Magisterarbeit, 2007
122 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung in die kreative Rhetorik
2 Die Theorie der Kreativitätsforschung
2.1 Die Definition von Kreativität
2.2 Die vier Aspekte der Kreativität
2.2.1 Kriterien für das kreative Produkt
2.2.2 Die Analyse des kreativen Prozesses
2.2.3 Die kreative Person
2.2.4 Die Einflüsse der Umwelt
2.3 Die Steigerung des kreativen Potentials
2.3.1 Die Notwendigkeit die Kreativität zu erhöhen
2.3.2 Lässt sich Kreativität steigern?
3 Rhetorische Kommunikation
3.1 Systeme der Rhetorik
3.2 Die vier rhetorischen Prozesse
3.2.1 Der rhetorische Prozess „Einstellen“
3.2.1.1 Die Zusammensetzung der Zuhörerschaft
3.2.1.2 Die Haltung der Zuhörer
3.2.1.3 Der Informationsstand des Publikums
3.2.2 Der rhetorische Prozess „Informieren“
3.2.2.1 Die Anknüpfung an den Informationsstand der Zuhörer
3.2.2.2 Die Struktur der Rede
3.2.2.3 Die Gewichtung der Information
3.2.3 Der rhetorische Prozess „Überzeugen“
3.2.3.1 Das Engagement des Redners
3.2.3.2 Argumente zur Beweisführung
3.2.3.3 Beispiele zur Illustration
3.2.4 Der rhetorische Prozess „Lenken“
3.2.4.1 Alternativen anbieten
3.2.4.2 Bewertung vornehmen
3.2.4.3 Perspektiven aufzeigen
3.3 Der Nutzen von Kreativitätstechniken in der Rhetorik
4 Einsatz der Kreativitätstechniken in rhetorischen Prozessen
4.1 Anwendungsgrundlagen
4.1.1 Der Umgang mit Kreativitätstechniken
4.1.2 Gruppenaspekte
4.1.3 Problemtypologien
4.2 Methoden der systematischen Problemspezifizierung
4.2.1 Relevanzbaum
4.2.2 Kärtchenumlauf-Technik
4.2.3 KJ-Methode
4.2.4 Progressive Abstraktion
4.2.5 Die Methode Mind Map
4.3 Methoden der Ideenfindung
4.3.1 Intuitiv-kreative Methoden
4.3.1.1 Brainstorming
4.3.1.2 Brainwriting
4.3.1.3 Die Klassische Synektik
4.3.1.4 Die Osborn-Checkliste
4.3.2 Systematisch-analytische Methoden
4.3.2.1 Morphologischer Kasten
4.3.2.2 Morphologisches Tableau
4.3.2.3 Attribute-Listing
4.4 Methoden für die Bewertungsphase
4.4.1 Argumentative Verfahren
4.4.2 Methoden der intuitiven Komplexbewertung
4.4.3 Verfahren auf Basis differenzierter Kriterien
4.4.4 Die sechs Hüte des Denkens
5 Zusammenfassung und Fazit
9 Anhang
9.1 Tagungsprogramm „Nachdenken über Kreativität“
9.2 Vorbereitung einer Seminarstunde mithilfe der Exkursionssynektik
9.3 Sammlung von Argumenten mithilfe der Exkursionssynektik
9.3.1 Exploration A
9.3.2 Exploration B
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Kreativitätstechniken sinnvoll auf rhetorische Kommunikationssituationen angewendet werden können, um die rednerische Überzeugungsarbeit zu optimieren. Dabei wird der direkte Bezug zwischen den Prinzipien der Kreativitätsforschung und dem Konzept der vier rhetorischen Prozesse hergestellt.
3.2.4 Der rhetorische Prozess „Lenken“
Überzeugung hat nie nur die reine Übereinstimmung mit dem Hörer zum Ziel. Die primäre Funktion der Sprache ist das Auslösen von Handlungen, ihre sekundäre Funktion ist das Mitteilen von Gedanken. Sei es in Gesprächssituationen zwischen Führungskraft und Angestellten, zwischen Coach und Coachee, zwischen Spendensammler und potentiellem Geldspender oder zwischen Lehrer und Schüler – in den meisten Situationen ist eine Beeinflussung oder Handlungsaufforderung unauflöslich mit Kommunikation verknüpft. Sprache an sich beinhaltet also bereits Lenkung. „Lenken“ wird hier in dem Sinne verstanden, dass der Redner die Zuhörer für das Redeziel gewinnt, sie motiviert, dadurch eine Tatbereitschaft erzeugt und Impulse gibt, damit das Publikum seine Einstellung aktiv ändert bzw. eine Handlung tatsächlich ausführt. Es ist offensichtlich, dass Sprache in Kombination mit rhetorischen Techniken für unlautere Zwecke missbraucht werden kann. Davon kann sich ein ernsthafter Rhetoriker nicht weit genug distanzieren. Reine Manipulationstechniken sichern nur kurzfristige Erfolge und gefährden die Vertrauensbasis einer Beziehung. Bevor der Redner mit dem Lenken beginnt, sollte er sich also darüber im Klaren sein, welche Folgen es für den Gesprächspartner hat, wenn er zu der Zielhandlung bewegt wird und welche Folgen das für die Beziehung zwischen Redner und Zuhörer haben kann.
