Bachelorarbeit, 2022
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie und geschichtlicher Hintergrund
2.1. Sachunterricht
2.2. Schulgarten
2.3. Der Schulgartenunterricht der DDR
2.3.1. Geschichtlicher Kontext
2.3.2. Ziele des Schulgartenunterrichts
2.3.3. Methodik und Organisation
2.3.4. Inhalte des Schulgartenunterrichts
2.3.5. Zusammenfassung
3. Analyse Ist-Stand
3.1. Ist-Stand Schleswig-Holstein
3.2. Blick über die Landesgrenzen
3.2.1. Ist-Stand Thüringen
3.2.2. Norddeutsche Bundesländer
4. Mögliche Zukunft
4.1. Arten von Schulgärten
4.1.1. Garten im Klassenzimmer
4.1.2. Das Einzelbeet
4.1.3. Gefäß-Garten
4.1.4. Kräuterspirale
4.2. Zuordnung des Themas Schulgarten in den Sachunterricht
4.3. Voraussetzungen zur Anlage und Erhaltung von Schulgärten
4.3.1. Gelände
4.3.2. Werkzeug und Materialien
4.3.3. Ausgebildete Lehrkräfte
4.4. Herausforderungen bei der Anlage und Erhaltung von Schulgärten
4.4.1. Platz
4.4.2. Lehrkräfte
4.4.3. Wetter
4.4.3. Aufwand
4.4.4. Ferien
4.4.5. Fehlender Lebensweltbezug
4.4.6. Kosten
4.4.7. Weiteres
4.5. Pädagogischer Mehrwert eines Schulgartens
5. Schluss
5.1. Zusammenfassung der Erkenntnisse
5.2. Ausblick
6. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die curricularen Inhalte der Lehrpläne für den Schulgartenunterricht in der ehemaligen DDR und Thüringen zu analysieren, um Verbindungen zum modernen Sachunterricht in Schleswig-Holstein herzustellen und Potenziale für die zukünftige Schulgartenarbeit aufzuzeigen.
4.1.3. Gefäß-Garten
Auf Flächen, die sich nicht zum direkten Gärtnern eignen, können verschiedene Gefäße genutzt werden. Dies kann hilfreich sein, wenn der Boden versiegelt oder belastet ist. Auch temporäre Gärten, die nur für ein paar Jahre an diesem Standort bestehen können, kann ein Gefäß-Garten hilfreich sein. Je nachdem, welche Gefäße gewählt werden, sind diese mobil und der Garten versetzbar, wenn die Fläche anders genutzt werden soll. Dies ist möglich beim Gärtnern in Kisten, Kübeln, Säcken, Eimern, Autoreifen und Dosen. Größere Objekte sind Hochbeete und Betonringe, welche nur mit größerem Aufwand umgestellt werden können. Auf eine ausreichende Drainage ist zu achten, sodass Kübel, Eimer und Dosen stets Löcher haben müssen, damit Staunässe nicht die Wurzeln zerstört (vgl. Lehnert, 2016b, S. 74).
Vorteilhaft ist die Mobilität nicht nur bei einer Umnutzung der Fläche, sondern auch, wenn nicht winterharte Pflanzen angebaut werden, welche im Winter einen Platz im Klassenzimmer finden können. Dies erweitert die Möglichkeiten der anzubauenden Pflanzen auf exotische Arten, wie z.B. Zitrusfrüchte und Palmen. Ein weiterer Vorteil von Hochbeeten ist das inklusive Bewirtschaften. Menschen mit körperlichen Handicaps, wie z.B. Menschen im Rollstuhl oder ältere Personen, können diese besser erreichen und in ihnen arbeiten (vgl. ebd., S. 70). Im Gegensatz dazu können Schnecken und Nagetiere nicht direkt an die Pflanzen heran. Schnecken erreichen diese zwar dennoch, können aber bei regelmäßiger Pflege abgesammelt werden, bevor sie die Pflanzen erreichen (vgl. ebd., S. 71). Werden die Gefäße mit Pflanzenresten, guter Erde und Kompost gefüllt, haben diese bereits viele Nährstoffe und sorgen damit für ein gutes Wachstum der Pflanzen (vgl. ebd., S. 72). Auch wird das Pflanzsubstrat durch Sonneneinstrahlung auf die vertikalen Wände stärker erwärmt, was die Pflanze stärker wachsen lässt. Besonders der Anbau von Kartoffeln in Säcken, Kübeln oder Autoreifen ist vereinfacht, da die Pflege und die Ernte durch die Beschaffenheit der Gefäße unterstütz werden (vgl. ebd., S. 74).
