Masterarbeit, 2021
109 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Schulgarten geschichtlich
3.1. Vom Garten zum Schulgarten in der Antike bis zur Neuzeit
3.2. Schulgarten in der Neuzeit
3.3. Schulgarten in der aktuellen Praxis
3.4. Schulgarten und Forschungsergebnisse
3.4.1. Lehrkräfte
3.4.2. Schüler
3.4.3. Curriculare Maßnahmen
3.4.4. Unterrichtsgestaltung und Kompetenzerwerb
3.4.5. Gärten als Orte religiöser Bildung
4. Erstes Zwischenfazit : Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus aktueller Praxis und Forschungsergebnissen
5. Schulgarten und Rahmenvorgaben
5.1. Bildungsverständnis
5.1.1. Bildung allgemein
5.1.2. Bildung als Wert und Norm in der Gesellschaft
5.1.3. Bildungssystem und Schule
5.1.4. Bedeutung des Bildungsverständnisses für den Schulgarten
5.2. Gesetzesvorgaben
5.2.1. International: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR)
5.2.2. National: Grundgesetz (GG)
5.2.3. Landesebene: Schulgesetz NRW (SchulG)
5.2.4. Bedeutung der Gesetzesvorgaben für den Schulgarten
5.3. Beschlüsse
5.3.1. Zur Stellung des Schülers in der Schule (1973)
5.3.2. Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft
5.3.3. Rahmenvorgabe Verbraucherbildung (2017)
5.3.4. Umwelt und Schule
5.3.5. Bedeutung der Beschlüsse für den Schulgarten
5.4. Bildung für nachhaltige Entwicklung
5.4.1. Nachhaltigkeit als Ausgangslage für BNE
5.4.2. Zielsetzung und Implementierung
5.4.3. Analyse der Umsetzung von BNE am Ende der Weltdekade
5.4.4. Potenzialanalyse
5.4.5. Bedeutung von Nachhaltigkeit und BNE für die Implementierung von Schulgärten
5.5. Schule
5.5.1. Bildungsstandards
5.5.2. Kompetenzorientierter Kernlehrplan
5.5.3. KLP katholische Religionslehre NRW
5.5.4. Bedeutung der schulischen Rahmenvorgaben für die Implementierung von Schulgärten
6. Zweites Zwischenfazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus Rahmenvorgaben
7. Der Schulgarten als Ort religiöser Bildung
7.1. Nachhaltigkeit als Element religiösen Lernens
7.1.1. Theologisierendes und Philosophierendes Lernen
7.1.2. Symbolerschließendes Lernen
7.1.3. Biographisches Lernen
7.1.4. Liturgisches Lernen
7.1.5. Ästhetisches Lernen
7.1.6. Ethisches Lernen
7.1.7. Ökumenisches, interreligiöses und dialogisches Lernen
7.1.8. Nachhaltigkeit als kirchliche Dimension
7.1.9. Bedeutung für den Schulgarten
7.2. Der Schulgarten innerhalb des KLP für katholische Religionslehre
7.3. Garten der Religionen
7.4. Schulgarten als außerschulischer Lernort religiöser Bildung
8. Fazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten für Bildungsprozesse heute und morgen
Die Arbeit untersucht das bisher weitgehend ungenutzte Potenzial von Schulgärten als innovative Lernorte innerhalb des deutschen Bildungssystems. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Schulgärten durch fächerübergreifende Ansätze und die Verbindung von Theorie und Praxis nachhaltige sowie religiöse Bildungsprozesse bereichern und somit eine moderne Schulentwicklung maßgeblich vorantreiben können.
3.1. Vom Garten zum Schulgarten in der Antike bis zur Neuzeit
Gärten haben in der menschlichen Geschichte eine lange Tradition. Dies zeigt sich bereits an der neolithischen Revolution. In der weiteren kulturellen Entwicklung wurde der Garten zum Ort der Muße für das Gespräch (vgl. Mozer 1989, 7) und diente schon für Platon, Epikur, Theophrast und Sokrates als Ort mußevoller Unterhaltung (vgl. Dams & Werner 1984, 7).
