Masterarbeit, 2022
117 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Selbstkonzept
2.1 Zum Begriff des Selbstkonzeptes
2.2 Modelle des Selbstkonzepts
2.2.1 Ansatz nach Epstein
2.2.2 Selbstkonzeptmodell nach Shavelson et al.
3. Professionalisierung
3.1 Berufliches und professionelles Handeln
3.2 Der Begriff der Professionalität
3.3 Der Begriff der Professionalisierung
3.4 Professionstheoretische Ansätze
3.4.1 Der strukturtheoretische Ansatz
3.4.2 Der kompetenztheoretische Ansatz
3.4.3 Der (berufs-)biografische Ansatz
3.5 Professionalisierung im Lehrerberuf
4. Seiteneinsteiger*in
4.1 Zum Begriff Seiteneinsteiger*in
4.2 Lehrermangel in Sachsen-Anhalt
5. Forschungsstand
5.1 Merkmale von Quer-/Seiteneinsteiger*innen
5.2 Selbstkonzepte von Seiteneinsteiger*innen
5.3 Professionalisierung von Seiteneinsteiger*innen
6. Fragestellungen
7. Methode der Studie
7.1 Leitfadeninterview
7.2 Begründung des Leitfadeninterviews: Vor- und Nachteile
7.3 Stichprobe/Teilnehmende
8. Auswertung des Leitfadeninterviews anhand der qualitativen Inhaltsanalyse
8.1 Transkription der Interviews
8.2 Daten erkunden
8.3 Kategoriensystem erstellen
8.3.1 Überblick über die Kategorien
8.3.2 Kategorienentwicklung nach Mayring
8.4 Codieren der Interviews
8.5 Gütekriterien
8.6 Begründung der qualitativen Inhaltsanalyse: Vor- und Nachteile
9. Ergebnisse der Befragung
9.1 Fallbeispiel Frau X
9.2 Fallbeispiel Frau X
9.3 Fallbeispiel Anonym
9.4 Fallbeispiel Herr X
9.5 Fallbeispiel Frau X
9.6 Zusammenfassende Analyse
9.6.1 Oberkategorie Selbstkonzept
9.6.2 Oberkategorie Professionalisierung
9.6.3 Oberkategorie Verknüpfung Selbstkonzept und Professionalisierung
10. Diskussion der Ergebnisse
11. Fazit und Ausblick
12. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Selbstkonzept von Seiteneinsteiger*innen im Lehrberuf sowie deren Möglichkeiten der Professionalisierung in einem kritischen Kontext ländlicher Schulen mit Lehrermangel. Forschungsleitend ist dabei die Frage, wie diese Lehrkräfte ihre Stärken und Schwächen innerhalb der Standards der Lehrerbildung wahrnehmen und welche Unterstützungsangebote sie zur Kompetenzerweiterung nutzen.
2.2.2 Selbstkonzeptmodell nach Shavelson et al.
Das Selbstkonzeptmodell nach Shavelson, Stanton und Hubner (1976) ist, wie bereits angedeutet, das am häufigsten zugrunde gelegte Modell in der Pädagogischen Psychologie. Sie waren die Ersten, die ein empirisch überprüfbares Modell des Selbstkonzeptes vorlegten, welches immer wieder in seinen Grundannahmen bestätigt wurde. In ihrem Aufsatz versuchten die Autoren vor allem, die Ergebnisse der bisherigen Selbstkonzeptforschung zu systematisieren und ein hypothetisches Konstrukt der Eigenschaften des Selbstkonzepts zu erstellen. Dabei wurde Bezug genommen auf eine Vielzahl empirischer Arbeiten, die bis dato erschienen waren und einer Forschungsepoche entstammen, die Hattie (1992) nachträglich als „dustbowl empiricism“ bezeichnete, da diese Arbeiten eine relative Armut an theoretischem Hintergrund und Überblick gemeinsam hatten.
Nach Shavelson et al. (1976) wird das allgemeine Selbstkonzept durch Erfahrungen und Interpretationen der Umwelt generiert, welche wiederum entscheidend beeinflusst sind durch „significant others“. Im Wesentlichen nennen die Autoren sieben Eigenschaften des Selbstkonzepts, die sich in der Zusammenschau der bisherigen Forschungsarbeiten herauskristallisierten: 1. Das Selbstkonzept ist organisiert bzw. strukturiert. Dies zeigt sich darin, dass Personen ihre Alltagserfahrungen diesen Strukturen zuordnen und Strukturen zueinander in Beziehung setzen können. 2. Das Selbstkonzept ist multidimensional, d.h. es umfasst verschiedene Facetten wie den physischen, emotionalen, sozialen und den akademischen Bereich. 3. Es ist hierarchisch organisiert. An der Hierarchiespitze steht dabei das generelle Selbstkonzept. Die mittlere Hierarchiezone bilden generalisierte Schlussfolgerungen in den Bereichen „akademisches“ und „nicht-akademisches Selbstkonzept“, wobei sich Letztgenanntes differenzieren lässt in das soziale Selbstkonzept, das emotionale Selbstkonzept und das physische Selbstkonzept.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den massiven Lehrermangel in Deutschland und die wachsende Bedeutung von Seiteneinsteiger*innen als Lösungsstrategie.
