Examensarbeit, 2007
37 Seiten
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1.1 Projektunterricht
1.1.1 Entwicklung des Projektbegriffs
1.1.2 Schritte und Merkmale eines Projekts
1.1.3 Projektplanung
1.1.4 Begründungsansätze für den Projektunterricht
1.1.5 Das Projekt im Lehrplan der Grundschule
1.1.6 Projektunterricht unter Kritik
2. PRAKTISCHE UMSETZUNG
2.1 Von der Entscheidung für das Projekt bis in die Phase der Vorplanung
2.2. Ernährungserziehung im Lehrplan der Grundschule
2.3 Begründung der Zielsetzung
2.4 Zielstellung
2.5 Methodische und didaktische Vorüberlegungen
2. 6 Verlauf der Projekttage
Projekttag 1
Projekttag 2
Projekttag 3
NACHBETRACHTUNG
Diese schriftliche Hausarbeit analysiert die theoretischen Grundlagen des Projektunterrichts und dokumentiert dessen praktische Anwendung anhand eines jahrgangsübergreifenden Ernährungsprojekts für Grundschüler mit dem Titel „clever essen“. Ziel ist es, die didaktische Eignung von Projektarbeit zur Förderung von Gesundheitsbewusstsein und Selbstständigkeit bei Kindern zu evaluieren.
1.1.1 Entwicklung des Projektbegriffs
Der Begriff „Projekt“ ist fester Bestandteil unseres gängigen Wortschatzes geworden. Seinen etymologischen Ursprung hat er im lateinischen projicere, was übersetzt vorauswerfen, entwerfen, planen, sich vornehmen bedeutet.7
Im pädagogischen Raum haben Ausdruck und Idee „Projekt“ eine etwa 300-jährige Geschichte. Zunächst benutzte man den Begriff an den Kunstakademien Italiens und Frankreichs für die Aufgabe der Architekturstudenten, selbstständig ein Portal, eine Fassade, eine Kirche zu entwerfen. Von dort aus verbreitete sich die Idee des Lernens am Projekt auf die Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa und den USA entstandenen technischen Schulen und Hochschulen.8 Als Teil einer internationalen Bewegung nahm sie je nach den Vorstellungen und Bedürfnissen ihrer Vertreter verschiedene Inhalte und Formen an.9 Gemeinsames Ziel aber war es, die Distanz zwischen Schule und Leben, Wissenschaft und Beruf, Theorie und Praxis zu verringern, so dass es den Lernenden möglich wird, ihre erworbenen Kenntnisse auf den konkreten Fall anzuwenden. Dieses Verständnis ist allerdings noch nicht identisch mit dem heutiger Projektkonzeptionen.
Als der Projektbegriff unter dem Einfluss des kindzentrierten Teils der amerikanischen Reformpädagogen Anfang des 20. Jahrhunderts allerdings seine feste Bindung an den technischen Bereich verliert,10 entwickelte der amerikanische Philosoph und Pädagoge Dewey (1859-1952) erstmals unter politischen, philosophischen, lernpsychologischen und pädagogischen Aspekten ein umfassendes Konzept, welches wir heute in unserem Sinn als Projektunterricht bezeichnen.11
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die wesentlichen pädagogischen Merkmale des Projektunterrichts sowie dessen Verankerung im bayerischen Lehrplan.
2. PRAKTISCHE UMSETZUNG: Dieser Teil beschreibt detailliert die organisatorische Vorbereitung, die pädagogische Begründung des Projekts „clever essen“ und den konkreten Ablauf der drei Projekttage inklusive der Reflexionsphasen.
NACHBETRACHTUNG: Das abschließende Kapitel reflektiert den Projekterfolg, bewertet die eingesetzten Methoden kritisch und zieht eine Bilanz hinsichtlich der Eigenaktivität und der Lernprozesse der beteiligten Schüler.
Projektunterricht, Ernährungserziehung, Grundschule, Handlungsorientierung, Projektwoche, Gesundheitsförderung, Methodenkompetenz, Schüleraktivierung, Selbstständigkeit, Projektplanung, Interdisziplinarität, Soziallernen, Dewey, Ernährung, Lehrplan.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Durchführung von Projektunterricht im Grundschulbereich, angewandt auf das Thema gesunde Ernährung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des Projektunterrichts, der Ernährungserziehung, der praktischen Durchführung von Projekttagen und der Förderung von Schlüsselkompetenzen durch schülerzentriertes Arbeiten.
Das Ziel ist die Erprobung eines handlungsorientierten Lehrkonzepts, um Kindern ein gesundheitsbewusstes Verbraucherverhalten durch eigene Erfahrung zu vermitteln.
Es handelt sich um eine pädagogische Hausarbeit, die den Projektunterricht theoretisch herleitet und anhand eines konkreten Praxisbeispiels reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Projektbegriff und eine detaillierte Dokumentation des Projekts „clever essen“.
Wichtige Begriffe sind Projektunterricht, Ernährungserziehung, Handlungsorientierung, Schüleraktivierung und Selbstständigkeit.
Die Themenfindung erfolgte in Anlehnung an den Lehrplan, jedoch unter Berücksichtigung der Interessen der Schüler, um eine hohe Identifikation und Motivation zu erreichen.
Die Reflexionsphase ermöglicht es den Schülern, ihren eigenen Lernprozess und den Projekterfolg einzuschätzen, was zur Förderung ihrer Selbstbeurteilungskompetenz dient.
Der Lehrer agierte während der Projekttage als „Hintergrundlehrer“ und Koordinator, um den Schülern den nötigen Freiraum für eigenverantwortliches Handeln zu gewähren.
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