Auch in der Bibel finden sich verschiedene Gartenmotive. Allen voran steht der Paradiesgarten (1 Mose 2/Pred 2,5), in dem Gott als der große Gärtner (Jes 61,3) bzw. Gartenbesitzer (1 Mose 13,10) dargestellt wird und der Mensch in Einklang mit der Natur steht. Neben dem Aspekt der Harmonie gilt ein Garten den Königen zugleich als Prestigeobjekt (2 Kön 9,27/2 Kön 21,18/Jer 39,4/Jer 52,7/Neh 3,15). Als Nutzgarten erscheint der Garten in 1 Kön 21,2 und Spr 15,17 sowie in den Gleichnissen vom Senfkorn (Lk 13,18 – 19), vom Weinstock und den Reben (Joh 15,5) oder von der selbstwachsenden Saat (Mk 26 – 29), wo Garten- und Feldarbeit ineinander übergehen und der Garten zum Ort und zur Voraussetzung des Vertrauens in Gott wird. Ein Blumengarten dient der Kontemplation von Schönheit (Hos 14,5) als auch der Vergänglichkeit (Ps 103,15/1 Petr 1,24) und ein Duftgarten zur Heiligung (2 Mose 30,23) als Apotheke (Hld 6,2) und zum Dienst am Nächsten (Lk 10,34). Wenn Jesus sich mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane zurückzieht, so wird der Garten als Ort der Besinnung, Meditation und des Totengedenken genutzt (Joh 18,1). Schließlich findet sich im Hohelied noch das Motiv des Lustgartens (Hld 4,12f), der von Geselligkeit und Liebe erfüllt ist.
1. Vorwort: Der Verfasser schildert seine persönliche Motivation und die Entdeckung des pädagogischen Wertes von Naturerfahrungen im eigenen Gärtnern.
2. Einleitung: Es wird die Forschungsfrage nach den Potenzialen und der Implementierung von Schulgärten für religiöse und nachhaltige Bildungsprozesse dargelegt.
3. Schulgarten geschichtlich: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick von der Antike bis zur aktuellen Praxis und analysiert den Stand der Forschung.
4. Erstes Zwischenfazit : Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus aktueller Praxis und Forschungsergebnissen: Die gesammelten Ergebnisse zur Praxis werden zusammengefasst und Potenziale für das bestehende Schulsystem aufgezeigt.
5. Schulgarten und Rahmenvorgaben: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Bildungsbegriffs, der Gesetzesvorgaben und Beschlüsse im Hinblick auf ihre Eignung für den Schulgarten.
6. Zweites Zwischenfazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus Rahmenvorgaben: Die Ergebnisse aus der Untersuchung der Rahmenvorgaben werden gebündelt, wobei die Diskrepanz zwischen Potenzial und aktueller Umsetzung verdeutlicht wird.
7. Der Schulgarten als Ort religiöser Bildung: Das Kapitel verknüpft Nachhaltigkeit und den Schulgarten mit Dimensionen des religiösen Lernens und explorativen Ansätzen.
8. Fazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten für Bildungsprozesse heute und morgen: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und dem Aufruf zur stärkeren Implementierung des Schulgartens in die Schullandschaft.
Schulgarten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Religionsunterricht, Fachübergreifender Unterricht, Schulentwicklung, Religiöse Bildung, Naturerfahrung, Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit, Kompetenzorientierung, Didaktik, Lernort, Umweltbildung, Schulkultur
Die Arbeit analysiert Schulgärten als innovative Lernorte, die weit mehr als nur traditionelle Nutzgärten sein können, und untersucht deren Potenzial für religiöse und nachhaltige Lernprozesse.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Schulgartens, der aktuelle Stand der Forschung, die Analyse systematischer Rahmenvorgaben (Gesetze und Bildungspläne) sowie die pädagogische Verknüpfung mit religiöser Bildung.
Das Hauptziel ist es zu klären, inwiefern sich Schulgärten fachspezifisch, fachübergreifend oder als eigenständiges Schulfach in den schulischen Alltag integrieren lassen, um Bildungsprozesse im Sinne der Nachhaltigkeit und Religion zu fördern.
Der Autor wählt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der historische Überblicke (Genese) mit systematischer Analyse von Gesetzestexten und Bildungsplänen sowie der Auswertung aktueller pädagogischer Forschung kombiniert.
Der Hauptteil ist deduktiv strukturiert: Er beginnt mit der historischen Genese, analysiert empirische Forschungsergebnisse, vergleicht diese kritisch mit staatlichen Bildungsverständnissen und Gesetzesvorgaben und leitet daraus ein spezifisches Konzept für den Schulgarten als Ort religiöser Bildung ab.
Charakteristisch sind Begriffe wie Ganzheitlichkeit, fachübergreifendes Lernen, Schöpfungsverantwortung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Transformation des Schulsystems.
Der Begriff ist theologisch zentral: Er dient als ethisches Fundament für Nachhaltigkeit im Schulgarten, indem er den Menschen in eine sorgende Beziehung zur Natur setzt, die als göttliche Gabe betrachtet wird.
Schulgärten werden als eine Reaktion auf die Klimakrise gesehen; sie bieten Kindern die notwendige Primärerfahrung und Handlungsmöglichkeiten, um sich aus einer passiven Beobachterrolle in Richtung einer reflektierten, schöpfungsorientierten Lebensweise zu entwickeln.
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