Examensarbeit, 2009
39 Seiten, Note: 1,6
I. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMAUSGANGSLAGE
1.2 ZIELSETZUNG DES KONZEPTS UND VORGEHENSWEISE
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUM KONZEPT
2.1 DAS MYSTERY- DIDAKTISCHER HINTERGRUND
2.2 INDIVIDUELLE FÖRDERUNG UND DIE LEHRERFUNKTIONEN
III. PRAKTISCHE UMSETZUNG
3.1 VORBEREITUNGSPHASE
3.1.1 INHALTLICH- THEMATISCHE ASPEKTE
3.1.2 MATERIALERSTELLUNG
3.2 DURCHFÜHRUNG
IV. EVALUATION
4.1 VORGEHENSWEISE
4.2 AUSWERTUNG
4.2.1 ERGEBNISSE UND DEUTUNG DER FACHLICHEN EVALUATION
4.2.2 ERGEBNISSE UND DEUTUNG DER METHODISCHEN EVALUATION
V. ZUSAMMENFASSENDE WERTUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der "Mystery"-Methode als Instrument zur individuellen Förderung im Biologieunterricht. Ziel ist es, durch die Verknüpfung kooperativer Lernformen mit schülerorientierten Problemlöseansätzen heterogene Lernvoraussetzungen in der gymnasialen Oberstufe konstruktiv zu berücksichtigen.
1.1 Problemausgangslage
,,Individualismus bedeutet heute, dass man alles tut, was alle anderen tun - bloß einzeln.“
(Rock Hudson (1925-85), amerik. Filmschauspieler)
Das Eingangszitat beschreibt ein Problem des Schülers in der heutigen Form des Unterrichts an fast allen Schulformen. Vom Schüler, aus der Sicht des Individuums, orientiert sich der Unterricht nicht am Bedürfnis jedes Einzelnen, sondern der durchschnittlichen Gesamtheit einer Klasse. Trotzdem ist der Einzelne mit seinen individuellen Merkmalen existent und diese beeinflussen das, was er tut und das, was er in der Lage ist, tun zu können. Schule ist auf das Unterrichten von Individuen im Verband von Lerngruppen, d.h. auf die Organisation von Schulklassen gegründet. Die Sicht auf den Einzelnen, seine Lernvoraussetzungen und seine Entwicklung ist mit steigenden Schülerzahlen innerhalb der Lerngruppen deutlich erschwert. Der Biologe definiert das Individuum als ,,Einzelwesen, einzelnes raum- zeitlich determiniertes Struktur- und Funktionsgefüge.“ Allein diese, auf die biologische Grundform, reduzierte Definition, lässt schon auf die Vielseitigkeit eines jedes einzelnen Charakters schließen.
I. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik der Heterogenität in Schulklassen und Vorstellung der Zielsetzung, die Mystery-Methode als schülerorientiertes Konzept für die individuelle Förderung im Biologieunterricht zu nutzen.
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUM KONZEPT: Erläuterung des Mystery-Ansatzes als problemorientierte Methode zur Förderung vernetzten Denkens und Verknüpfung mit den Kriterien individueller Förderung im Schulgesetz.
III. PRAKTISCHE UMSETZUNG: Beschreibung der Vorbereitung und Entwicklung des Unterrichtsmaterials zum Thema Vielzelligkeit sowie der praktischen Durchführung des Mysterys in der Jahrgangsstufe 11.
IV. EVALUATION: Analyse und Auswertung der fachlichen Lernerfolge sowie der methodischen Akzeptanz der Mystery-Methode durch die Schülerschaft mittels spezieller Evaluationsbögen.
V. ZUSAMMENFASSENDE WERTUNG UND AUSBLICK: Fazit zur Tragfähigkeit des Konzepts für den Biologieunterricht und Reflexion über die Möglichkeiten der weiteren methodischen Verfeinerung.
Mystery-Methode, individuelle Förderung, Biologieunterricht, Binnendifferenzierung, kooperatives Lernen, vernetztes Denken, Konstruktivismus, Lernvoraussetzungen, Evaluation, Vielzelligkeit, Schülerorientierung, fachliche Kompetenz, methodische Kompetenz, Heterogenität, Diagnostik.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines unterrichtlichen Konzepts, das die "Mystery"-Methode nutzt, um Schüler in heterogenen Biologiekursen der gymnasialen Oberstufe individuell zu fördern.
Das zentrale Thema ist die Individualisierung des Biologieunterrichts. Dabei wird untersucht, wie durch schülerorientierte Methoden die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler in einem kooperativen Umfeld aufgefangen werden können.
Das Ziel ist es, ein Konzept zu etablieren, das praktische Elemente und kooperative Lernformen verbindet, um den individuellen Lernbedürfnissen gerecht zu werden und die Lernmotivation sowie die kognitive Reflexionsfähigkeit zu steigern.
Neben der theoretischen Herleitung aus konstruktivistischen Lernmodellen nutzt die Arbeit eine empirische Evaluation. Hierfür wurden fachliche Wissenstests und methodische Befragungen mittels "GrafStat" mit einer Stichprobe von 99 Schülern durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung der Mystery-Methode, die detaillierte Beschreibung der Materialerstellung mit Binnendifferenzierung (Förder- und Hilfskarten) sowie die praktische Durchführung und anschließende Auswertung des Konzepts.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Mystery-Methode, Individuelle Förderung, Binnendifferenzierung, Kooperatives Lernen und Diagnostik im Biologieunterricht beschreiben.
Das Thema ist im Lehrplan für Biologie der Jahrgangsstufe 11 verankert und eignet sich aufgrund seiner Komplexität und der Notwendigkeit des vernetzten Denkens hervorragend, um biologische Phänomene schülerorientiert und problembasiert zu erschließen.
Sie dienen der inneren Differenzierung. Hilfskarten unterstützen bei Verständnisproblemen, während Förderkarten leistungsstärkeren Schülern vertiefende Informationen bieten, um so den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Kurs Rechnung zu tragen.
Die Evaluation zeigt, dass die Mehrheit der Schüler die Mystery-Methode positiv bewertet und als motivierend empfindet, wenngleich die individuelle Ausprägung des Lernerfolgs und die Vorlieben für derartige Methoden variieren.
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