Examensarbeit, 2009
99 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sprachentwicklung
2.1. Entwicklungen auf der phonetisch-phonologischen Ebene
2.2. Entwicklungen auf der semantisch-lexikalischen Ebene
2.3. Entwicklungen auf der syntaktisch-morphologischen Ebene
2.4. Entwicklungen auf der pragmatischen Ebene
3. Beschreibung verschiedener Sprachstörungen
3.1. Störungen auf der phonetisch-phonologischen Ebene
3.1.1. Phonetische Störungen
3.1.1.1.Sigmatismus
3.1.1.2.Schetismus
3.1.1.3.Kappazismus
3.1.2. Phonologische Störungen
3.1.2.1.Verspätete Überwindung phonologischer Prozesse
3.1.2.2.Ungewöhnliche phonologische Prozesse
3.1.2.3.Lautpräferenz
3.2. Störungen auf der semantisch-lexikalischen Ebene
3.3. Störungen auf der syntaktisch-morphologischen Ebene am Beispiel des Dysgrammatismus
3.4. Störungen auf der pragmatischen Ebene
3.4.1. Stottern
3.4.2. Logophobie
4. Theater- und Spielelemente in Verbindung mit ganzheitlicher Sprachförderung
4.1. Theater und Sprachförderung
4.2. Spiel und Sprachförderung
4.3. Merkmale einer ganzheitlichen Sprachförderung
4.4. Integration der Merkmale innerhalb des Projektes
5. Fördermöglichkeiten der einzelnen Bereiche
5.1. Förderung der Sprachentwicklung
5.1.1. Förderung im Bereich der phonetisch-phonologischen Ebene
5.1.1.1. Lautbildung
5.1.1.2. Mundmotorik
5.1.1.3. Atmung
5.1.1.4. Stimme
5.1.1.5. Phonologische Bewusstheit
5.1.2. Förderung im Bereich der semantisch-lexikalischen Ebene
5.1.3. Förderung im Bereich der syntaktisch-morphologischen Ebene
5.1.4. Förderung im Bereich der kommunikativ-pragmatischen Ebene
5.1.4.1. Redefluss/ Rhythmus
5.1.4.2. Nonverbale Kommunikation
5.2. Förderung anderer Entwicklungsbereiche
5.2.1. Wahrnehmung auditiv/taktil
5.2.2. Motorik
5.2.3. Kognition
5.2.4. Emotion/ Selbstbewusstsein
6. Ein Theaterprojekt entsteht
6.1.Die Idee des Theaterprojektes
6.2.Vorüberlegungen zur Durchführung einer Sprachförderung im Rahmen eines Theaterprojektes
6.3.Vorstellung der Gruppe
6.4.Ablauf des Theaterprojektes
6.5.Überlegungen zu einzelnen Stunden
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial eines Theaterprojekts für die sprachliche Förderung von Sprachheilschülern. Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Theaterpädagogik und gezielten sprachtherapeutischen Übungen eine ganzheitliche Sprachförderung zu realisieren, die sowohl linguistische Kompetenzen als auch die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder stärkt und ihre Sprechhemmungen abbaut.
Die Geräusche des Zauberwaldes
Die kleine Elfe wird am Morgen früh wach und gähnt ganz laut zum wach werden. (…alle Kinder gähnen, und bilden dabei ein a)
Alle anderen Elfen schlafen noch und einige schnarchen dabei sogar. (…alle Kinder schnarchen beim Einatmen und machen „ bsch“ beim Ausatmen)
Der kleinen Elfe wird langweilig, also schüttelt sie kurz ihre Flügel, läuft an und beginnt zu fliegen. (…alle Kinder machen ein Flieggeräusch „fffffffff“)
Sie sieht wie die Sonne ganz langsam aufgeht und wie der Wald unter ihr ganz schön glitzert. (alle Kinder machen das Geräusch zum glitzern „bling“, “bling“, „bling“) Sie fliegt über einen Bach bis zu einer bunten klappernden Mühle. Erst hört sie nur ein leises „k“ „k“ „k“ „k“ bis sie näher kommt und immer lauter ein „klapp“ klapp“ „klapp“ zu hören ist. Sie schaut sich ein wenig um und auf einmal entdeckt sie Wolken, die immer näher kommen und es kommt Wind auf. Erst ganz schwach. (…alle Kinder machen den Wind nach „s, s, s, s“) Doch der Wind wird immer stärker. (lauter werdendes „Sch“, „sch“, „sch“) Und es beginnt zu regnen. Auch erst ganz langsam. (…alle
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wichtigkeit ganzheitlicher Sprachförderung im Schulalltag und stellt das Theaterprojekt als Methode zur integrativen Förderung vor.
2. Sprachentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die natürlichen Entwicklungsphasen der vier linguistischen Ebenen des Kindes als Basis für das Verständnis späterer Auffälligkeiten.
3. Beschreibung verschiedener Sprachstörungen: Hier werden spezifische Sprachauffälligkeiten und Störungsbilder auf den verschiedenen linguistischen Ebenen unter Berücksichtigung ihrer Ursachen beschrieben.
4. Theater- und Spielelemente in Verbindung mit ganzheitlicher Sprachförderung: Das Kapitel verknüpft theaterpädagogische Konzepte mit den Grundsätzen der Sprachförderung und betont die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze für die kindliche Entwicklung.
5. Fördermöglichkeiten der einzelnen Bereiche: Hier werden konkrete, praxisnahe Spielideen für die unterschiedlichen Förderbereiche (Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Kognition, Emotion) vorgestellt.
6. Ein Theaterprojekt entsteht: Dieses Kapitel beschreibt die konzeptionelle Entwicklung des Theaterprojekts "Im Zauberwald", inklusive der Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und der detaillierten Planung der einzelnen Stunden.
7. Fazit: Das Fazit resümiert den Erfolg und die Relevanz des Theaterprojekts als motivierende, ganzheitliche Fördermethode im schulischen Kontext.
Sprachheilpädagogik, Theaterpädagogik, ganzheitliche Sprachförderung, Sprachentwicklung, Sprachstörungen, Dysgrammatismus, Stottern, Förderung, Theaterprojekt, Im Zauberwald, Grundstufe, Sprechhemmung, Förderspiele, Mundmotorik, Kommunikation
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Theaterprojekts, das gezielt zur Sprachförderung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten in der Grundstufe eingesetzt werden kann.
Im Zentrum stehen die Sprachentwicklung, die Beschreibung von Sprachstörungen, die Grundlagen der Theaterpädagogik und deren Anwendung für eine ganzheitliche Förderung.
Das Ziel ist es, Kindern eine Methode anzubieten, ihre sprachlichen Fähigkeiten in einem geschützten, spielerischen Rahmen zu trainieren, ohne dass der Fokus explizit auf ihren Defiziten liegt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Sprachheilpädagogik und der praktischen Entwicklung eines pädagogischen Förderkonzepts in Anlehnung an fachwissenschaftliche Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Sprachentwicklung und Störungsbilder sowie einen umfangreichen praktischen Teil mit detaillierten Förderübungen und der Planung eines kompletten Theaterprojekts.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachheilpädagogik, Theaterpädagogik, Ganzheitlichkeit, Sprachförderung und Persönlichkeitsentwicklung charakterisiert.
Die Phantasiewelt des "Zauberwaldes" dient als motivierender Rahmen, der das Interesse der Kinder weckt und eine einfache Einbettung von verschiedenen Übungsbereichen in eine kohärente Erzählstruktur ermöglicht.
Durch gezielte Bewegungsspiele, wie zum Beispiel den "Rhythmuslauf" oder "Zwergenturnen", werden motorische Fähigkeiten ganzheitlich mit der Sprachförderung verknüpft, anstatt diese isoliert zu behandeln.
Da die Kinder in die Rolle eines Schauspielers schlüpfen und sich auf eine Phantasiewelt konzentrieren, wird der Druck der unmittelbaren Bewertung reduziert und Sprechhemmungen durch spielerisches Agieren abgebaut.
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