1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfragen zur Nutzung historischer Lehrpläne des Schulgartenunterrichts für den heutigen Sachunterricht in Schleswig-Holstein.
2. Theorie und geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sachunterricht und Schulgarten und beleuchtet die historische Entwicklung, insbesondere den Schulgartenunterricht der DDR.
3. Analyse Ist-Stand: Hier wird die aktuelle Situation der Schulgärten in Schleswig-Holstein sowie vergleichend in Thüringen und weiteren norddeutschen Bundesländern analysiert.
4. Mögliche Zukunft: Dieser Teil erörtert verschiedene Arten von Schulgärten, Voraussetzungen sowie Herausforderungen und ordnet das Thema in den aktuellen Sachunterricht ein.
5. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
6. Fazit: Das Fazit reflektiert den Erstellungsprozess der Arbeit und betont das ungenutzte Potenzial von Schulgärten für das moderne Bildungswesen.
Schulgarten, Sachunterricht, DDR-Lehrplan, Thüringen, Schleswig-Holstein, Nachhaltigkeit, Umwelterziehung, Kompetenzorientierung, Handlungsorientierung, Naturerfahrung, Schulpraxis, Gartenbau, Didaktik, Artenvielfalt, Selbstwirksamkeit.
Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung des Schulgartenunterrichts, speziell den Lehrplan der ehemaligen DDR, und analysiert, wie diese Inhalte in den heutigen Sachunterricht, insbesondere in Schleswig-Holstein, integriert werden können.
Die Arbeit behandelt die didaktische Verortung des Schulgartens, historische Lehrplaninhalte, den aktuellen Status der Schulgartenarbeit in verschiedenen Bundesländern sowie praktische Aspekte wie Anlagenarten, Voraussetzungen und Herausforderungen.
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob und inwieweit curriculare Inhalte aus historischen und bestehenden Schulgarten-Lehrplänen für den Sachunterricht in Schleswig-Holstein nutzbar gemacht werden können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der fachdidaktischen Literatur, historischen Lehrplänen (insbesondere des DDR-Lehrplans von 1989) sowie aktuellen bildungspolitischen Vorgaben und Fachanforderungen verschiedener Bundesländer.
Der Hauptteil erörtert neben dem historischen Kontext die notwendigen Voraussetzungen für Schulgärten, adressiert Herausforderungen wie Platzmangel oder fachliche Qualifikation der Lehrkräfte und arbeitet den pädagogischen Mehrwert (z.B. Lernen mit allen Sinnen) heraus.
Zu den prägenden Begriffen gehören Sachunterricht, Schulgarten, Kompetenzorientierung, Umwelterziehung, Handlungsorientierung und die historische Perspektive auf Bildungspläne.
Während in Thüringen ein dezidierter Lehrplan für Schulgartenunterricht als Schulfach existiert, ist das Thema in Schleswig-Holstein primär in das Fach Sachunterricht integriert und unterliegt keinen spezifischen, landesweiten Garten-Lehrplänen.
Neben der Förderung von Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenz wird besonders das Lernen mit allen Sinnen sowie die vertiefte Wertschätzung von Lebensmitteln und ökologischen Kreisläufen hervorgehoben.
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