Bachelorarbeit, 2010
57 Seiten, Note: Sehr gut
1 Einleitung
2 Forschungsfrage und Hypothesen
3 Erörterung des bisherigen Forschungsstandes
3.1 Die Gruppe
3.1.1 Die Kleingruppe (Primärgruppe)
3.1.2 Gruppendynamik
3.1.3 Kommunikation und Gruppendynamik
3.1.4 Lernen in der Gruppe
3.1.5 Psychosozialer Einfluss einer Gruppe
3.1.6 Evaluierung von Gruppen
3.2 Gruppentherapie bei neurologischer Sprachstörung
3.2.1 WHO Richtlinien
3.2.2 Ziele der Gruppentherapie
3.2.3 Methoden
3.2.4 Strukturmerkmale
3.2.5 Der psychosoziale Aspekt
3.2.6 Abgrenzung von psychotherapeutischen Gruppen sowie von Selbsthilfegruppen
3.2.7 Einzeltherapie vs. Gruppentherapie
3.2.8 Schwierigkeiten der Evaluierbarkeit
3.2.9 Zusammensetzung der Gruppe
4 Darlegen der gewählten Methodik
4.1 Struktur und Setting
4.2 Durchführung
4.3 Material
4.3.1 Video
4.3.2 Code of ethics
4.4 Die Gruppe
4.4.1 Die Teilnehmer - Einheit am 2.März 2010
4.4.2 Die Teilnehmer - Einheit am 16. März 2010
4.4.3 Die Teilnehmer - Einheit am 23. März 2010
4.5 Interview mit Jenny Watermeyer, PhD
5 Ergebnisse der empirischen Studie
5.1 Einheit am 2. März 2010
5.1.1 1.Übung:
5.1.2 Methodisches Verhalten der Therapeutin (Th.):
5.1.3 Kommunikation und Lernen in der Gruppe:
5.1.4 2.Übung:
5.1.5 Methodisches Verhalten der Therapeutin (Th.):
5.1.6 Kommunikation und Lernen in der Gruppe:
5.2 Einheit am 16. März 2010
5.2.1 1.Übung:
5.2.2 Methodisches Verhalten der Therapeutin 2 (Th. 2):
5.2.3 Kommunikation und Lernen in der Gruppe:
5.2.4 2.Übung:
5.2.5 Methodisches Verhalten der Therapeutin (Th.):
5.2.6 Kommunikation und Lernen in der Gruppe:
5.3 Einheit am 23. März 2010
5.3.1 Übung:
5.3.2 Methodisches Verhalten der Therapeutin (Th.):
5.3.3 Kommunikation und Lernen in der Gruppe:
5.4 Zusammenfassung des Interviews mit Jenny Watermeyer, PhD
6 Interpretation und Schlussfolgerungen
Die Arbeit analysiert die Methodik sowie die kommunikativen Effekte einer logopädischen Gruppentherapie bei neurologischen Sprachstörungen am Beispiel einer Therapiegruppe in Johannesburg, Südafrika, um diese Therapieform für den nicht-anglophonen Raum zugänglicher zu machen und theoretisch zu fundieren.
3.1.4 Lernen in der Gruppe
„Es gibt eine Reihe psychischer Funktionen, die am Zustandekommen von Lernleistungen beteiligt sind und erklären können, weshalb die Anwesenheit anderer Personen zur Verbesserung individueller Lernleistungen beizutragen vermag“ (Huber&Müller, 1998, S.223).
Rückmeldungen und Widerspiegelungen innerhalb der Gruppe erweitern den individuellen Wahrnehmungsfokus, bieten Optionen für neue Einsichten, Wissensperspektiven und Verhaltensweisen (vgl. Huber&Müller, 1998, S.223). Die Feedbacks, die das Individuum innerhalb einer Gruppe erfährt, führen zum Erkennen eigener Haltungs- und Verhaltensbesonderheiten, und dieses Selbstbild entscheidet über das Fortkommen eines Individuums in einer Gruppe und der Gesellschaft (vgl. Battegay, 2000, S.39).
