Bachelorarbeit, 2022
198 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Persönliches Interesse am Thema
1.3 Übersicht der Gesamtarbeit
2 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit
3 Theorie und aktueller Stand der Geschlechter- und Bildungsforschung
3.1 Geschlecht und Gender: Definition zentraler Begrifflichkeiten
3.1.1 Geschlecht als Kontinuum
3.1.2 Geschlechterkonstruktion
3.1.3 Binäres Geschlechtersystem
3.1.4 Geschlechterstereotype
3.1.5 Genderrollen und Genderrollenzuschreibungen
3.2 Gender und Schule
3.2.1 Entwicklung der Geschlechteridentität
3.2.2 Geschlecht und Gender im Kindergarten
3.2.3 Diversität und Vielfalt an Schulen
3.2.4 Genderbewusste Pädagogik
3.2.5 Einfluss der Lernumgebung auf die Geschlechteridentität
4 Bildungspolitischer Rahmen
5 Methodologie
5.1 Forschungsmethode
5.2 Datenerhebung
5.2.1 Interview
5.2.2 Interviewleitfaden
5.2.3 Theorieprüfung und Theoriegenerierung
5.2.4 Mögliche Fehlerquellen und Grenzen
5.2.5 Forschungsethik
5.2.6 Stichprobe
5.3 Datenverarbeitung
5.3.1 Aufbereitungs- und Transkriptionsverfahren
5.3.2 Datenauswertung und Inhaltsanalyse
5.3.3 Vorgehen und Bestimmung der Kategorien
6 Ergebnisse der Grounded Theory - Datenpräsentation und Datenanalyse
6.1 Theorievergleich und Theorieerweiterung
6.1.1 Genderthematik im Schulalltag
6.1.2 Wahrnehmung der Genderaspekte im Schulalltag
6.1.3 Unterrichtspraxis
6.1.4 Genderuntypische Verhaltensweisen
7 Diskussion
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.1.1 Bedeutsame Zusammenhänge
7.2 Bedeutung der Ergebnisse für die eigene Praxis
7.3 Limitationen der Forschung
8 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Lehrkräfte des Zyklus 1 ihre Erkenntnisse bezüglich der Genderthematik in der täglichen Unterrichtspraxis umsetzen. Ziel ist es, Ansätze der Unterrichtsgestaltung, Materialauswahl und Raumkonzepte zu analysieren, um das Verständnis für Diversität und eine geschlechtersensible Pädagogik zu fördern.
3.1.1 Geschlecht als Kontinuum
Laut Baltes-Löhr (2014b) gilt das Geschlecht als veränderbar, es kann sich je nach historischen, sozio-kulturellen, räumlich-regionalen und normativen Kontext verändern, was in die andere Richtung wiederum auch diese Kontexte beeinflussen kann. Gender verändert sich im Laufe des Lebens, wobei ein angeeignetes Gender Einfluss auf die Lebensbiografie nehmen kann. Geschlecht gilt als polypolar, „polypolar in dem Sinne, dass Geschlecht als auf einem Kontinuum verortet, ohne binäre, bipolare Rahmung, ohne binäre Eckmarkierungen wie eindeutig weiblich bzw. eindeutig männlich verstanden wird.“ (Baltes-Löhr, 2014b, S.32).
Des Weiteren gilt Geschlecht als plural, polypolare Geschlechter können somit auf dem Kontinuum angesiedelt werden, wobei sich die Geschlechterdimensionen wiederum verschieben können, und vielfältige Formen annehmen können dies ist abhängig von Zeit und Raum. Letztens ist Gender „im Kontext einer intersektionalen Betrachtung mit Ordnungskategorien wie Alter, ethnischer Orientierung/kultureller Herkunft, sozioökonomischem Status, Bildung und allgemeiner körperlicher Verfasstheit zu betrachten.“ (Baltes-Löhr, 2014b, S. 32-33)
„Mit der Definition von Geschlecht in seinen physischen, psychischen, sozialen und sexuellen Dimensionen, in seiner Verfasstheit als veränderbar, polypolar, plural und intersektional, sowie in seiner Verortung auf einem Kontinuum, geht die Verabschiedung von der Geschlechterkategorie als binäre, dichotome und heteronormative Strukturkategorie gesellschaftlicher Ordnungen einher.“ (Baltes-Löhr, 2014b, S.33)
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Gendervielfalt in der schulischen Bildung ein und erläutert die Motivation sowie das Ziel der Arbeit.
