Bachelorarbeit, 2024
65 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung. Einführung und Relevanz des Themas, Nennung der Forschungsfrage
1.1.Bezug zur Heilpädagogik?
1.2 Aufbau der Ausarbeitung
2. Methodik (traditionelle) Literaturübersicht
3. Definitionen rund um den Kontext „Verhaltensauffälligkeiten und Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung“
3.1 Ableitungen aus den genannten Definitionen für die vorliegende Ausarbeitung
4. Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten bzw. Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
5. Wichtige schulische Schutzfaktoren für Schüler*innen mit Verhaltensauffälligkeiten bzw. mit dem Förderschwerpunkt emotionalen und sozialen Entwicklung
5.1.Bindungstheorien (Schutzfaktor sichere Bindung)
5.2 Selbstkonzept
5.3 Soziale und emotionale Kompetenzen
6. Weitere Auseinandersetzung mit möglichen Schutzfaktoren
6.1.Schulische Inklusion
6.2 Soziale Partizipation
6.3 Nicht gelingende soziale Partizipation bei Schüler*innen mit Verhaltensauffälligkeiten bzw. mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
6.4 Welche Schutzfaktoren lassen sich aus der sozialen Partizipation ableiten?
6.5 Fazit – Darstellung aller beschriebenen Schutzfaktoren (sichere Bindung, Klassenklima, emotionale und soziale Kompetenzen, Stressregulation, Selbstkonzept, Lehrer-Schüler-Beziehung, Schulleistungen)
7. Wichtige Informationen rund um den Schulhund
8. Nennung negativer Aspekte rund um den Schulhund
9. Die Mensch-Tier-Beziehung – Theoretische Erklärungsansätze
9.1.Biophilie
9.2 Das Konzept der „Du-Evidenz“
9.3 Ableitungen aus den Bindungstheorien auf die Mensch-Tier-Beziehung
9.4 Fazit der Theorie der Mensch-Tier-Beziehung
10. Empirischer Forschungsstand
10.1.Kategorie 1
10.2 Kategorie 2
10.3 Kategorie 3
11. Beantwortung der Forschungsfrage
12. Fazit – Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Beitrag von Schulhunden zur schulischen Inklusion von Schülerinnen und Schülern, die aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten oder sonderpädagogischem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung herausforderndes Verhalten zeigen. Unter Anwendung einer traditionellen Literaturübersicht wird analysiert, wie der Einsatz eines Schulhundes Schutzfaktoren stärken und Belastungen mindern kann, um betroffenen Lernenden eine positivere Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen.
1. Einleitung, Einführung und Relevanz des Themas, Nennung der Forschungsfrage
Nach über zwei Jahren täglichen Umgangs mit den Hunden sei seine 9. Klasse kaum mehr wiederzuerkennen, meint Retzlaff. Die Stimmung sei fröhlicher, der Geräuschspiegel geringer, Stühle flögen keine mehr. Rangeleien und verbale Rüpeleien, erlebe er kaum noch. Die Hunde haben sich als Lärmdämpfer und Wohlfühlförderer erwiesen. Hunde nehmen einen, wie man ist, egal, ob man schlechte Noten hat, sich für zu dick hält oder Pickel hat, beschreibt Retzlaff den therapeutischen Effekt seiner Labradore (Scheytt, 2002).
Die Wirkung des Hundes auf die Schülerschaft in dem aufgeführten Erfahrungsbericht könnte vorschnell von „bemühten“ und „kompetenten“ Pädagogen, die in ihrem beruflichen Alltag „alles geben“ um SuS mit Verhaltensauffälligkeiten (VA) oder sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in der sozialen und emotionalen Entwicklung bzw. Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (FS ESE) zu helfen, mit einem Schmunzeln als „Wundermittel“ abgetan werden. Jedoch belegen erste Studien, die sich mit der Interventionsmöglichkeit Schulhund (SH) beschäftigen, viele positive Wirkungen, insbesondere im emotionalen und sozialen Bereich (Beetz, 2021, S. 99-100).
Die Relevanz nach Interventionsmöglichkeiten ist hoch, denn auf der einen Seite sind Pädagogen, die mit SuS mit VA bzw. FS ESE arbeiten oft hohen Belastung ausgesetzt. Dieses kann soweit führen, dass sie an den Rand des Erträglichen stoßen (Ahrbeck, 2016, S. 30). Umfragen bestätigen, dass „schwieriges Schülerverhalten“ als größte Herausforderung im Schullalltag empfunden wird (Brand, 2024). Weiterhin lässt sich aus der Literatur entnehmen, dass SuS mit dem FS ESE eine „besondere“ Herausforderung für die Inklusion darstellen (Blumenthal, 2020, S. 11). In diesem Zusammenhang geben 94% der LuL die in der inklusiven Bildung tätig sind und betroffene SuS unterrichten an, dass sie sich mehr Unterstützung wünschen würden (VBE, 2020, S. 24). Auf der anderen Seite, sollte klar sein, dass die eigentlich Leitragenden, die betroffenen SuS selbst sind, diese müssen unter ihren Symptomen am meisten leiden und eine Verbesserung scheint bei der aufgeführten Überforderung der Pädagogen auch nicht in Sicht zu sein. Um betroffenen SuS helfen zu können, wäre es wichtig [schulische] Risikofaktoren zu verringern und [schulische] Schutzfaktoren zu erhöhen (Gebhard, 2013a, S. 14-15).