Gruppen verfügen überdies über mehr Ressourcen, die zur Aufrechterhaltung von Lernprozessen einsetzbar sind (Information, Annerkennung und Zuneigung), als Einzelpersonen. Soziales Lernen und die Aneignung neuer Verhaltensweisen kann so wirkungsvoll verstärkt werden. Es muss jedoch auch auf die potentielle Gefährdung des Lernerfolgs durch Wettbewerb und Rivalität hingewiesen werden (vgl. Huber&Müller, 1998, S.224). Der Wettbewerb wirkt leistungsmindernd auf die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe. Unter kooperativen Bedingungen resultieren deutlich bessere Problemlösungen und individuell höhere Lerngewinne (vgl. Wetzel, 1998, S.125). Das Verhältnis der individuellen Ziele der Mitglieder zueinander und zum übergeordneten Gruppenziel ist entscheidend für das gemeinsame Arbeiten in der Gruppe (vgl. Wetzel, 1998, S.115).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychosozialen Folgen neurologischer Sprachstörungen und das wachsende Interesse an Gruppentherapien als Ergänzung zur Einzeltherapie.
2 Forschungsfrage und Hypothesen: Dieses Kapitel definiert das Ziel, die Methodik und die kommunikativen Auswirkungen der Gruppentherapie zu untersuchen, um sie für KollegInnen im deutschsprachigen Raum nutzbar zu machen.
3 Erörterung des bisherigen Forschungsstandes: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Gruppenpsychologie sowie der spezifische Einsatz von Gruppentherapie bei neurologischen Sprachstörungen nach dem ICF-Modell erläutert.
4 Darlegen der gewählten Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Setting der empirischen Beobachtung im Paterson Park Recreation Center in Johannesburg sowie das Vorgehen bei der Videoanalyse.
5 Ergebnisse der empirischen Studie: Detaillierte Darstellung der analysierten Therapieeinheiten unterteilt in Übungen, methodisches Verhalten der Therapeutin sowie Kommunikation und Lernerfolg der Teilnehmenden.
6 Interpretation und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden mit den theoretischen Grundlagen verknüpft, wobei der zentrale Stellenwert von Humor und sozialem Zusammenhalt hervorgehoben wird.
Logopädie, Gruppentherapie, neurologische Sprachstörungen, Aphasie, Gruppendynamik, Psychosoziale Aspekte, ICF, Kommunikation, Sprachtherapie, Evaluation, soziales Lernen, Kohäsion, therapeutisches Setting, empirische Analyse, Rehabilitation.
Die Arbeit analysiert die Methodik und die kommunikativen Effekte einer logopädischen Gruppentherapie bei Menschen mit neurologisch bedingten Sprachstörungen anhand eines praktischen Beispiels aus Südafrika.
Zentrale Themen sind die gruppendynamischen Prozesse, die Bedeutung psychosozialer Unterstützung, die Abgrenzung zu anderen Therapieformen sowie die Anwendung des biopsychosozialen Modells (ICF) in der Praxis.
Das Ziel ist es, die spezifische Methodik der Gruppentherapie aufzuzeigen und zu beobachten, welche kommunikativen Verhaltensweisen sich durch die Gruppensituation bei den neurologischen PatientInnen entwickeln.
Die Autorin führte eine empirische Beobachtung und Analyse durch, die auf Videoaufzeichnungen von drei Therapieeinheiten sowie einem Experteninterview mit Dr. Jenny Watermeyer basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Gruppenforschung und einen empirischen Teil, in dem konkrete Therapieeinheiten (Übungen und methodisches Vorgehen) detailliert ausgewertet werden.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Logopädie, Gruppentherapie, Aphasie, Gruppendynamik, Kommunikation, psychosoziale Aspekte und Rehabilitation aus.
Da Gruppentherapien im deutschsprachigen Raum weniger verbreitet sind und es an praktischen Dokumentationen mangelt, diente das erfahrene Team in Johannesburg als Modell für eine theoretisch fundierte praktische Vorlage.
Dem Humor wird ein zentraler Stellenwert beigemessen; er wirkt als Verstärker für die Kommunikation, mindert den Leistungsdruck und fördert die soziale Toleranz sowie das Gruppengefühl.
Die Therapeutin wählt Übungen aus, die sowohl für starke als auch für schwächere Teilnehmer passend sind, und fördert gezielt die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gruppe, um eine Balance zu halten.
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