Bachelorarbeit, 2022
45 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition ,,außerschulisches Lernen“ und ,,außerschulische Lernorte“
2.2 Historischer Rückblick
2.2.1 Außerschulisches Lernen von der Mitte des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
2.2.2 Außerschulisches Lernen zu Beginn des 20. Jahrhunderts
2.2.3 Außerschulisches Lernen ab den 1950er Jahren
2.3 Außerschulisches Lernen heute: Ein Blick in den Hamburger Bildungsplan der Primarstufe
2.4 Organisationsformen außerschulischer Lernorte
2.4.1 Lehr- und Lernorte
2.4.2 Primäre Lernorte, sekundäre Lernorte und Lernstandorte
2.4.3 Vorstrukturierte vs. nicht vorstrukturierte Lernorte
2.4.4 Systematisierung nach dem Ort
3. Lernchancen und Potenziale außerschulischer Lernorte
3.1 Methodenkompetenz
3.2 Interesse
3.3 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
3.3.1 Definition: Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.3.2 Ziele von Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.3.3 Sustainable Development Goals (SDGs)
3.3.4 Bildung für nachhaltige Entwicklung und außerschulische Lernorte
4. Umweltzentrum „Gut Karlshöhe“ als ein außerschulischer Lernort
4.1 Wetterprojekt „Wetter und Klima“
4.2 Chancen und Potenziale des außerschulischen Lernortes „Gut Karlshöhe“ am Beispiel von Wetterprojekt „Wetter und Klima“
5. Rahmenbedingungen außerschulischer Lernorte
6. Grenzen außerschulischer Lernorte
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Lernchancen und Potenziale der Besuch außerschulischer Lernorte im Sachunterricht der Grundschule bietet. Das primäre Ziel ist es, diese Potenziale theoretisch herauszuarbeiten und ihre Bedeutung in Bezug auf aktuelle Bildungspläne zu bewerten. Ergänzend wird das Umweltzentrum „Gut Karlshöhe“ als Praxisbeispiel analysiert, um zu erörtern, wie ein konkretes Projekt wie das „Wetterprojekt“ diese Chancen für Grundschulkinder effektiv umsetzen kann.
1. Einleitung
Das Aufsuchen eines Ortes außerhalb der Schule hat eine lange Tradition. In der Literatur lassen sich zahlreiche Argumente diverser Autorinnen und Autoren finden, die für den Besuch eines außerschulischen Lernortes plädieren. Mit dem Verlassen des Klassenzimmers und dem Besuch eines außerschulischen Lernortes gehen viele Chancen und Potenziale einher. Dabei ist jeder Ort, den die Lehrkraft in diesem Sinne zu einem außerschulischen Lernort macht, durch sein Lernangebot einzigartig (vgl. Gautschi 2018, S. 19). Zwar stellt der Besuch außerschulischer Lernorte einen nicht zu unterschätzenden Aufwand dar, dennoch lohnt sich dieser aufgrund der besonderen Möglichkeiten, die sie zu bieten haben (vgl. Burk et.al 2008, S. 17). Die Institution Schule ist ein Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler (aufgrund besserer Lesbarkeit im Folgenden durch SuS abgekürzt) fachliches Wissen aneignen.
Dem naturwissenschaftlichen Fach in Deutschland wurde in Untersuchungen, wie beispielsweise TIMMS (Trends in International Mathematics and Science Study) vorgeworfen, nicht ausreichend problem- und anwendungsorientiert zu sein. Aus diesem Grund wurde auch die Einbeziehung außerschulischer Lernorte in den Unterricht gefordert (vgl. Prenzel 2005, zitiert nach Klaes 2008, S. 207). Scholz und Rauterberg (2008) zufolge schafft die Schule ihre eigene Wirklichkeit, indem sie die Welt auf eine bestimmte Weise betrachtet (vgl. Scholz/Rauterberg 2008, S. 51). Baar und Schönknecht (2018) sehen das ähnlich, dass „[die] Lerngegenstände der kulturellen und gesellschaftlichen Welt […] im Rahmen des schulischen Lernens zum Zwecke der Lehrbarkeit didaktisiert, systematisiert, oft rational-abstrakt dargestellt und bei ihrer Komplexität reduziert [werden] […]“ (Baar/Schönknecht 2018, S. 11).