2 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit: Hier wird das Ziel der Untersuchung definiert, Einblicke in die Sichtweisen der Lehrkräfte zu erhalten, und die zentrale Forschungsfrage formuliert.
3 Theorie und aktueller Stand der Geschlechter- und Bildungsforschung: Das Kapitel bietet eine wissenschaftliche Fundierung durch die Definition grundlegender Begriffe wie Geschlechterkonstruktion und Heteronormativität.
4 Bildungspolitischer Rahmen: Diese Sektion beleuchtet internationale Abkommen und nationale Gesetze, die das Recht auf Bildung und Diskriminierungsfreiheit garantieren.
5 Methodologie: Hier wird der qualitative Forschungsansatz, insbesondere die Grounded Theory und die leitfadengestützte Interviewführung, beschrieben.
6 Ergebnisse der Grounded Theory - Datenpräsentation und Datenanalyse: In diesem Hauptteil werden die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse kodiert und in Kategorien systematisiert.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der Theorie interpretiert und auf ihre Bedeutung für die praktische Unterrichtsgestaltung hin bewertet.
8 Fazit: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und die Rolle der Lehrkräfte im Hinblick auf eine geschlechtersensible Pädagogik reflektiert.
Gender, Geschlecht, Geschlechterstereotype, Genderrollen, Rollenzuschreibungen, Diversität, Vielfalt, Gender in der Unterrichtspraxis, Gendervielfalt, Geschlechtsidentität, Koedukation, Intersektionalität, Grundschule, qualitative Forschung, Grounded Theory
Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte im Kindergartenalter (Zyklus 1) mit der Thematik Gender umgehen und wie sie dieses Wissen in der Unterrichtspraxis, der Raumgestaltung und beim Umgang mit Schülern einsetzen.
Zentrale Themen umfassen die Definition von Geschlecht als Kontinuum, die Entstehung von Geschlechterstereotypen, die Rolle von Schulbüchern und Medien sowie Strategien zur Förderung einer geschlechtersensiblen Pädagogik.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie setzen Lehrkräfte des Zyklus 1 ihre Erkenntnisse bezüglich der Genderthematik in ihrer Unterrichtspraxis um?“
Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsdesign. Die Datenerhebung erfolgte durch leitfadengestützte Interviews mit vier Lehrkräften, die anschließend nach der Grounded Theory-Methodik ausgewertet wurden.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Auswertung der Interviews, der Kategorienbildung und dem Vergleich der praktischen Erfahrungen der Lehrkräfte mit den theoretischen wissenschaftlichen Grundlagen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gender, Geschlechterstereotype, Diversität, Rollenzuschreibungen und grounderte Unterrichtspraxis beschreiben.
Die Arbeit verweist auf den Raum als „dritten Pädagogen“. Eine genderneutrale Raumgestaltung oder das Aufbrechen traditioneller Ecken (z.B. Puppenecke vs. Bauecke) verhindert die vorschnelle Zuweisung von Geschlechterrollen.
Die befragten Lehrkräfte berichten, dass Eltern oft skeptisch auf geschlechteruntypisches Verhalten reagieren, da sie Ängste bezüglich sozialer Ausgrenzung (Mobbing) ihrer Kinder haben oder an traditionellen Rollenbildern festhalten.
Die Lehrkräfte setzen auf aktives Thematisieren im Klassenverbund. Anstatt unangemessenes Verhalten zu ignorieren, werden Situationen im Kreis besprochen, um Toleranz und Verständnis zu fördern, ohne das Kind als Opfer darzustellen.
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