2 Grundannahmen
2.3 Unterrichtsprinzipien
2.4 Schlussfolgerungen
3 Mathematische Förderung
3.1 Definition und Bedeutung
3.2 Umsetzung der Förderung
4 Konzepterstellung und -umsetzung
4.1 Vorbereitungsphase
4.1.1 Ziele des Konzepts
4.1.2 Zeitplan
4.2 Umsetzungsphase
4.2.1 Auswahl und Beschaffung der Materialien
4.2.2 Auswahl der Förderkinder
4.2.3 Ermittlung des Förderbedarfs
4.2.4 Durchführung der Förderstunden
4.3 Evaluationsphase
4.3.1 Quantitative Evaluation
4.3.2 Qualitative Evaluation
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Das Hauptziel der Arbeit ist die Erstellung, Umsetzung und Bewertung eines mathematischen Förderkonzepts für rechenschwache Kinder einer dritten Jahrgangsstufe außerhalb des regulären Unterrichts, wobei die besondere Eignung von Montessori-Materialien im Fokus steht.
Förderung mit Montessori-Materialien
In der Praxis existieren unterschiedliche Arten von Materialien, zu denen auch die Montessori-Materialien zählen (vgl. Kapitel 2.3). Zur Bewertung der Eignung von didaktischen Materialien haben sich in der Literatur verschiedene Gütekriterien etabliert (vgl. KRAUTHAUSEN 1998, 128; LORENZ & RADATZ 2005, 91-92). Die Prüfung der mathematischen Montessori-Materialien entlang der Anzahl erfüllter Gütekriterien zeigt die in Kapitel 2.3 bereits angedeutete Attraktivität und damit die Eignung für ein mathematisches Förderkonzept für rechenschwache Kinder (vgl. Tab.2).
Insbesondere zeichnet sich das „mathematische Material“ durch leichte Handhabbarkeit, Strukturiertheit und einen farb- und formbedingten hohen Aufforderungscharakter aus. Das hohe Maß an Strukturiertheit der Materialien gewährleistet einerseits eine schnelle Sinnerfassung der Materialnutzung, sowie andererseits selbständiges Lernen in strukturierter Form zur Verinnerlichung. Viele Materialien dienen gleichzeitig als Beweismittel, so dass die Argumentationsfähigkeit der Kinder gefördert wird (vgl. KRAUTHAUSEN 1998, 128). Mathematische Sachverhalte können bei vielen Materialien trivial von der handelnden auf die ikonische und symbolische Darstellungsebene übertragen werden (vgl. BRUNER 1971). Ihre Vielfältigkeit zeigt sich darin, dass die Materialien meist nicht nur auf mehrere Grundrechenarten, sondern auch auf verschiedene Zahlenräume anwendbar sind und eigene Lösungswege ermöglichen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den bildungspolitischen Stellenwert mathematischer Förderung in Deutschland sowie die Ausgangslage an der untersuchten Schule und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Grundlagen zur Montessori-Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung, die Grundannahmen und die Prinzipien der Montessori-Pädagogik als Basis für das Förderkonzept.
3 Mathematische Förderung: Es werden theoretische Grundlagen der mathematischen Förderung dargelegt und die Nutzung von Montessori-Materialien theoretisch begründet.
4 Konzepterstellung und -umsetzung: Dieses Kapitel beschreibt praxisorientiert den gesamten Ablauf des Projekts von der Planung über die Materialauswahl bis zur Evaluation der Ergebnisse.
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und ein Ausblick auf den nachhaltigen Ausbau des Konzepts gegeben.
Mathematische Förderung, Montessori-Pädagogik, Rechenschwäche, Grundschule, Förderkonzept, Montessori-Materialien, Arithmetik, Leistungsbeurteilung, Freiarbeit, Vorbereitete Umgebung, Lernstandserhebung, Inklusion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Implementierung eines mathematischen Förderprogramms für rechenschwache Kinder einer dritten Jahrgangsstufe unter Anwendung von Montessori-Materialien.
Im Zentrum stehen die Montessori-Pädagogik, didaktische Grundlagen mathematischer Förderung, die Auswahl geeigneter Materialien sowie die praktische Umsetzung und Evaluation einer Fördergruppe.
Das Ziel ist die Reduktion von Leistungsrückständen bei betroffenen Schülern durch ein strukturiertes Förderkonzept, um ihnen wieder eine erfolgreiche Teilhabe am regulären Unterricht zu ermöglichen.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die auf einer schriftlichen Lernstandserhebung, qualitativen Beobachtungen und einer nachfolgenden quantitativen und qualitativen Evaluation der Fördermaßnahmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Montessori-Pädagogik und mathematischen Förderung sowie in den praxisorientierten Teil der Konzepterstellung und -umsetzung.
Die zentralen Schlagworte sind mathematische Förderung, Montessori-Pädagogik, Lernstandserhebung, Arithmetik, Förderung, Fördermaterialien und Schulentwicklung.
Die Materialien zeichnen sich durch hohe Strukturiertheit, Anschaulichkeit und einen Aufforderungscharakter aus, wodurch sie besonders für rechenschwache Kinder zur Verinnerlichung mathematischer Strukturen geeignet sind.
Sie ist ein Kernprinzip der Montessori-Pädagogik, das den Schülern durch gezielt bereitgestellte, frei zugängliche Materialien ein selbständiges und fehlerkontrolliertes Lernen ermöglicht.
Der Förderbedarf wurde durch eine eigens erstellte schriftliche Lernstandserhebung sowie ergänzende Diagnosegespräche und Beobachtungen bestimmt, um ein individuelles Fähigkeitsprofil der Kinder zu erstellen.
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