Examensarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Kennzeichen und Merkmale einer Depression bei Jugendlichen
1.1 Klassifikation von Depressionen im Jugendalter
1.1.1 Major Depression
1.1.2 Dysthyme Störung
1.2 Mögliche Erkennung und entwicklungsspezifische Symptomatik einer Depression im Jugendalter
2. Epidemiologie
2.1 Häufigkeit der Depression bei Jugendlichen und Schülern
2.2 Depressionen und Pubertät
2.3 Depressionen und Geschlecht
3. Komorbidität und weitere Folgen von Depressionen im Jugendalter
3.1 Komorbidität depressiver Störungen
3.2 Ursachen und Folgen komorbider Störungen
4. Entwicklungsmodelle der Depression
4.1 Multifaktorielles Verursachermodell
4.1.1 Multifinalität
4.1.2 Fehlerhafte Ausgangs- und Sozialisationsbedingungen als Faktoren der Entwicklung einer jugendlichen Depression
4.1.3 Das Diathese-Stress-Modell
4.2 Ursachen möglicher Geschlechtsunterschiede
5. Verlaufsmodelle von Depressionen im Jugendalter
5.1 Kognitive Verlaufsmodelle
5.2 Interpersonale Verlaufsmodelle
5.3. Depressionsrisiko Familie
5.4 Belastungsmomente im Jugendalter
6. Innerschulische psychische Belastungen auf jugendliche Schüler
6.1 Psychisch belastende Schulumwelten für Schüler
6.2 Intrapersonale psychische Belastungen in der Schule
6.3 Der Einfluss des Schultyps auf die Entstehung psychischer Belastungen
7. Zusammenhänge zwischen der Schule und der Entwicklung einer Depression bei Schülern
7.1 Depressionen und ihre Auswirkungen auf die Schule
7.2 Umstrukturierung des multifaktoriellen Modells
8. Fragestellung und Hypothese
9. Datenerhebung und Untersuchungsinstrumente
9.1 Die Stichprobe
9.2 Die Auswertung der Daten
9.3 Der Selbstbeurteilungs-Fragebogen
9.3.1 Der Depressionstest für Kinder (DTK)
10. Ergebnisse und Auswertung der Tests
10.1 Auftretenshäufigkeiten depressiver Störungen bei Schülern
10.2 Geschlechtsunterschiede depressiver Störungen bei Schülern
10.3 Zusammenhänge zwischen schulischen Bedingungen und der depressiven Auffälligkeit von Schülern
10.3.1 Einfluss des schulischen Umfelds auf die Depressivität von Schülern (Die Schulskala)
10.3.2 Der Einfluss des schulisch-sozialen Umfelds auf die Depressivität bei Schülern (Die Sozialskala)
10.3.3 Der gesamtschulische Einfluss auf das Ausmaß der Depressivität von Schülern
10.4 Auswirkungen schulischer Rahmenbedingungen auf tendenziell depressive Schüler
10.5 Unterschiede tendenziell depressiver und nicht depressiver Schüler
10.6 Zukunftsängste und Depressionen von Schülern in Abhängigkeit des Schultyps
Schlussteil und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen schulbezogenen Kognitionen, schulischen Faktoren und dem Ausmaß von Depressivität bei Jugendlichen der 8. Klasse empirisch zu untersuchen und ein darauf basierendes schulisches Verursachermodell zu entwickeln.
1. Kennzeichen und Merkmale einer Depression bei Jugendlichen
Die Depression im Jugendalter gehört zur Krankheitsgruppe der affektiven Störungen. Der Begriff der affektiven Störung beschreibt alle Gemütszustände, die sich durch anhaltende oder krankhafte Veränderungen der Stimmungslage eines Menschen äußern. Die Stimmung wird wiederum als ein subjektiv wahrgenommener Gefühlszustand definiert, der sich zwischen den Polen zweier Extreme bewegen kann. Depressive Stimmung (vom lat.: deprimere- niedergedrückt/erniedrigt) bedeutet umgangssprachlich immer einen niedergeschlagenen Gefühlszustand einer Person (z. B. Trauer-Freude, Liebe-Hass); (vgl. Herpertz-Dahlmann 2008, S. 771).
Petermann und Groen ordnen in ihrer Definition eine Depression den internalisierten bzw. überkontrollierten Störungen zu (vgl. Groen; Petermann 2002, S 15). Im Gegensatz zu externalisierten Störungen, wie der Hyperaktivität oder dem aggressiven Verhalten, benimmt sich eine depressive Person nach außen oft unauffällig. Die Beeinträchtigungen konzentrieren sich auf das innere Erleben eines Menschen. Depressive Kinder und Jugendliche sind an ihrem Verhalten meist nicht zu erkennen (vgl. Achenbach, 1995, S. 59).
