Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Mehrsprachigkeit als Voraussetzung und Ziel des Fremdsprachen- und Französischunterrichts
2.1.1. Zielkompetenzen eines mehrsprachigkeitsorientierten Französischunterrichts
2.1.1.1. Language Awareness
2.1.1.2. Language Learning Awareness
2.1.1.3. Interkulturelle Bewusstheit
2.1.2. Mehrsprachigkeitsdidaktik in bildungspolitischen Dokumenten
2.1.2.1. Referenzrahmen für Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen
2.1.2.2. Bildungsstandards der Kultus-Ministerkonferenz
2.1.2.3. NRW Kernlehrpläne Französisch für Real-, Gesamt-, Sekundarschulen
3. Methodischer Teil
3.1. Methodisches Vorgehen und Analyseinstrument
3.2. Vorstellung der Untersuchungsgegenstände
3.2.1. Tous ensemble
3.2.2. À toi!
4. Darstellung der Ergebnisse
5. Diskussion
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern und in welchem Maße mehrsprachigkeitsdidaktische Ansätze in den Französischlehrwerken „Tous ensemble Band 1“ und „À toi! Band 1“ integriert sind, um daraus abzuleiten, ob lehrwerksspezifische Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit und Art ihrer Anwendung bestehen.
1. Einleitung
Gesellschaftspolitische Entwicklungen, wie Globalisierung, Internationalisierung und Migrationsströme, stellen aufgrund der zunehmenden kulturellen und sprachlichen Heterogenität auch im schulischen Kontext neue Herausforderungen dar, sodass eine Veränderung des Schulunterrichts, insbesondere des Fremdsprachenunterrichts, erforderlich ist. (vgl. Göbel, 2018, S. 31) Ein Ansatz, der diesen Herausforderungen Rechnung tragen soll, ist die Mehrsprachigkeitsdidaktik. Es handelt sich dabei um einen didaktischen Ansatz, der die sprachlichen bzw. mehrsprachigen und kulturellen Kompetenzen der Schüler_innen beim Sprachenlernen miteinbezieht, indem auf Erst- bzw. Herkunftssprache, Zweitsprache und weitere Fremdsprachen zurückgegriffen wird. (vgl. Bredthauer, 2018, S. 274f.)
Trotz positiver Einstellungen von Lehrkräften gegenüber der Integration von mehrsprachigkeitsdidaktischen Ansätzen im Unterricht (vgl. Neveling 2012 & 2013) werden diese kaum oder nur unsystematisch miteinbezogen. Zurückzuführen ist dies laut der Lehrkräfte auf zeitökonomische Gründe, der Angst, die Schüler_innen zu überfordern (vgl. Neveling 2012 & 2013), fehlende sprachliche Kompetenzen der Lehrkräfte besonders in Bezug auf Herkunftssprachen (vgl. Neveling 2012 & 2013; Schedel & Bonvin 2017) sowie unzureichendes Lehrmaterial. (vgl. Neveling 2012)
Der angegebene Grund des unzureichenden Lehrmaterials soll mithilfe der vorliegenden Arbeit in Teilen nachgegangen werden. Ganz konkret, macht sie sich zur Aufgabe zwei Französischlehrwerke für die sechste Klasse hinsichtlich mehrsprachigkeitsdidaktischer Ansätze zu analysieren. Lehrwerke sind das zentrale Lehrmaterial für den Französischunterricht. Sie gelten darüber hinaus als „geheimer Lehrplan“ des Unterrichts. (vgl. Fäcke, 2016, S. 35)
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Mehrsprachigkeitsdidaktik ein und formuliert das Ziel, zwei spezifische Französischlehrwerke hinsichtlich ihrer Ansätze zur Förderung dieser Kompetenzen zu untersuchen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie individuelle Mehrsprachigkeit sowie die Zielkompetenzen Language Awareness, Language Learning Awareness und interkulturelle Bewusstheit unter Berücksichtigung bildungspolitischer Dokumente.
3. Methodischer Teil: Es wird das methodische Vorgehen der werkanalytischen Untersuchung beschrieben, einschließlich der Entwicklung eines spezifischen Analyserasters zur Erfassung mehrsprachigkeitsdidaktischer Elemente in den Lehrwerken.
4. Darstellung der Ergebnisse: Die quantitativen und qualitativen Ergebnisse der Analyse von Tous ensemble und À toi! werden präsentiert und die Verteilung der gefundenen Belege auf die Zielkompetenzen dargelegt.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, Unterschiede zwischen den untersuchten Lehrwerken herausgearbeitet und die Defizite in der praktischen Umsetzung mehrsprachiger Lernprozesse unterstrichen.
6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Hypothese unzureichender Lehrmaterialien und plädiert für weiterführende qualitative Untersuchungen zur Qualität dieser Elemente.
Mehrsprachigkeitsdidaktik, Französischer Fremdsprachenunterricht, Language Awareness, Language Learning Awareness, Interkulturelle Bewusstheit, Lehrwerkanalyse, Tous ensemble, À toi!, Sprachvergleich, Sprachtransfer, Lernstrategien, individuelle Mehrsprachigkeit, Sprachmittlung, Kompetenzförderung, Schulfremdsprachen.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und Häufigkeit des Einsatzes mehrsprachigkeitsdidaktischer Ansätze in den Französisch-Lehrwerken für die sechste Klasse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Sprachenbewusstheit, den Strategien zum Sprachenlernen sowie der Förderung interkultureller Kompetenzen innerhalb des schulischen Französischunterrichts.
Ziel ist es zu ermitteln, inwieweit die Lehrwerke Tous ensemble und À toi! die theoretisch geforderten Zielkompetenzen wie Language Awareness in der Praxis umsetzen und wo Unterschiede in deren didaktischer Qualität liegen.
Es wird eine vergleichende, synchrone werkanalytische Lehrmaterialanalyse mittels eines zuvor entwickelten Kategorienrasters auf Basis bestehender fachwissenschaftlicher Literatur durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffsbestimmung, die methodische Herleitung des Analyserasters, die Vorstellung der Lehrwerke sowie die detaillierte Auswertung und kritische Diskussion der erhobenen Daten.
Die zentralen Begriffe sind Mehrsprachigkeitsdidaktik, Fremdsprachenunterricht, Language Awareness, Sprachlernstrategien und interkulturelle Bewusstheit.
Analysiert werden die jeweils ersten Bände der Lehrwerke Tous ensemble (Klett, 2013) und À toi! (Cornelsen, 2022) inklusive der zugehörigen Cahiers d'activités und grammatischen Beihefte.
Die Untersuchung zeigt, dass das Potenzial zur Förderung mehrsprachiger Kompetenzen in beiden Lehrwerken trotz der Einstufung als zentrales Unterrichtsziel quantitativ und qualitativ nur unzureichend ausgeschöpft wird.
Sie gilt als entscheidende Selbst- und Methodenkompetenz, da sie den Lernenden befähigt, eigene Sprachlernprozesse zu reflektieren und strategisches Wissen zwischen verschiedenen Sprachen zu transferieren.
Während in Tous ensemble die Language Learning Awareness einen Schwerpunkt bildet, zeigt À toi! eine vielseitigere Ausgestaltung der Sprachvernetzung, besonders auf orthografischer Ebene sowie der Ebene der Aussprache.
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