2. Selbstkonzept: Dieses Kapitel definiert das Selbstkonzept als Gesamtheit der Einstellungen zur eigenen Person und erläutert theoretische Modelle wie den Ansatz von Epstein und Shavelson et al.
3. Professionalisierung: Es werden verschiedene Professionstheorien in Bezug auf den Lehrerberuf vorgestellt und Wege zur Professionalisierung für Lehrkräfte erläutert.
4. Seiteneinsteiger*in: Der Abschnitt klärt den Begriff der Seiteneinsteiger*innen und beleuchtet die akute Mangelsituation an Lehrkräften insbesondere in Sachsen-Anhalt.
5. Forschungsstand: Hier werden bisherige Studien zu Merkmalen von Seiteneinsteiger*innen sowie deren Selbstkonzepten und Professionalisierungsmaßnahmen zusammengefasst.
6. Fragestellungen: Basierend auf der Theorie werden zentrale Forschungsfragen zur Erhebung der Selbstkonzepte und Professionalisierungswege von Seiteneinsteiger*innen abgeleitet.
7. Methode der Studie: Die empirische Arbeit nutzt qualitative Leitfadeninterviews mit fünf Seiteneinsteiger*innen, um authentische Einblicke in ihre Sichtweisen zu gewinnen.
8. Auswertung des Leitfadeninterviews anhand der qualitativen Inhaltsanalyse: Erläutert wird das methodische Vorgehen nach Mayring, von der Transkription bis zur Kategorienbildung mit MAXQDA.
9. Ergebnisse der Befragung: Darstellung der Interviewergebnisse anhand konkreter Fallbeispiele, unterteilt in die Oberkategorien Selbstkonzept, Professionalisierung und deren Verknüpfung.
10. Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden interpretiert und die eingangs formulierten Forschungsfragen unter Berücksichtigung der vorangegangenen Theorien beantwortet.
11. Fazit und Ausblick: Die Untersuchung schließt mit einer Zusammenfassung der individuellen Erfahrungen und gibt Anregungen für zukünftige Forschungen, beispielsweise Experteninterviews mit dem Schulamt.
Seiteneinsteiger*innen, Lehrermangel, Selbstkonzept, Professionalisierung, Lehrerbildung, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterview, Unterrichtsqualität, pädagogische Kompetenz, Schulkultur, Mentoring, Berufseinstieg, Selbstwirksamkeit, Sachsen-Anhalt, Lehrerberuf.
Die Arbeit untersucht das Selbstkonzept und die Professionalisierungsprozesse von Seiteneinsteiger*innen im Schuldienst, die keine klassische pädagogische Ausbildung durchlaufen haben.
Die zentralen Themen sind der Umgang mit dem Lehrkräftemangel, die Bedeutung des persönlichen Selbstkonzepts (Stärken/Schwächen) und verschiedene Wege der beruflichen Unterstützung (Fortbildung, Schule, Selbstbildung).
Ziel ist es zu erforschen, welche Selbstkonzepte Seiteneinsteiger*innen besitzen, wo sie ihre Stärken und Schwächen in der Lehrrolle sehen und wie sie Unterstützungsangebote zur Professionalisierung nutzen.
Es handelt sich um eine empirische, qualitative Studie, die leitfadengestützte Experteninterviews verwendet und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen (Selbstkonzept, Professionalisierung, Seiteneinstieg) sowie die methodische Aufbereitung und die Analyse von fünf Fallbeispielen im Schulkontext.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Seiteneinsteiger*innen, Selbstkonzept, Professionalisierung, Lehrerbildung, qualitative Inhaltsanalyse und Berufseinstieg charakterisieren.
Ja, laut den Ergebnissen ist die soziale Unterstützung innerhalb der Einzelschule, insbesondere durch die Schulleitung und erfahrene Kolleg*innen, ein zentraler Anker für die Seiteneinsteiger*innen.
Entgegen mancher theoretischer Annahmen hat sich in dieser Studie gezeigt, dass auch Seiteneinsteiger*innen mit hohem Selbstkonzept die vorhandenen Unterstützungsangebote intensiv nutzen, um sich weiterzuentwickeln.
Die interviewten Lehrkräfte äußerten übereinstimmend den Wunsch nach einer längeren, strukturierten Einarbeitungszeit und Hospitationsmöglichkeiten zu Beginn, anstelle des sofortigen "Sprungs ins kalte Wasser".
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