Magisterarbeit, 2009
81 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Widerstand im Dritten Reich
2.1 Widerstand – ein Definitionsversuch
2.2 Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus
3. Die Person Claus Schenk Graf von Stauffenberg
3.1 Die Jugend Stauffenbergs
3.2 Die Zeit im Heer bis 1942
4. Der 20. Juli 1944, der Tag für Veränderungen?!
4.1 Die Entwicklung des militärischen Widerstandes und die Notwendigkeit einer Veränderung
4.2 Die Verschwörer und die Ziele des Staatstreich
4.3 Eine Chronik des 20. Juli 1944
4.4 Das Scheitern und die Folgen des misslungenen Staatsstreiches
5. Der Spielfilm „Operation Walküre“ als Arbeitsmaterial für den Geschichtsunterricht
5.1 Filmgattungen im Geschichtsunterricht und eine Einordnung des Films
5.2 Historische Spielfilme und deren Einsatz im Geschichtsunterricht
5.3 Einsatzmöglichkeiten im Geschichtsunterricht
5.3.1 Sachanalyse
5.3.2 Methodisch – didaktische Analyse
5.3.3 Verlaufsplanung und Entscheidungsbegründungen zum Filmeinsatz
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Beispiel von Claus Schenk Graf von Stauffenberg und analysiert die Eignung des Spielfilms „Operation Walküre“ als didaktisches Arbeitsmittel im Geschichtsunterricht der neunten und zehnten Klasse an Regelschulen.
3.1 Die Jugend Stauffenbergs
Die Familie Stauffenberg gehörte über mehrere Jahrhunderte der Reichsritterschaft an. Im Jahr 1698 wurden die Schenken von Stauffenberg, so lautet der vollständige Familienname, in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Nach der Reichsgründung 1871 entschied sich der Bayrische König Ludwig II. 1874, das Geschlecht der Schenken in den erblichen Grafenstand aufzunehmen. Freiherr Franz Ludwig Schenk von Stauffenberg war somit der erste Graf des Geschlechts der Stauffenbergs. Drei Generationen später wurde Claus Phillip Maria Graf Schenk von Stauffenberg am 15. November 1907 im baden - württenbergischen Jettingen geboren. Als dritter Sohn des höchsten Hofbeamten des Königs zu Württemberg Alfred Schenk von Stauffenberg und dessen Frau Caroline wuchs er mit seinen zwei Jahre älteren Zwillingsbrüdern Berthold und Alexander im Schloss zu Stuttgart auf. In seiner Kindheit begeisterte sich Claus Stauffenberg für Literatur und unterhielt Kontakt zu Stefan George. Dieser prägte Claus Stauffenberg in seinem Denken. George, ein angesehener Autor und Dichter, propagierte in seinen Werken ein neues Reich auf rein geistiger Ebene. Die Nationalsozialisten versuchten ihn später für ihre Zwecke einzubinden. George lehnte jedoch ein neues hierarchisches und totalitäres System ab und verweigerte die Zusammenarbeit. Unklar ist jedoch, ob die Gemeinsamkeiten der Lehre Georges und die Einbindung durch die Nationalsozialisten wirklich zusammenhangslos dargestellt werden dürfen. Die Zeit des Ersten Weltkrieges erlebte Stauffenberg in Stuttgart und schrieb mit vaterländischer Leidenschaft Gedichte auf Generäle oder Kriegsschiffe. Ein großer Einschnitt in seiner Jugend war der Ausgang des Ersten Weltkrieges. Zwar überstand die Familie Stauffenberg den Zusammenbruch der Monarchie unbeschadet, dennoch konnten es die drei Brüder kaum glauben, dass das Deutsche Reich zerbrochen war. Seit 1920 besuchte Claus das Eberhard – Ludwig – Gymnasium in Stuttgart, wo er
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Themenwahl, erläutert die Relevanz des Widerstandes im Geschichtsunterricht und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit sowie die genutzte Literatur.
2. Widerstand im Dritten Reich: Dieses Kapitel definiert den Begriff Widerstand, unterscheidet zwischen aktiven und passiven Formen und stellt verschiedene Widerstandsgruppen wie die "Weiße Rose" oder den militärischen Widerstand vor.
3. Die Person Claus Schenk Graf von Stauffenberg: Es werden die familiären Hintergründe, die Jugend und die militärische Laufbahn Stauffenbergs bis 1942 beleuchtet, um die Einflüsse auf seine spätere Widerstandstätigkeit aufzuzeigen.
4. Der 20. Juli 1944, der Tag für Veränderungen?!: Dieses Kapitel detailliert die Entwicklung des militärischen Widerstandes, die Rolle der zentralen Akteure, den Ablauf der Ereignisse am 20. Juli 1944 sowie die Gründe für das Scheitern des Attentats.
5. Der Spielfilm „Operation Walküre“ als Arbeitsmaterial für den Geschichtsunterricht: Der Abschnitt diskutiert theoretische Ansätze zum Filmeinsatz im Unterricht und entwirft eine konkrete, fiktive Doppelstunde unter Verwendung des Films „Operation Walküre“.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Problematik des deutschen Widerstandes und betont dessen Bedeutung für die heutige Demokratieerziehung.
Nationalsozialismus, Widerstand, Stauffenberg, 20. Juli 1944, Attentat, Geschichtsunterricht, Spielfilm, Operation Walküre, Militäropposition, Drittes Reich, Demokratieerziehung, Filmanalyse, Zeitgeschichte, Widerstandsbewegung, Didaktik.
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Thematik des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime, insbesondere durch militärische Kreise, und prüft, wie der Spielfilm „Operation Walküre“ als didaktisches Mittel im Unterricht eingesetzt werden kann.
Zentrale Themen sind die Definition von Widerstand, die Biografie von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die Planung und Durchführung des Attentats vom 20. Juli 1944 sowie methodische Ansätze zur Filmanalyse im Geschichtsunterricht.
Das Ziel ist es, den militärischen Widerstand um Stauffenberg historisch aufzuarbeiten und ein konkretes Unterrichtskonzept zu entwickeln, das Schülern durch moderne Medien ein tieferes Verständnis für die Motive und das Handeln der Verschwörer vermittelt.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse historischer Quellen und Biografien sowie auf geschichtsdidaktische Theorien, um eine fiktive Unterrichtsplanung zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse des Widerstandes und der Akteure des 20. Juli 1944 sowie einen pädagogischen Teil, der den Einsatz des Spielfilms „Operation Walküre“ methodisch vorbereitet und in den Lehrplan einbettet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Widerstand, Stauffenberg, 20. Juli 1944, Filmanalyse und Geschichtsdidaktik charakterisieren.
Sein Hintergrund in einer adligen Familie mit langer Militärtradition und seine intellektuelle Prägung durch den George-Kreis beeinflussten seine moralischen Vorstellungen und seine spätere Überzeugung, für das "heilige Deutschland" handeln zu müssen.
Der Autor argumentiert, dass Filme komplexe historische Ereignisse visualisieren, das Interesse der Schüler wecken und durch emotionale Ansprache zur Auseinandersetzung mit moralischen Fragen anregen können, sofern sie methodisch reflektiert eingesetzt werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

