Examensarbeit, 2010
69 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1 Allgemeines
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Was ist Mobbing?
2.1 Herleitung des Begriffes „Mobbing“
2.2 Unterscheidung zwischen Gewalt und Mobbing
2.3 Verlauf von Mobbingfällen
2.4 Wie weit ist Mobbing an deutschen Schulen verbreitet?
3. Täter und ihre Mobbingopfer
3.1 Die Täter
3.2 Die Mobbingopfer
3.3 Die Lehrperson
3.4 Außenstehende und Mitläufer
4. Erscheinungsformen von Mobbing
4.1 Mobbing durch körperliche Gewalt
4.2 Verbales Mobbing
4.3 Stummes Mobbing
4.4 Virtuelles Mobbing
4.5 Mobbing unter Jungen und Mädchen
5. Ursachen für Mobbing
5.1 Schulische Faktoren
5.2 Außerschulische Faktoren
6. Folgen von Mobbing
6.1 Folgen für das Opfer
6.1.1 Gesundheitliche Folgen
6.1.2 Psychische Folgen
6.1.3 Soziale Folgen
6.2 Folgen für den Täter
7. Umfrage „Mobbing unter Schülern“
7.1 Die Idee
7.2 Vorgehensweise
7.3 Gliederung und Inhalt des Fragebogens
7.4 Grafische Darstellung meiner Ergebnisse
7.5 Fazit
8. Präventationsmaßnahmen gegen Mobbing
8.1 Was können Schulen unternehmen?
8.1.1 Erhebung eines Fragebogens
8.1.2 Pädagogischer Tag
8.1.3 Aufsicht auf Schulhof
8.1.4 Kooperation zwischen Schule und Eltern
8.1.5 Streitschlichter
8.2 Maßnahmen in der Klasse
8.2.1 Erstellung eines Fragebogens
8.2.2 Aufstellung von Klassenregeln
8.2.3 Regelmäßige Klassengespräche
8.2.4 Strafen
8.2.5 Lob
8.3 Maßnahmen auf persönlicher Ebene
8.3.1 Gespräch mit dem Mobber
8.3.2 Gespräch mit dem Opfer
8.3.3. Mobbing-Tagebuch
8.4 Was können Eltern unternehmen?
8.4.1 Was können die Eltern der Opfer unternehmen?
8.4.2 Was können die Eltern der Täter unternehmen?
8.4.3 Diskussionsgruppe für Eltern gemobbter und mobbender Schüler
9. Fazit
10. Literaturliste und Internetquellen
11. Anhang
11.1 Internetadressen
11.2 Fragebogen zur Umfrage „Mobbing unter Schülern“
Die Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing an Schulen unter Berücksichtigung von Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen für Täter und Opfer. Ziel ist es, Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen und durch eine empirische Evaluation an zwei Schulen das Wissen sowie die Erfahrungen von Schülern der Jahrgangsstufe 7 zu erfassen.
4.4 Virtuelles Mobbing
An dieser Stelle möchte ich etwas ausführlicher über das virtuelle Mobbing schreiben, da ich es für einen wichtigen Punkt halte und es bisher noch nicht so viel Beachtung in der Literatur bekommen hat. Immer mehr Schüler werden Opfer vom virtuellen Mobbing, da das Beleidigen per Internet sehr einfach ist, da man der Person nicht persönlich gegenüber steht.
So auch im Fall von Jana: Leicht hatte es Jana in ihrer neuen Schule von Anfang an nicht. Schiefe Blicke und Hänseleien bestimmten Vormittage, bis sie nach Hause flüchten konnte. Dann machten die Schikanen auch vor ihrer Zimmertür nicht mehr Halt: „Wir hassen Jana“, lautete der Name einer Gruppe im Schüler-VZ, ihrer Lieblingsplattform im Internet. Hier waren alle Mitschüler eingetreten.