In den folgenden Ausführungen des Prozesses „Lenken“ wird eine im Dreischritt ablaufende Lenkungstechnik vorgestellt. Bei dieser Technik werden dem Hörer zunächst verschiedene Arten von Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, also Alternativen angeboten. Anschließend wird demonstriert, inwieweit diese Optionen die Bedürfnisse der Hörer befriedigen, sie werden also bewertet. Zuletzt wird angeführt, welche Konsequenzen die Lösungen für den Hörer haben werden, es werden also Perspektiven vorgestellt.
Als Ergebnis der Beeinflussung soll der andere handeln; er wird dies umso selbständiger und unbeaufsichtigter tun, je mehr er glaubt, aus eigenen Stücken und im Einklang mit seinen Werthaltungen und Interessen zu handeln.
Nur wenn dem Zuhörer die Entscheidung zur Handlung überlassen bleibt, kann eine Tatbereitschaft aus Überzeugung geschehen.
1 Einleitung in die kreative Rhetorik: Die Arbeit führt in die Verbindung von Kreativität und Rhetorik ein und stellt die Notwendigkeit dar, Kreativitätstechniken zur Optimierung der Überzeugungsarbeit einzusetzen.
2 Die Theorie der Kreativitätsforschung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen kreativen Verhaltens, stellt die vier Aspekte der Kreativität vor und diskutiert die Möglichkeiten der Steigerung des kreativen Potentials.
3 Rhetorische Kommunikation: Hier werden die rhetorischen Grundlagen und das zentrale Konzept der vier rhetorischen Prozesse „Einstellen“, „Informieren“, „Überzeugen“ und „Lenken“ detailliert beschrieben.
4 Einsatz der Kreativitätstechniken in rhetorischen Prozessen: Dieses Kapitel behandelt die konkrete Anwendung verschiedener Kreativitätstechniken – von der Problemspezifizierung über die Ideenfindung bis zur Bewertungsphase – innerhalb der rhetorischen Prozesse.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und bestätigt den hohen Nutzen der Kreativitätstechniken für die rhetorische Arbeit.
Kreativität, Rhetorik, Kreativitätstechniken, Problemlösen, Brainstorming, Synektik, Rhetorische Prozesse, Überzeugungsarbeit, Ideenfindung, Wissensvermittlung, Kommunikationsstrategie, Problemanalyse, Beweisführung, Handlungssteuerung, Methodenkompetenz
Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen der Kreativitätsforschung und der rhetorischen Kommunikation. Sie zeigt auf, wie der gezielte Einsatz von Kreativitätstechniken genutzt werden kann, um rhetorische Prozesse wie Überzeugen und Lenken effizienter zu gestalten.
Die zentralen Felder sind die psychologische Kreativitätsforschung, die Theorie der Rhetorik, die Strukturierung von Kommunikationsprozessen sowie die Anwendung praktischer Kreativitätstechniken wie Brainstorming, Synektik oder Mind Mapping.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten zu schaffen, die rednerische Überzeugungsarbeit durch den Einsatz kreativer Problemlösemethoden zu optimieren und so die Wirkung auf das Publikum zu maximieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse der Kreativitätsforschung und der klassischen sowie modernen Rhetorik. Zur Überprüfung des Nutzens wurden zudem praktische Explorationen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen der Kreativität, die Einführung des Modells der vier rhetorischen Prozesse und eine umfassende Anleitung zur Anwendung spezifischer Kreativitätstechniken innerhalb dieser rhetorischen Prozesse.
Wichtige Begriffe sind Kreativität, Rhetorik, Problemlösetechniken, Ideenfindung, argumentative Verfahren und die vier rhetorischen Prozesse.
Eine Mind Map kann zur Stoffsammlung und -ordnung dienen, als visualisierte Vorbereitung für Präsentationen oder sogar als flexibles Redemanuskript, das den Redner zum freien Sprechen animiert, anstatt ihn zum reinen Ablesen zu verleiten.
Das Modell integriert verschiedene rhetorische Prinzipien in ein universelles Konstrukt, das alle Schritte einer Kommunikationssituation abdeckt. Es dient als Grundlage, um die Kreativitätstechniken zielgerichtet in die rhetorische Vorbereitung und Durchführung zu überführen.
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