Examensarbeit, 2012
75 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Aufbau der Arbeit
3. Theoretische Grundlagen
3.1. Frontalunterricht
3.2. Schülerselbsttätigkeit
4. Didaktische Aufbereitung
4.1. Analyse der Rahmenbedingungen
4.2. Didaktische Analyse
4.2.1. Lehrplanbezug
4.2.2. Stoffauswahl und Stoffanordnung
4.2.3. Lernziele
4.3. Methodisch-mediale Analyse
4.3.1. Motivationsanalyse
4.3.2. Unterrichtsmethoden
4.3.3. Unterrichtsmedien
4.3.4. Erfolgssicherung/Vertiefung
5. Anmerkungen zur praktischen Umsetzung
5.1. Die gehaltenen Unterrichtsstunden im Rahmen des „fragend-entwickelnden“ Frontalunterrichts und der Schülerselbsttätigkeit, sowie Einführungs- und Reflexionsstunde
5.2. Analyse des Fachkompetenzzuwachses
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht den Fachkompetenzzuwachs von Schülern in einer Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums, wobei der Fokus auf den Auswirkungen von fragend-entwickelndem Frontalunterricht im Vergleich zu schülerzentrierten Methoden wie der Schülerselbsttätigkeit liegt.
Frontalunterricht
„Der meist thematisch orientierte Frontalunterricht ist ein Klassenunterricht, bei der die Lehrkraft im Zentrum des Lehr-Lern-Geschehens steht. Sie wirkt vorwiegend sprachlich in direkter Aktionsform auf den gesamten Klassenverband ein. Lernende sitzen in Blockform der Lehrkraft gegenüber.“
Der Frontalunterricht auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ist historisch seit 1653 nachzuweisen. Zu diesem Zeitpunkt erschien ein dreibändiges Buchwerk von Georg Philipp Harsdörffer, das folgenden Titel führte: „Poetischer Trichter, die Teutsche Dicht- und Reimkunst, ohne Behuf der lat. Sprache, in 6 Stunden einzugießen“. Hiermit war der Grundstein für den sogenannten „Nürnberger Trichter“ gelegt. Das „eintrichtern“ bedeutet, „die Präsentation von Wissen ohne Berücksichtigung der kognitiven Voraussetzungen des Lerners.“ Als wirklicher Begründer eines differenzierten und wissenschaftlich basierten Frontalunterrichts wird hingegen Johann Friedrich Herbart (1776-1841) angesehen. Bei Herbart existiert neben dem „bloß darstellenden“ Frontalunterricht auch die synthetische und analytische Form. Dabei gestaltet sich beim synthetischen Unterricht der Unterrichtsprozess durch die Fragen des Lehrers, während der analytische auch Schülerimpulse integriert. Hierin drückt sich bereits der heutige fragend-entwickelnde Frontalunterricht aus. Dieser „Frageunterricht“ wurde als moderne Art des Frontalunterrichts ausgewählt, um 2 Unterrichtsstunden im Rahmen dieser Dokumentation zu halten. Was zeichnet den fragend-entwickelnden Frontalunterricht aus? Vorneweg muss gesagt sein, dass der Lehrer eine ausgezeichnete Sachkenntnis besitzen sollte, um einen guten Überblick zu haben. Besonders über komplizierte Details sollte sich der Lehrer im Klaren sein, da hierbei mit Verständnisproblemen bei den Schülern zu rechnen ist. Der Lehrer kann nun mit ausgewählten Fragen die Schüler kognitiv aktivieren und verständnisfördernde Antworten der Schüler einfordern.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Wahrnehmung von Frontalunterricht und stellt die Forschungsfragen bezüglich des Lernzuwachses bei unterschiedlichen Lehrformen.
2. Aufbau der Arbeit: Es wird der geplante methodische Weg der Analyse dargelegt, der von theoretischen Grundlagen bis hin zur praxisorientierten Auswertung von Unterrichtsstunden reicht.
3. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Frontalunterricht und Schülerselbsttätigkeit, stellt deren historische Genese dar und beleuchtet Vor- und Nachteile der jeweiligen Ansätze.
4. Didaktische Aufbereitung: Hier werden die Rahmenbedingungen der Klasse beschrieben, der Lehrplanbezug geklärt sowie Lernziele, Methoden und Medien für die Unterrichtseinheiten geplant.
5. Anmerkungen zur praktischen Umsetzung: Der Autor schildert den tatsächlichen Ablauf der Unterrichtsstunden, ordnet die Erfahrungen ein und analysiert den erreichten Fachkompetenzzuwachs der Schüler.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass beide Unterrichtsmethoden ihre Berechtigung haben und besonders die Mischung der Methoden für einen nachhaltigen Lernerfolg entscheidend ist.
Frontalunterricht, Schülerselbsttätigkeit, Fachkompetenz, Wirtschaftsgymnasium, Unterrichtsplanung, Didaktik, Methodik, Lehrplan, Widerrufsrecht, Anfechtbarkeit, Rechtsgeschäfte, Think-Pair-Share, Kompetenzzuwachs, kooperatives Lernen, Unterrichtsgespräch.
Die Arbeit analysiert und vergleicht unterrichtsmethodische Ansätze – konkret fragend-entwickelnden Frontalunterricht und Schülerselbsttätigkeit – in einer Eingangsklasse eines Wirtschaftsgymnasiums.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Wirtschaftsunterricht, der Vermittlung von Inhalten wie "Rechtliche Grundlagen des Handelns privater Haushalte" (Widerrufsrecht, Anfechtbarkeit) und der Evaluation von Unterrichtsformen.
Das Ziel ist es, den Zuwachs an Fachkompetenz bei den Schülern in Abhängigkeit von der gewählten Sozial- und Aktionsform systematisch zu untersuchen und zu bewerten.
Der Verfasser nutzt eine handlungsorientierte Didaktik, kombiniert mit einer prozessbegleitenden Reflexion und einer anschließenden Erfolgskontrolle mittels Kurzarbeiten.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung der gewählten Unterrichtsmodelle und die detaillierte didaktische Planung der Unterrichtsreihe als auch die praktische Analyse der gehaltenen Stunden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fachkompetenz, Schülerselbsttätigkeit, Frontalunterricht, Unterrichtsplanung und kooperatives Lernen wie "Think-Pair-Share" beschreiben.
Der Autor orientiert sich an der Unterteilung nach Gerhard Steindorf, die zwischen Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit differenziert, um die individuellen Lernprozesse zu strukturieren.
Die Provokation wurde bewusst als pädagogisches Mittel eingesetzt, um die Schüler zur aktiven Diskussion über ihre bevorzugten Lernmethoden und die Effizienz des Unterrichts anzuregen.
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