Jugendliche und Kinder fühlen sich genau wie Erwachsene im Alltag manchmal schlapp, traurig, niedergedrückt und müde. Im Gegensatz zu diesen alltäglichen Gefühlszuständen ist eine klinische Depression dadurch gekennzeichnet, dass Symptome einer niedergedrückten Stimmung über einen langen Zeitraum anhalten. Außerdem können Symptome depressiver Störungen nicht durch Willenskraft und Anstrengungen kontrolliert werden. Auch wenn der Betroffene weiß, dass er an einer Depression leidet, ist er nicht im Stande, die innerpsychische Gefühlswelt seinem Willen unterzuordnen (vgl. Essau 2002, S. 17).
1. Kennzeichen und Merkmale einer Depression bei Jugendlichen: Definition und Abgrenzung von Depressionen im Jugendalter sowie die Klassifikation nach DSM-IV und ICD-10.
2. Epidemiologie: Untersuchung der Häufigkeitsverteilung von Depressionen bei Jugendlichen unter Berücksichtigung von Alter, Pubertät und Geschlecht.
3. Komorbidität und weitere Folgen von Depressionen im Jugendalter: Analyse des gemeinsamen Auftretens von Depressionen mit anderen Störungen und deren Auswirkungen auf den schulischen Alltag.
4. Entwicklungsmodelle der Depression: Darstellung psychologischer Modelle zur Entstehung, insbesondere des multifaktoriellen Verursachermodells und des Diathese-Stress-Modells.
5. Verlaufsmodelle von Depressionen im Jugendalter: Erklärung der Faktoren, die zur Aufrechterhaltung von Depressionen beitragen, inklusive kognitiver und interpersonaler Aspekte.
6. Innerschulische psychische Belastungen auf jugendliche Schüler: Untersuchung der Rolle der Schule als Belastungsfaktor, beeinflusst durch Schulklima und Leistungsdruck.
7. Zusammenhänge zwischen der Schule und der Entwicklung einer Depression bei Schülern: Verknüpfung der schulischen Umwelt mit der Entstehung depressiver Symptome und Umstrukturierung des multifaktoriellen Modells.
8. Fragestellung und Hypothese: Formulierung der Forschungsziele hinsichtlich der Korrelation zwischen schulischen Belastungen und depressiver Auffälligkeit.
9. Datenerhebung und Untersuchungsinstrumente: Beschreibung der empirischen Untersuchung an drei Schulen unter Nutzung des Depressionstests für Kinder (DTK).
10. Ergebnisse und Auswertung der Tests: Statistische Analyse der Auftretenshäufigkeiten, Geschlechtsunterschiede und Zusammenhänge zwischen schulischen Faktoren und Depressivität.
Depression, Jugendalter, Schulumwelt, Schulklima, Leistungsdruck, Multifaktorielles Modell, Epidemiologie, Komorbidität, Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Schüler, DTK, Bewältigungsstrategien, Geschlechtsunterschiede, Zukunftsängste.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen schulischen Umweltbedingungen, Leistungsdruck und der Entstehung sowie dem Verlauf depressiver Störungen bei Jugendlichen.
Zentral sind die psychische Entwicklung im Jugendalter, die Rolle der Schule als Sozialisationsinstanz, psychologische Entstehungsmodelle für Depressionen und der Einfluss von Belastungen auf das Selbstkonzept.
Ziel ist es zu ermitteln, inwieweit schulbezogene Kognitionen und interpersonale Faktoren das Ausmaß von Depressivität bei Achtklässlern verschiedener Schultypen beeinflussen.
Es handelt sich um eine quantitative empirische Untersuchung, bei der Daten von 92 Schülern mittels des standardisierten "Depressionstests für Kinder" (DTK) erhoben und statistisch analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Depressionsentstehung, die Umstrukturierung eines multifaktoriellen Modells auf den schulischen Kontext sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Testergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Depressivität, Schulumwelt, Belastungsmomente, Leistungsdruck, Bewältigungsstrategien und multifaktorielles Modell.
Ja, die Arbeit stellt fest, dass Mädchen im untersuchten Alter tendenziell höhere Depressionswerte aufweisen und stärker auf soziale Beziehungen in der Schule reagieren als Jungen.
In der durchgeführten Stichprobe konnten keine signifikanten Unterschiede im Ausmaß der depressiven Belastung zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium festgestellt werden.
Die Studie zeigt einen positiven Zusammenhang zwischen Zukunftsängsten und Depressivität; viele Schüler äußern Sorgen hinsichtlich ihrer beruflichen und persönlichen Zukunft.
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