Der Besuch eines außerschulischen Lernortes begründet sich daher unter anderem dadurch, dass dies den SuS ermöglicht, eine Verbindung zwischen Schule und dem „außerschulischem gesellschaftlichen Leben“ herzustellen – denn „[E]r kann beweisen, dass es das wirklich gibt, was in der Schule dargestellt wird […]“ (Scholz/Rauterberg 2008, S. 51). Außerschulische Lernorte finden in den heutigen Bildungsplänen Berücksichtigung und sind darin als Bestandteile des Sachunterrichts formuliert (vgl. Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Schule und Berufsbildung, S. 16f.).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Tradition des außerschulischen Lernens, die damit verbundenen Potenziale für den Sachunterricht und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, gibt einen historischen Abriss des Lernens außerhalb der Schule und erläutert verschiedene Organisationsformen sowie die Einbettung in den Hamburger Bildungsplan.
3. Lernchancen und Potenziale außerschulischer Lernorte: Das Kapitel untersucht, wie außerschulische Lernorte die Methodenkompetenz stärken und Interesse durch authentische Erfahrungen fördern, während sie gleichzeitig zur Bildung für nachhaltige Entwicklung beitragen.
4. Umweltzentrum „Gut Karlshöhe“ als ein außerschulischer Lernort: Es wird das Umweltzentrum „Gut Karlshöhe“ als konkreter außerschulischer Lernort vorgestellt und das dort durchgeführte „Wetterprojekt“ in Bezug auf seine Lernchancen analysiert.
5. Rahmenbedingungen außerschulischer Lernorte: Hier werden die notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Besuch thematisiert, insbesondere die Bedeutung einer sorgfältigen Vor- und Nachbereitung durch die Lehrkraft.
6. Grenzen außerschulischer Lernorte: Das Kapitel reflektiert kritisch über Herausforderungen, wie den organisatorischen Aufwand, das Risiko fehlender fachlicher Vertiefung bei den Schülern oder die Komplexität externer Lernumgebungen.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und bekräftigt die Bedeutung der Öffnung von Schule durch regelmäßige, gut geplante Ausflüge an außerschulische Lernorte.
Außerschulisches Lernen, außerschulischer Lernort, Sachunterricht, Grundschule, Methodenkompetenz, Interesse, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Gut Karlshöhe, Wetterprojekt, Originalbegegnung, Agenda 21, Kompetenzentwicklung, Lernumgebung, Unterrichtsplanung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz außerschulischer Lernorte für den Sachunterricht der Primarstufe und bewertet deren Lernchancen sowie Potenziale für die pädagogische Praxis.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Historie außerschulischer Lernorte, der Förderung von Methodenkompetenz und Schülerinteresse sowie der Verknüpfung mit dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Das Ziel ist es, die spezifischen Lernchancen und Potenziale aufzuzeigen, die Grundschülern durch den Besuch außerschulischer Orte geboten werden, und dies anhand eines Praxisbeispiels zu evaluieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und die Ergebnisse am praktischen Beispiel des Wetterprojekts im Umweltzentrum „Gut Karlshöhe“ anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Lernformen, die Analyse von Lernchancen wie Methodenkompetenz und BNE sowie die praxisnahe Untersuchung eines Umweltzentrums als Lernort.
Wichtige Begriffe sind außerschulische Lernorte, Sachunterricht, Methodenkompetenz, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und handlungsorientiertes Lernen.
Die Arbeit betont den oft hohen organisatorischen Aufwand sowie die Notwendigkeit einer didaktischen Vor- und Nachbereitung, um zu verhindern, dass der Besuch zu einer isolierten Veranstaltung ohne Lerneffekt wird.
Das Projekt dient als konkretes Fallbeispiel, um zu zeigen, wie Schüler im Drittschuljahr durch selbstständiges Forschen an authentischen Stationen ihr Interesse für komplexe wissenschaftliche Themen wie Klimaschutz entwickeln können.
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