Masterarbeit, 2018
135 Seiten, Note: 1,2
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
2.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
2.2 Gliederung und Vorgehensweise
3. Theoretischer Rahmen
3.1 Schulsozialarbeit als Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Schule
3.2 Jugendhilfe als Träger der Schulsozialarbeit
3.3 Spezifika der Grundschule als Kontext für Schulsozialarbeit
3.4 Definition und Merkmale von Kooperation
3.5 Qualitätskriterien einer gelingenden Kooperation
3.6 Historischer Überblick der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule
3.7 Forschungsstand der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule
4. Methodische Vorgehensweise
4.1 Das leitfadengestützte Experteninterview
4.2 Erstellung des Leitfadens
4.3 Stichprobenziehung
4.4 Untersuchungsgruppe
4.5 Grounded Theory
5. Datenerhebung und –analyse
5.1 Untersuchungsergebnisse
5.1.1 Schritt 1: Offenes Kodieren
5.1.2 Schritt 2: Axiales Kodieren
5.1.3 Schritt 3: Selektives Kodieren
5.1.3.1 Einfluss motivationaler und personenspezifischer Faktoren auf die Kooperation
5.1.3.2 Strukturelle Einflüsse auf die Qualitätsentwicklung und –sicherung der Kooperation
6. Zusammenfassung und Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Diskussion der Untersuchungsergebnisse
6.2 Einordnung der Interviewbeispiele in die Qualitätskriterien einer gelingenden Kooperation
6.3 Diskussion der Methode und Auswahl der Akteure
7. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht aus der Perspektive von SchulsozialarbeiterInnen den Ist-Stand der Kooperation mit Lehrkräften an Grundschulen. Ziel ist es, subjektive Theorien über diese Zusammenarbeit zu erfassen sowie hemmende und begünstigende Einflüsse zu identifizieren, um Möglichkeiten zur Qualitätssteigerung abzuleiten.
3.1 Schulsozialarbeit als Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Schule
Die Schulsozialarbeit stellt die bedeutendste Schnittstelle zwischen der Jugendhilfe und der Schule dar. „Unter Schulsozialarbeit sollen sämtliche Aktivitäten und Ansätze einer verbindlich vereinbarten, dauerhaften und gleichberechtigten Kooperation von Jugendhilfe und Schule – bzw. von Fachkräften der Jugendhilfe einerseits und Lehrkräften andererseits – verstanden werden, durch die sozialpädagogisches Handeln am Ort sowie im Umfeld der Schule ermöglicht wird. Schulsozialarbeit in diesem Sinne ist definitionsgemäß eine Aufgabe der Jugendhilfe. Sie bringt jugendspezifische Ziele, Tätigkeitsformen, Methoden und Herangehensweisen in die Schule ein, die auch bei einer Erweiterung des beruflichen Auftrages der Lehrer nicht durch die Schule allein realisiert werden können. Schulsozialarbeit ist also eine zusätzliche Ressource, die die pädagogische Qualität der Schule weiterentwickeln hilft und das Repertoire pädagogischer Arbeitsformen und Lernchancen erweitert“ (Olk/Bathke/Hartnuß, 2000, In: Speck, 2006, S.21).
In den Schulen seit den 60er Jahren vertreten, richtete sich die Schulsozialarbeit zunächst an die Kinder der unteren Klassen und breitete das Angebot bis zur heutigen Zeit auf die gesamte Schullaufbahn aus (vgl. Behr-Heintze/Lipski, 2005). Die Notwendigkeit begründet sich durch die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, so dass Schule mehr und mehr zu einem Ort wird, an dem die Kinder und Jugendlichen den Großteil ihres Tages verbringen, Freunde treffen und Freizeitangebote wahrnehmen. Zum anderen heißt es, dass die Kinder heute mehr Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsverzögerungen zeigen würden als früher und deswegen der Bedarf an weiterem pädagogischen Personal in den Schulen dringend erforderlich sei (vgl. Knauer, 2001).
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Zielsetzung und die Kernbotschaften der Arbeit hinsichtlich der konfliktbehafteten Kooperation zwischen SchulsozialarbeiterInnen und Lehrkräften.
Einleitung: Führt in die Thematik der Schulsozialarbeit als Angebot der Jugendhilfe ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie die Ziele der Arbeit.
Theoretischer Rahmen: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Schulsozialarbeit, die Kooperationsmodelle sowie den Forschungsstand zur Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule.
Methodische Vorgehensweise: Beschreibt die Entscheidung für leitfadengestützte Experteninterviews und das methodische Vorgehen mittels der Grounded Theory.
Datenerhebung und –analyse: Detailliert den Prozess der Datenverarbeitung und die Ergebnisse der Kodierung von den Interviews.
Zusammenfassung und Diskussion: Verknüpft die theoretischen Vorannahmen mit den empirischen Ergebnissen und ordnet die Praxisbeispiele in Qualitätskriterien ein.
Fazit und Ausblick: Resümiert die wesentlichen Erkenntnisse und gibt Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Kooperationsqualität.
Schulsozialarbeit, Kooperation, Jugendhilfe, Primarbereich, Lehrkräfte, Experteninterviews, Grounded Theory, Schulstation, Kooperationsqualität, Strukturqualität, Prozessqualität, Beziehungsarbeit, Kinderschutz, Sozialpädagogik, Lehrerkooperation.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Zusammenarbeit zwischen SchulsozialarbeiterInnen und Lehrkräften an Grundschulen, wobei besonders die Perspektive der Schulsozialarbeit eingenommen wird.
Im Zentrum stehen die strukturellen Gegebenheiten, die institutionellen Unterschiede zwischen Jugendhilfe und Schule sowie Faktoren, die eine beziehungsbasierte Zusammenarbeit fördern oder behindern.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie SchulsozialarbeiterInnen die Kooperation bewerten und welche Einflussfaktoren (personell oder strukturell) für ein Gelingen oder Scheitern maßgeblich sind.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Experteninterviews gewählt, die nach der Methode der Grounded Theory ausgewertet wurden.
Nach einem ausführlichen theoretischen Teil erfolgt die methodische Beschreibung, gefolgt von der Datenanalyse, die in eine Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse mündet.
Wichtige Begriffe sind Schulsozialarbeit, Kooperation, Qualitätsentwicklung, Strukturqualität sowie die Kooperationsmodelle von Integration und Distanz.
Die befragten Fachkräfte sehen Lehrkräfte oft als autonom arbeitende Akteure, die in starren Strukturen gefangen sind, was eine ganzheitliche Kooperation teilweise erschwert.
Das Thema Kinderschutz wird als hochgradig sensibel beschrieben; Unwissenheit über Strukturen führt hier oft zu Unsicherheiten aufseiten des Lehrerkollegiums, was eine enge Einbindung der Schulsozialarbeit erforderlich macht.
Die Studie unterstreicht, dass informelle Gespräche und persönliches Vertrauen essenzielle Voraussetzungen sind, um Lehrkräfte zur Kooperation zu motivieren und als Partner zu gewinnen.
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