Examensarbeit, 2009
66 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Planung
2.1. Kompetenzerhebung
2.2. Legitimierung der mündlichen Prüfung
2.3. Konzept zur Vorbereitung und Durchführung der mündlichen Prüfung
2.3.1. Theoretische Grundlagen für Bilder als Sprechanlass
2.3.2. Theoretische Grundlagen für Interviews mittels Questionnaires personnels
2.3.3. Theoretische Grundlagen für Rollenspiele
2.4. Lernziele
3. Durchführung
3.1. Vorbereitung der Lerngruppe auf die mündliche Prüfung durch handlungsorientierte Verfahren
3.1.1. Bilder als Sprechanlass
3.1.2. Interviews mittels Questionnaires personnels
3.1.3. Rollenspiele
3.2. Durchführung der mündlichen Prüfung
3.2.1. Aufbau der mündlichen Prüfung
3.2.2. Organisation der mündlichen Prüfung
3.3. Bewertung der mündlichen Leistungen
3.3.1. Bewertungskonzept
3.3.2. Ergebnisse der Klasse
4. Evaluation des Konzepts
4.1. Evaluation der mündlichen Prüfung durch die Schüler
4.1.1. Evaluation der Vorbereitungsphase
4.1.2. Evaluation des Prüfungstages
4.2. Fazit
5. Bibliografie
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Konzept zur Förderung und Evaluation der kommunikativen Handlungskompetenz im Französischunterricht der Klasse 7 zu entwickeln, bei dem eine schriftliche Klassenarbeit durch eine mündliche Prüfung ersetzt wird, um so die Mündlichkeit als zentrale Fremdsprachenkompetenz stärker in den Fokus zu rücken.
2.3.1. Theoretische Grundlagen für Bilder als Sprechanlass
In der Regel nehmen Bilder im Schülerbuch eine semantisierende Funktion ein, bei der die Wortschatzarbeit im Vordergrund steht. Bilder können jedoch auch als Sprechanlass dienen, womit Dirscherl und Polleti „eine unterrichtliche Situation (…), bei der eine Bild(text)vorlage zum Ausgangspunkt (vorwiegend) mündlicher Sprachproduktion“ bezeichnen. Dies geschieht nach Bartels im Sinne des ganzheitlichen Lernens, bei dem die Wahrnehmung geschult wird.
Bilder regen den Betrachter sowohl kognitiv als auch emotional an, indem dieser, geprägt durch seine individuelle Lebenswelt, die Darstellung wahrnimmt und „weitersehen“, d.h. Hypothesen über Zusammenhänge aufstellen, kann, so dass er das Gezeigte miterlebt und weiterführt. Dafür eignen sich insbesondere "offene" Darstellungen, die die Phantasie des Rezipienten anregen. Es ist zu differenzieren zwischen räumlicher, zeitlicher, sozialer und kommunikativer Offenheit. Eine räumlich offene Abbildung lässt einen für das Geschehen elementaren Bildausschnitt weg. Eine zeitliche Offenheit ergibt sich daraus, dass das Bild keine Information über das vorherige und spätere Geschehen liefert. Eine Darstellung ist als sozial offen zu bezeichnen, wenn sie keine konkreten Hinweise auf die abgebildeten Menschen und ihre Attribute gibt. Eine kommunikative Offenheit liegt vor, wenn die zu sehenden Interaktionen mehrdeutig sind und einer Interpretation bedürfen. Um Sprechreaktionen von der Lerngruppe einzufordern, können bildliche Impulse z.B. zum Beschreiben und Erfinden verwendet werden.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit, die Mündlichkeit im Fremdsprachenunterricht durch eine mündliche Klassenarbeit zu fördern, um den Anforderungen moderner Kernlehrpläne gerecht zu werden.
2. Planung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zur Kompetenzerhebung sowie die methodischen Ansätze für Bilder, Interviews und Rollenspiele zur Vorbereitung auf die Prüfung.
3. Durchführung: Hier wird die praktische Umsetzung der Unterrichtsreihe, der Ablauf der mündlichen Prüfung und das kriterienorientierte Bewertungskonzept detailliert beschrieben.
4. Evaluation des Konzepts: Im abschließenden Teil wird die mündliche Prüfung aus Sicht der Schüler und der Lehrkraft reflektiert und ein Fazit über den Erfolg sowie die Grenzen des Konzepts gezogen.
5. Bibliografie: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und Quellen.
Mündliche Prüfung, Französischunterricht, kommunikative Handlungskompetenz, Bildbeschreibung, Rollenspiel, Interview, Selbstevaluation, Fremdsprachenerwerb, Bewertungskonzept, Sprachperformanz, handlungsorientierter Unterricht, Leistungsmessung, mündliche Interaktion, Sekundarstufe I.
Die Arbeit thematisiert die Implementierung einer mündlichen Prüfung als Ersatz für eine schriftliche Klassenarbeit im Fach Französisch in einer 7. Klasse.
Zentrale Felder sind die Förderung mündlicher Kompetenzen, der Einsatz handlungsorientierter Methoden und die kriterienorientierte Bewertung von Sprachperformanz.
Das Ziel ist die Erprobung eines Konzepts, das Schüler dazu befähigt, in realitätsnahen Situationen auf Französisch zu agieren und ihre mündliche Sprachkompetenz bewusst weiterzuentwickeln.
Es wurde ein handlungs- und produktorientierter Ansatz gewählt, der durch begleitende Evaluationen, Beobachtungsbögen und Reflexionsphasen der Schüler gestützt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorbereitung durch Bilder, Interviews und Rollenspiele, die organisatorische Durchführung der Prüfung und die detaillierte Bewertung der Schülerleistungen.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Mündlichkeit, kommunikative Kompetenz, Evaluation und Französischunterricht charakterisieren.
Die Gruppenprüfung wurde gewählt, da sie zeitökonomisch ist und ermöglicht, die Interaktionsfähigkeit der Prüflinge in einem gemeinsamen, realitätsnahen Kontext zu bewerten.
Es galt der Grundsatz "message and fluency before accuracy", wobei der Fokus stärker auf dem Gelingen der Kommunikation lag als auf der fehlerfreien grammatikalischen Reproduktion.
Die Selbstevaluation dient dazu, Schüler zu autonomen Lernern zu erziehen, indem sie ihren eigenen Lernstand reflektieren und konstruktives Feedback zu ihren Leistungen und denen ihrer Mitschüler formulieren.
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