Magisterarbeit, 2008
129 Seiten
1. Allgemeine Einordnung und Fragestellung
2. Forschungsfragen
3. Begrifflicher Rahmen
3.1 Hochbegabung
3.2 Interesse
3.3 Operationalisierung von Interesse über Freizeitaktivitäten
4. Qualitative Forschung
4.1 Das qualitative Paradigma
4.2 Der symbolische Interaktionismus
5. Untersuchungsdesign
5.1 Die qualitative Methode
5.2 Qualitative Interviews
5.3 Das problemzentrierte Interview
5.4 Grundgesamtheit und Stichprobe
5.5 Durchführung der Untersuchung
5.6 Auswertung
5.6.1 Datenmaterial
5.6.2 Auswertungsmethode
5.6.3 Intercoderreliabilität
6. Ergebnisse
6.1 Steckbriefe
6.1.1 KindHb1(m)
6.1.2 KindHb2(m)
6.1.3 KindHb3(w)
6.1.4 KindHb4(w)
6.1.5 KindNHb1(m)
6.1.6 KindNHb2(m)
6.1.7 KindNHb3(w)
6.1.8 KindNHb4(w)
6.2 Gruppenvergleich
6.2.1 Sport
6.2.2 Musik
6.2.3 Hobbyübergreifende Aspekte
6.3 Paarvergleiche
6.3.1 KindHb3(w) und KindNHb3(w): Hockey
6.3.2 KindHb2(m) und KindNHb1(m): Kampfsport
6.3.3 KindHb1(m) und KindNHb1(m): Akkordeon
6.3.4 KindHb3(w) und KindNHb4(w): Klavier
6.3.5 KindHb2(m) und KindNHb2(m): Klavier/Keyboard
6.3.6 Fazit
7. Diskussion
Die Arbeit untersucht, ob es trotz vergleichbarer Interessenlagen qualitative Unterschiede in der Aneignung und Ausübung von Freizeitaktivitäten zwischen hochbegabten und nicht hochbegabten Kindern gibt.
6.2.1 Sport
Zunächst geht es darum, auf welchem Weg die Kinder zu ihren Sportarten gekommen sind. Bei den hochbegabten ist das Bild diesbezüglich relativ einheitlich. Zwei Kinder kamen durch Freunde bzw. Bekannte zu ihrem Hobby und zwei Kinder wurden durch Werbung der Vereine auf ihre Sportart aufmerksam. Diese Werbung sieht so aus, dass Vereine Trainer in die Schulen schicken, um neue Mitglieder anzuwerben.
Bei den nicht hochbegabten Kindern sieht das Bild weniger einheitlich aus. Auch hier sind zwei Kinder durch Freunde zu ihrer Sportart gekommen. Auf ein weiteres Kind, KindNHb1(m), treffen zwei Dinge zu, denn es kam zum einen aus eigenem Antrieb auf die Idee, eine Kampfsportart machen zu wollen. Speziell auf seine Sportart Taekwondo kam es aber auch über Bekannte.
Das vierte nicht hochbegabte Kind ist KindNHb2(m), das zwei Sportarten ausübt. Zum Tennis, seiner einen Sportart, kam es über Verwandte, die ebenfalls Tennis spielen. Zum Fußball kam es über Werbung des Vereins. Diese Werbung bestand in einer Flugblattaktion bei einem Dorffest seines Ortsteils.
Bezüglich der Aneignung unterscheiden sich die Gruppen also. Während die Hochbegabten entweder durch Freunde oder Werbung zu ihrem Hobby kamen, sind die nicht hochbegabten Kinder auf alle vier Varianten der Aneignung verteilt.
1. Allgemeine Einordnung und Fragestellung: Diskutiert die Forschungsmeinung zu Interessen hochbegabter Kinder und leitet die Fragestellung her.
2. Forschungsfragen: Formuliert die zentralen Fragestellungen der Untersuchung bezüglich qualitativer Unterschiede.
3. Begrifflicher Rahmen: Definiert die theoretischen Begriffe Hochbegabung und Interesse.
4. Qualitative Forschung: Erläutert das gewählte methodische Paradigma und den symbolischen Interaktionismus.
5. Untersuchungsdesign: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Stichprobenauswahl und die Auswertung der Interviews.
6. Ergebnisse: Stellt die Ergebnisse der Untersuchung anhand von Steckbriefen, Gruppenvergleichen und Paarvergleichen dar.
7. Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen und kritisiert das methodische Vorgehen.
Hochbegabung, Interessen, Freizeitaktivitäten, qualitative Forschung, problemzentriertes Interview, Grundschulalter, Aneignung, Ausübung, Übeverhalten, Elternunterstützung, Sport, Musik, Paarvergleich, Interessenentwicklung, Symbolischer Interaktionismus
Die Magisterarbeit untersucht die Freizeitinteressen von hochbegabten im Vergleich zu nicht hochbegabten Kindern im Grundschulalter.
Die zentralen Felder sind die Aneignung von Hobbys (wie kommen Kinder dazu?), die Ausübung (Training, Übeverhalten, Wettkampf) sowie die subjektive Wertschätzung der Aktivitäten.
Das Ziel ist herauszufinden, ob trotz ähnlicher Interessenlagen qualitative Unterschiede in der Art und Weise der Aneignung und Ausübung der Hobbys bestehen.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der problemzentrierte Interviews mit Kindern im Alter von neun bis zehn Jahren geführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, eine methodische Beschreibung des Untersuchungsdesigns sowie die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse, unterteilt in Steckbriefe, Gruppenvergleiche und Paarvergleiche.
Die wichtigsten Begriffe sind Hochbegabung, Freizeitinteressen, qualitative Forschung, problemzentriertes Interview, Aneignung, Ausübung und Übeverhalten.
Die Ergebnisse zeigen keine gravierenden Unterschiede im Sinne von "besser" oder "schlechter", aber Tendenzen: Hochbegabte Kinder zeigen teils ausgeprägtere Strategien beim Üben und erfahren mehr Unterstützung durch die Eltern.
Ja, die Autorin versucht, diesen zwischen den Gruppen anzugleichen, da sie davon ausgeht, dass hochbegabte Kinder überdurchschnittlich häufig aus Familien mit höherem Bildungsstatus stammen.
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