1. Einleitung. Einführung und Relevanz des Themas, Nennung der Forschungsfrage: Diese Einleitung beleuchtet die Herausforderungen von Pädagogen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und stellt die Forschungsfrage nach dem Beitrag von Schulhunden.
2. Methodik (traditionelle) Literaturübersicht: Hier wird die Wahl der „traditionellen Literaturübersicht“ als Forschungsmethode begründet und kritisch im Vergleich zur systematischen Literaturübersicht reflektiert.
3. Definitionen rund um den Kontext „Verhaltensauffälligkeiten und Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung“: Das Kapitel klärt die zentrale Begriffsvielfalt und definiert die Schwerpunkte der Arbeit hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten und Förderbedarf.
4. Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten bzw. Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung: Es werden komplexe Ursachen mittels des biopsychosozialen Modells der Entwicklungspsychologie erläutert und Risikosowie Schutzfaktoren gegenübergestellt.
5. Wichtige schulische Schutzfaktoren für Schüler*innen mit Verhaltensauffälligkeiten bzw. mit dem Förderschwerpunkt emotionalen und sozialen Entwicklung: Dieses Kapitel fokussiert auf Schutzfaktoren wie sichere Bindung, Selbstkonzept sowie soziale und emotionale Kompetenzen.
6. Weitere Auseinandersetzung mit möglichen Schutzfaktoren: Es erfolgt eine kritische Betrachtung der Inklusion und der sozialen Partizipation als wesentliche Schutzfaktoren für betroffene Schülerinnen und Schüler.
7. Wichtige Informationen rund um den Schulhund: Hier werden Definitionen, Ziele und organisatorische Voraussetzungen für den Einsatz von Schulhunden im Unterricht dargestellt.
8. Nennung negativer Aspekte rund um den Schulhund: Das Kapitel erörtert potenzielle Risiken, wie etwa Allergien oder Stress für das Tier, bei der Arbeit in der Schule.
9. Die Mensch-Tier-Beziehung – Theoretische Erklärungsansätze: Es werden theoretische Modelle, notamment Biophilie und Du-Evidenz, zur Erklärung der positiven Mensch-Tier-Beziehung herangezogen.
10. Empirischer Forschungsstand: Eine systematische Darstellung relevanter Studien zur Wirkung von Schulhunden, kategorisiert nach ihrer Nähe zum schulischen Setting.
11. Beantwortung der Forschungsfrage: Die Ergebnisse aus Theorie und Empirie werden zusammengeführt, um den Beitrag von Schulhunden zur inklusiven Bildung zu bewerten.
12. Fazit – Ausblick: Eine abschließende Synthese der Erkenntnisse mit Hinweisen auf Forschungsbedarfe und die Notwendigkeit professioneller Schulhund-Ausbildungen.
Schulhund, Inklusion, Verhaltensauffälligkeiten, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, Bindungstheorie, Schutzfaktoren, soziale Partizipation, Biophilie, Stressregulation, tiergestützte Pädagogik, Lernförderung, Klassenklima, Lehrer-Schüler-Beziehung, Diagnostik, Prävention
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Schulhunde zur Förderung von Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten oder Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung im inklusiven Schulsystem leisten können.
Neben der Definition von Verhaltensauffälligkeiten und Inklusion stehen Schutzfaktoren (wie Bindung, Selbstkonzept und Klassenklima) sowie theoretische Ansätze zur Mensch-Tier-Beziehung im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, basierend auf einer literaturgestützten Analyse zu klären, inwiefern Schulhunde als Interventionsmöglichkeit zur Reduzierung von schulischen Problemen und zur Stärkung der sozialen Partizipation dienen können.
Die Arbeit basiert auf einer traditionellen Literaturübersicht, in der empirische Studien zur Wirksamkeit von Schulhunden gesichtet, kategorisiert und kritisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil erstreckt sich von theoretischen Erklärungsmodellen der Mensch-Tier-Beziehung über die Analyse schulischer Schutzfaktoren bis hin zur detaillierten Auswertung der empirischen Studienlage.
Die wichtigsten Termini umfassen Schulhund, Inklusion, Bindungstheorie, Schutzfaktoren, Verhaltensauffälligkeiten und soziale Partizipation.
Die Bindungstheorie wird als zentrale Erklärung dafür genutzt, warum der Kontakt zu einem Hund stressreduzierend wirkt und wie er als „Brücke“ zu einer sicheren Bindungserfahrung dienen kann.
Soziale Partizipation wird als zentraler schulischer Schutzfaktor identifiziert; die Arbeit zeigt auf, dass Schulhunde hier als „soziale Katalysatoren“ fungieren können, um die Akzeptanz und Interaktion in der Klassengemeinschaft zu verbessern.
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