Jana ist kein Einzelfall. So gibt es an vielen Schulen virtuelle Mobbingopfer. Problematisch ist auch, dass das Mobbing nicht mehr nur in der Schule stattfindet, sondern sich auch auf den Nachmittag überträgt. Schwer ist daher auch ein Neuanfang für Schüler mit einem Schulwechsel, da die Schüler weit über ihre Schulen hinaus vernetzt sind. In den neuen Klassen angekommen, können dort bereits die neuen Schüler voreingenommen sein und der Albtraum wird nicht beendet.
Die Schüler besitzen heutzutage ihren eigenen PC mit Internetanschluss und haben ein Foto-Handy mit Videofunktion. Die Beleidigungen und Hänseleien erfolgen über Chatprogramme (Bsp. ICQ), Onlineplattformen (z. B. Schülervz.net) oder es werden Videos von Mitschülern ins Netz gestellt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Mobbing an deutschen Schulen ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Was ist Mobbing?: Das Kapitel definiert den Mobbingbegriff durch Herleitung aus der Literatur und grenzt diesen von allgemeiner Gewalt ab.
3. Täter und ihre Mobbingopfer: Hier werden die Rollen sowie die Charaktereigenschaften von Tätern, Opfern, Lehrkräften und Mitläufern analysiert.
4. Erscheinungsformen von Mobbing: Verschiedene Typen wie körperliche, verbale und virtuelle Angriffe werden anhand von Beispielen und geschlechtsspezifischen Aspekten erläutert.
5. Ursachen für Mobbing: Das Kapitel differenziert zwischen schulischen Einflüssen wie dem Klassenklima und außerschulischen Faktoren wie dem familiären Hintergrund.
6. Folgen von Mobbing: Die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Auswirkungen auf die Opfer sowie die langfristigen Folgen für die Täter werden untersucht.
7. Umfrage „Mobbing unter Schülern“: Der Autor präsentiert die Methodik und die grafische Auswertung einer Schülerbefragung an zwei Nordhorner Schulen.
8. Präventationsmaßnahmen gegen Mobbing: Dieser Abschnitt bietet konkrete Handlungsempfehlungen für die Schule, das Klassenzimmer und Eltern zur Prävention.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion und der Forderung nach verstärkter Prävention durch geschulte Lehrkräfte und offene Kommunikation.
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Die Arbeit behandelt das Problem Mobbing an Schulen. Es werden Ursachen, Formen und Folgen beleuchtet sowie Präventionsmöglichkeiten für Lehrkräfte und Eltern diskutiert.
Im Fokus stehen die Rollenverteilung in Mobbingprozessen, der Unterschied zwischen verschiedenen Gewaltformen, die Auswirkungen auf die Betroffenen und die Wirksamkeit von Interventionsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, durch theoretische Fundierung und eine eigene empirische Umfrage an Nordhorner Schulen das Wissen und die Erfahrungen von Schülern zum Thema Mobbing zu analysieren.
Der Autor verwendet eine Literaturanalyse für den theoretischen Teil sowie eine quantitative Evaluation mittels Fragebögen in fünf Schulklassen für den empirischen Teil.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen (Was ist Mobbing, Ursachen, Folgen) sowie den praktischen Teil, der eine Umfrage und konkrete Präventionsmaßnahmen (Streitschlichter, Klassenregeln) beinhaltet.
Zentrale Begriffe sind Mobbing, Prävention, Schulumfeld, Täter-Opfer-Dynamik, Cyber-Mobbing und soziale Kompetenz.
Das Internet (virtuelles Mobbing) ermöglicht durch die Distanz zum Opfer eine besonders einfache und entgrenzte Form der Schikane, da das Mobbing nicht mehr an den Schulort gebunden ist.
Eltern tragen durch eine offene Kommunikation und die frühzeitige Erkennung von Verhaltensänderungen bei ihren Kindern eine entscheidende Rolle, um Mobbingprozesse zu stoppen oder zu verhindern.
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