Examensarbeit, 2009
35 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. ANLASS, HERKUNFT UND LEGITIMATION
3. THEORIE
HISTORISCHE EINORDNUNG
DEFINITION CYBERBULLYING
KLASSIFIKATION
ATTRAKTIVITÄT DIGITALER KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIEN FÜR CYBERBULLYING
GRUNDLEGENDE INTERVENTIONS- UND PRÄVENTIONSKONZEPTE
4. DAS KONZEPT DES CYBERBULLYING-BÜROS
DAS SOZIALPÄDAGOGISCHE KONZEPT DER HAUPTSCHULE
DIE CYBERBULLYING-UMFRAGE
ORGANISATION UND STRUKTUR
AUSBILDUNG DES CYBERBULLYING-TEAMS
DER „FAHRPLAN“ FÜR DIE INSTALLATION DES CYBERBULLYING-BÜROS
5. LEHRERFUNKTIONEN
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit einer strukturierten Präventions- und Interventionsstrategie gegen Cyberbullying an einer Hauptschule aufzuzeigen und ein entsprechendes Konzept für ein schülergeleitetes „Cyberbullying-Büro“ zu entwickeln und zu implementieren.
DEFINITION CYBERBULLYING
Um den Begriff Cyberbullying zu klären, ist es notwendig, sich im Voraus mit der Definition des traditionellen Bullying zu befassen.
Tagtäglich kommen wir im Berufsleben und in den Medien mit diesem unter dem Synonym „Mobbing“ geläufigen Wort „Bullying“ in Berührung. Beide Begriffe stammen aus dem englischen Sprachraum, wobei „Mobbing“ bereits als eingedeutscht anzusehen ist, da es in den gängigen Wörterbüchern neben Synonymen wie „schikanieren“ und „tyrannisieren“ als deutsche Übersetzung des englischen „bullying“ zu finden ist. Doch gerade die mittlerweile inflationäre Nutzung des Mobbing-Begriffs in den Medien führt zu uneinheitlichen Konnotationen, die einen sehr weit gefassten Mobbing-Terminus zur Folge haben. Um dieses zu umgehen, haben sich einige Fachexperten, wie Grimm oder Riebel, für die Fachbezeichnung „Bullying“ entschieden, für die eindeutige Kriterien festgesetzt werden. Dem schließe ich mich im Rahmen dieser Staatsarbeit an.
Allerdings ist anzumerken, dass Definitionen zum Mobbing existieren, die in gleicher Form für Bullying übernommen werden können: „EIN MENSCH WIRD GEMOBBT, WENN ER WIEDERHOLT UND ÜBER EINEN LÄNGEREN ZEITRAUM HINWEG OBJEKT NEGATIVER AKTIONEN DURCH EINE ODER MEHRERE ANDERE PERSONEN IST UND DIESEM UNGLEICHGEWICHT MEHR ODER WENIGER HILFLOS AUSGESETZT IST“. Diese Definition lehnt sich, wie die meisten, an den Bullying-Begriff von Olweus an: „A STUDENT IS BEING BULLIED […] WHEN HE OR SHE IS EXPOSED REPEATEDLY AND OVER TIME, TO NEGATIVE ACTIONS ON THE PART OF ONE OR MORE STUDENTS.”
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik anhand von Fallbeispielen sowie Begründung der Relevanz für den Schulalltag.
2. ANLASS, HERKUNFT UND LEGITIMATION: Erläuterung der persönlichen Motivation der Autorin sowie der rechtlichen und pädagogischen Notwendigkeit für ein schulisches Interventionskonzept.
3. THEORIE: Fundierte theoretische Einordnung von Cyberbullying, seiner Klassifikation und der Rolle neuer Medien sowie relevanter Präventionsansätze.
4. DAS KONZEPT DES CYBERBULLYING-BÜROS: Vorstellung der konkreten Konzeption, der Umfrageergebnisse, der Organisationsstruktur und des Ausbildungsplans für die schülergeleitete Instanz.
5. LEHRERFUNKTIONEN: Analyse der Rolle des Lehrers in Bezug auf Erziehung, Unterrichtung, Beratung sowie Evaluation des Gesamtkonzepts.
6. FAZIT: Kritische Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen des entwickelten Modells zur nachhaltigen Prävention von Cyberbullying an Schulen.
Cyberbullying, Mobbing, Schule, Prävention, Intervention, Peer-Mediation, No-Blame-Approach, Sozialpädagogik, Medienkompetenz, Schülerberatung, Web 2.0, Cybermobbing, Schulalltag, Jugendliche, Interaktionsanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Planung und Implementierung eines speziellen Beratungsangebotes an einer Hauptschule, um Schülern bei Problemen mit Cyberbullying durch Peer-Beratung zu unterstützen.
Im Fokus stehen die theoretische Definition von Cyberbullying, die Analyse digitaler Medien als Tatwerkzeuge sowie die praktische Entwicklung eines schulinternen Interventionskonzepts.
Das Hauptziel ist die Einrichtung eines von Schülern geleiteten „Cyberbullying-Büros“, das als präventive und interventive Instanz innerhalb der Schule agiert.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu existierenden Mobbing-Konzepten sowie auf einer schulinternen Umfrage zur Erhebung des aktuellen Bedarfs und Status quo an der Hauptschule.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Konzeptvorstellung inklusive Ausbildungsplänen für Schüler und die Darstellung der spezifischen Lehreraufgaben.
Die zentralen Begriffe umfassen Cyberbullying, Peer-Mediation, No-Blame-Ansatz, Medienkompetenz und schulische Prävention.
Schüler nehmen Ratschläge von Gleichaltrigen oft besser an als von Erwachsenen, weshalb die Peer-Mediation in diesem Bereich als besonders wirksamer und niederschwelliger Ansatz gilt.
Die Schüler durchlaufen eine einjährige Ausbildung, die theoretische Grundlagen, Gesprächsführung, Fallbearbeitung sowie Kompetenzen in Visualisierungs- und Präsentationstechnik vermittelt.
Lehrer fungieren als Initiatoren, Ausbilder und Berater für die Schüler-Teams und greifen bei besonders komplexen oder anonymen Fällen via No-Blame-Intervention ein.
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