Examensarbeit, 2023
108 Seiten, Note: 1,5
1. Theoretische Grundlagen des außerschulischen Lernens
1.1 Begriffsdefinition „außerschulischer Lernort“
1.2 Kategorisierung außerschulischer Lernorte
1.3 Historie des außerschulischen Lernens
1.4 Außerschulische Lernorte in aktuellen sächsischen Lehrplänen
1.5 Chancen und Barrieren außerschulischen Lernens
1.5.1 Potenziale außerschulischer Lernorte
1.5.2 Herausforderungen außerschulischer Lernorte
2. Methodischer Teil
2.1 Forschungsstand und These
2.2 Methodendarstellung und -begründung
2.2.1 Die Gestaltung des Erhebungsinstruments
2.2.2 Testgütekriterien
2.3 Planung und Vorbereitung der Erhebung
2.3.1 Pretest
2.3.2 Stichprobenkonstruktion
2.4 Durchführung der Erhebung
2.5 Auswertungsmethode
3. Ergebnisse der Online-Befragung
3.1 Allgemeines
3.2 Geschlechterverteilung
3.3 Dienstzeit der Lehrkräfte
3.4 Standort der Grundschulen
3.5 Bedeutung außerschulischer Lernorte im Grundschulalltag
3.6 Theoretisch notwendige Häufigkeit von Lernortbesuchen
3.7 Tatsächliche Umsetzung von außerschulischem Lernen
3.8 Fächer zum Aufsuchen außerschulischer Lernorte
3.9 Einbindung der fünf Lernortkategorien
3.9.1 Lernorte in der Naturwelt
3.9.2 Lernorte in der Kulturwelt
3.9.3 Lernorte in der sozialen und politischen Welt
3.9.4 Lernorte in der Arbeits- und Wirtschaftswelt
3.9.5 Lernorte in der Welt der Wissenschaft und Technik
3.10 Potenziale außerschulischer Lernorte
3.11 Herausforderungen außerschulischer Lernorte
3.12 Wünsche und Verbesserungsvorschläge der Lehrkräfte
4. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
4.1 Zur Bedeutung und Einbindung außerschulischer Lernorte
4.2 Fächer zum Aufsuchen außerschulischer Lernorte
4.3 Einbindung der fünf Lernortkategorien
4.4 Potenziale außerschulischer Lernorte
4.5 Herausforderungen außerschulischer Lernorte
4.6 Wünsche und Verbesserungsvorschläge der Lehrkräfte
4.7 Maßnahmen zur Förderung und Steigerung von Lernortbesuchen
4.8 Methodenkritische Reflexion
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einbindung außerschulischer Lernorte in den Unterrichtsalltag sächsischer Grundschulen, wobei der Fokus auf den subjektiven Einschätzungen der Lehrkräfte zu Potenzialen, Herausforderungen und der tatsächlichen Umsetzung liegt.
1.1 Begriffsdefinition „außerschulischer Lernort“
Im Jahr 1974 definiert der Deutsche Bildungsrat (1974) einen Lernort allgemein als „eine im Rahmen des öffentlichen Bildungswesens anerkannte Einrichtung [...], die Lernangebote organisiert“ (S. 69). Auch Münch (1985) versteht einen Lernort „als Stätte oder Bedingungsgefüge für absichtsvolles [sic] und angeleitetes Lernen [...]“ (S. 24). Lernen erfolgt jedoch nicht nur innerhalb der Schule, da diese nur ein Bildungsort neben vielen weiteren darstellt (Dühlmeier, 2021, S. 15). Laut Münch (1985) findet es, ohne dies beeinflussen zu können, an jedem Ort statt (S. 23). Auch für Brade und Dühlmeier (2015) hat grundsätzlich jeder Ort das Potenzial, als Lernort zu fungieren, wenn dieser „Möglichkeiten des Entdeckens, des Fragens, des Forschens und Erfahrens enthält“ (S. 434). Für Hößle und Minnemann (2011) wird ein Ort dann zu einem Bildungsort, wenn dieser allgemein einen Zweck verfolgt, der schließlich erlernt werden muss (Klein 2005, zitiert nach Hößle & Minnemann, 2011, S. 199). Brade und Krull (2016) merken hierbei jedoch an, dass diese Definitionen nicht vollumfänglich auf Lernorte im schulischen Kontext zutreffen (S. 11).
1. Theoretische Grundlagen des außerschulischen Lernens: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert außerschulische Lernorte und bettet sie in einen historischen Kontext sowie die geltenden sächsischen Lehrpläne ein.
2. Methodischer Teil: Hier wird das Forschungsdesign beschrieben, das auf einer quantitativen Online-Befragung beruht, und der Prozess der Erhebung sowie die methodische Güte dargelegt.
3. Ergebnisse der Online-Befragung: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten, unterteilt in allgemeine demografische Merkmale sowie spezifische Einbindungsfrequenzen und thematische Schwerpunkte.
4. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden hier im Kontext bestehender Literatur diskutiert, Hypothesen verifiziert oder falsifiziert und die Studie einer methodenkritischen Reflexion unterzogen.
5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse sowie Empfehlungen für die bildungspolitische und schulpraktische Praxis.
Außerschulische Lernorte, Grundschule, Sächsischer Lehrplan, Sachunterricht, Lernortkategorien, Empirische Befragung, Lernortbesuche, Schulpädagogik, Bildungspotenziale, Lernmotivation, Ganzheitliches Lernen, Schulalltag, Herausforderungen, Praxisanbindung, Bildungslandschaft.
Die Arbeit analysiert, inwieweit und unter welchen Bedingungen sächsische Grundschullehrkräfte außerschulische Lernorte in den Unterricht einbinden.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Lernorten, deren Potenziale für das Lernen, die Herausforderungen bei der Umsetzung im Schulalltag sowie Wünsche für eine bessere Integration.
Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der theoretischen Wertschätzung außerschulischer Lernorte und deren tatsächlicher, eher seltener Umsetzung in der Praxis sächsischer Grundschulen zu untersuchen.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung (mittels LimeSurvey) durchgeführt, an der 104 sächsische Grundschullehrkräfte teilgenommen haben.
Der Hauptteil umfasst die Klärung theoretischer Begriffe, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine ausführliche Diskussion der Befunde.
Zu den Kernbegriffen zählen: Außerschulische Lernorte, Grundschule, Sachunterricht, Lernmotivation, Herausforderungen sowie Lehrplanintegration.
Während ländliche Schulen stärker mit logistischen Problemen wie der Verkehrsbindung kämpfen, erwähnen städtische Lehrkräfte häufiger die Überlastung durch hohe Klassenstärken und den Bedarf an digitaler Vermittlung als unterstützende Komponente.
Die Lehrkräfte geben an, dass diese Fächer die meisten Anknüpfungspunkte an die Realitätswelt der Kinder bieten und die Lehrpläne dort eine explizite Verbindung zum Umfeld stützen.
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